J. S. Bach: Osteroratorium & C. P. E. Bach: Danket dem Herrn / Heilig (Bernius) - CDs, Choir Coaches, Medien | Carus-Verlag

J. S. Bach: Osteroratorium & C. P. E. Bach: Danket dem Herrn / Heilig (Bernius)

Bewertung lesen und schreiben
Dem Osteroratorium von J.S.Bach wird hier eine der beschwingtesten Kompositionen seines Sohnes Carl Philipp Emanuel gegenübergestellt: der erste, geistliche Teil seiner Dankhymne der Freundschaft (1785), die für mehr als zwei Jahrhunderte vergessen war.
Frieder Bernius unterstreicht mit dieser Einspielung erneut seine Spitzenstellung.


Ausgezeichnet mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik
Kennenlernen
Anhören (26)
  • Sinfonia
  • Adagio
  • Duetto e Coro: Kommt, eilet und laufet
  • Recitativo: O kalter Männer Sinn!
  • Aria: Seele, deine Spezereien
  • Recitativo: Hier ist die Gruft
  • Aria: Sanfte soll mein Todeskummer
  • Recitativo: Indessen seufzen wir
  • Aria: Saget, saget mir geschwinde
  • Recitativo: Wir sind erfreut
  • Coro: Preis und Dank bleibe, Herr
  • Coro: Danket dem Herrn
  • Accompagnato (B): Du Einziger
  • Aria (B): Wie soll dir Erd und Asche Danken?
  • Recitativo (T): Und du, Herr Zebaoth
  • Aria (S): Der Vogel singt's den Lüften
  • Recitativo (T): Ja, singe nur, o Schöpfung
  • Aria (T): O Vater, bei diesem Gedanken
  • Recitativo (S): Und doch, seh ich zurück
  • Aria (T): Schon schimmern durch
  • Ariette (A): Herr, wert, daß Scharen
  • Heilig (Chor der Engel/Chor der Völker)
  • Recitativo (B): Das Übrige vom Pilgerpfade
  • Aria (B): Ich weiche nicht
  • Recitativo (A): Ich weiche nicht
  • Soli e Coro: Lobet den Herrn
mehr
Zusatz-Material
  • 1. Sinfonia

    2. Adagio

    3. Duetto (TB) e Coro Come, hasten and show us, in eager devotion,
    the way to the cavern where Jesus has lain.
    Laughter and gladness
    has banished our sadness,
    for our dear Saviour lives again.

    4. Recitativo (SATB) O man, thy heart is cold,
    why does it now withhold,
    the love thy Saviour well deserves?
    But Mary Magdalena came.
    Yea! put you all to shame,
    when she her Saviour sought
    her faithful vigil keeping,
    with sighs and bitter weeping,
    to him the final unction brought,
    to man was thus a lesson taught.

    5. Aria (S)

    ...

  • 1. Sinfonia

    2. Adagio

    3. Duetto (TB) e Coro Kommt, eilet und laufet, ihr flüchtigen Füße,
    erreichet die Höhle, die Jesum bedeckt!
    Lachen und Scherzen
    begleitet die Herzen,
    denn unser Heil ist auferweckt.

    4. Recitativo (SATB) O kalter Männer Sinn!
    Wo ist die Liebe hin,
    die ihr dem Heiland schuldig seid?
    Ein schwaches Weib muss euch beschämen!
    Ach! ein betrübtes Grämen
    und banges Herzeleid
    hat mit gesalz’nen Tränen
    und wehmutsvollem Sehnen
    ihm eine Salbung zugedacht,
    die ihr, wie wir, umsonst gemacht.

    5. Aria (S)

    ...

  • Text from the CD Carus 83.290

    Ulrich Leisinger
    Translation: Ulrich Leisinger, John Coombs

    “A sacred oratorio [... ] is nothing other than a poem intended to be set to music which presents a certain sacred action or virtue in a dramatic manner.” These words are found in issue 20 of the Critischer Musikus, a weekly magazine about music, by which, between 1737 and 1740, Johann Adolph Scheibe, a student and sometimes rebellious critic of Johann Sebastian Bach, intended to introduce a wider audience to the music of his time. According to Scheibe, “the arrangement of the words consists of biblical sayings, arias, cavatas, recitatives, chorales, or short excerpts from psalms and songs of praise.” Oratorios can be either dramatic, if they include personages, which may be taken either from the bible or be freely invented, with regard to poetic considerations; but at the same time they can also be “poetic and prosaic”, namely

    ...

  • Booklet-Text der CD Carus 83.290

    Ulrich Leisinger

    „Ein geistliches Oratorium [... ] ist nichts andres, als ein Singgedicht, welches eine gewisse geistliche Handlung oder Tugend auf dramatische Art vorstellet“, heißt es im 20. Stück des Critischen Musikus, einer Wochenschrift über Musik, mit der der Bach-Schüler und gelegentlich vorwitzige Bach-Kritiker Johann Adolph Scheibe in den Jahren 1737 bis 1740 einem breiteren Publikum Einblick in die Musik seiner Zeit geben wollte. „Die Einrichtung der Worte“, fährt Scheibe fort, „besteht aus biblischen Sprüchen, Arien, Cavaten, Recitativen, Choralen, oder kurzen Sätzen aus Psalmen und Lobgesängen.“ Oratorien können entweder dramatisch eingerichtet sein, indem sie handelnde, teils biblische, teils aus dichterischen Erwägungen heraus hinzugefügte Personen aufweisen; sie können aber auch „poetisch und prosaisch“ zugleich sein, nämlich dann, wenn sie als Textgrundlage den Evangelienbericht – etwa der Passions- oder

    ...

  • Teil 1 1. Coro

    Danket dem Herrn, denn er ist freundlich,
    und seine Güte währet ewiglich.
    (Ps. 107, 1)

    2. Accompagnato (Bass)

    Du Einziger!
    auf den der Schöpfung Blicke sehen,
    Allmächtiger!
    den sie um Speise flehn,
    der Welten Herr,
    dem jeder Tag Millionen Zungen,
    solang das Heer des Himmels glänzt,
    ein würdig Lob gesungen,
    denn wie du selbst, ist dieses unbegrenzt.
    Der Seraph stimmt die Harfe zum Gesange,
    der Andacht höchster Schwung beginnt,
    doch bald errötet seine Wange,
    er schwingt, sich selbst zu schwach, und sinnt:

    3. Aria (Bass)

    Wie soll dir Erd und Asche danken?
    Der jedem Odem Wohltat ist?
    Sie preist und schwindelt beim Gedanken,
    der dich zu bilden sich ermisst.
    Mit Zittern nennt sie deinen Namen:
    „Jehova“, sinkt zum Staube hin,
    und stammelt mit betrübtem Sinn
    zu deines Seraphs Hymne „Amen“. 

    4. Recitativo (Tenor)

    Und du, Herr Zabaoth!
    so unbegreiflich groß,
    dass dich der Himmel Schoß
    nicht fassen kann, und du bist unser Gott;
    bist unser Vater, dem wir trauen,
    bist uns

    ...

  • Texte du livret du CD Carus 83.212

    Ulrich Leisinger

    Traduction (abrégé) : Sylvie Coquillat

    Le Dankhymne der Freundschaft (Hymne de reconnaissance à l’amitié) de Carl Philipp Emanuel Bach fut écrit en janvier 1785 ; on en ignore la motivation, mais il s’agissait sans doute de l’anniversaire d’un mécène noble qui inspira au compositeur de 72 ans l’une de ses compositions les plus enlevées et « modernes ».

    Ce morceau d’anniversaire se compose en fait de deux parties qui sont pourtant autonomes et achevées chacune en soi. La première partie sacrée de l’œuvre expose un hymne de louange à Dieu qui a créé l’univers avec sagesse et bienveillance dans sa toutepuissance. La seconde partie profane est très brève ; l’auteur s’y adresse au seul commanditaire et fait allusion àla valeur de l’amitié à l’occasion de son anniversaire.

    Des éléments biographiques rendent vraisemblable le fait que Bach ait écrit la Cantate pour Peter von Biron, un de ses mécènes les plus puissants

    ...

  • Text from the CD Carus 83.212

    Ulrich Leisinger
    Translation (abridged): John Coombs

    Carl Philipp Emanuel Bach's Dankhymne der Freundschaft (Hymn of thanks for friendship) dates from January 1785; the precise occasion for its composition is unknown, but it must have been the birthday of a noble patron which inspired the 72-year-old composer to write one of his liveliest and "most modern" works.

    This birthday piece consists of two parts, each of which can, however, be performed separately. The first, sacred part is a hymn of praise to God, who, wise and benevolent in his omnipotence, has created the universe. The second, secular part is very short; the librettist addresses the patron, and refers, on the occasion of his birthday, to the value of friendship.

    Biographical factors make it probable that the Hamburg Bach wrote this cantata for Peter von Biron, one of his most powerful and reliable benefactors. It may have been intended to celebrate his 61st irthday, on 12 February 1785, in Hamburg.

    Psalm verses, set as splendid choruses, frame the first part of C. P. E. Bach's oratorio. The unidentified librettist skillfully created in the recitatives and arias images which remind us that all creation has to thank

    ...

  • Booklet-Text der CD Carus 83.212

    Ulrich Leisinger

    Carl Philipp Emanuel Bachs Dankhymne der Freundschaft Wq deest ist im Januar 1785 entstanden; der genaue Anlass ist unbekannt, doch muss es sich um den Geburtstag eines adligen Gönners gehandelt haben, der den 72-jährigen zu einer seiner beschwingtesten und modernsten Kompositionen animierte.

    Das Geburtstagsstück besteht aus zwei Teilen, die jedoch in sich selbständig und abgeschlossen sind. Der erste Teil stellt eine Lobhymne auf Gott dar, der in seiner Allmacht weise und mildtätig das Universum geschaffen hat.

    Der weltliche zweite Teil ist sehr knapp gehalten; der Textdichter wendet sich dort ganz dem Auftraggeber zu und spielt anlässlich seines Geburtstages auf den Wert der Freundschaft an. Der Umfang des Werkes und die reiche Besetzung machen deutlich, dass es sich um einen bedeutenden Zeitgenossen gehandelt haben muss, so dass sich Bach entgegen seiner sonstigen Gewohnheit zur Komposition eines "Gelegenheitstücks" gewinnen ließ. Merkwürdigerweise wird der Name des Patrons im ganzen Stück nicht ein einziges Mal erwähnt; selbst eine systematische Durchsicht der hamburgischen Dokumente zu dieser Zeit hat keinen Hinweis auf die

    ...

mehr
Kaufen
Compact Disc Carus 83.212/00, EAN 4009350832121 CD, Jewel Case
lieferbar
19,90 € / St.
  • Das Barockorchester Stuttgart, 1985 von Bernius gegründet, ist ein auf die Musik des achtzehnten Jahrhunderts spezialisiertes Ensemble. Die Musiker gehören zu den führenden Vertretern der historischen Aufführungspraxis und musizieren ausschließlich auf Originalinstrumenten. Das Ensemble widmet sich in besonderem Maße der Wiederauführung von Opern des 18. Jahrhunderts. Es war zu Gast bei zahlreichen internationalen Festivals, u.a. in Rom, Salzburg, Dresden und Göttingen. zur Person
  • Die Arbeit von Frieder Bernius findet weltweit große Anerkennung. Als Dirigent wie als Lehrer ist er international gefragt. Seine künstlerischen Partner sind vor allem der Kammerchor Stuttgart, das Barockorchester Stuttgart, die Hofkapelle Stuttgart und die Klassische Philharmonie Stuttgart. Den Grundstein für seine außergewöhnliche Karriere legte 1968 die Gründung des Kammerchors Stuttgart, den er bald zu einem der führenden Ensembles seiner Art machte. Ob Vokalwerke von Monteverdi, Bach, Händel, Mozart, Beethoven, Fauré und Ligeti, Schauspielmusiken von Mendelssohn oder Sinfonien von Haydn, Burgmüller und Schubert – stets zielt die Arbeit von Frieder Bernius auf einen am Originalklangideal orientierten, zugleich unverwechselbar persönlichen Ton. Wiederentdeckungen von Opern des 18. Jahrhunderts widmet er sich ebenso wie Uraufführungen zeitgenössischer Kompositionen. Ein besonderes Interesse gilt der südwestdeutschen Musikgeschichte. Frieder Bernius’ Arbeit ist im Label Carus vielfach auf Schallplatte und CD dokumentiert. Viele Einspielungen wurden mit internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet. Im Rahmen des Deutschen Chorfests in Stuttgart wurde Frieder Bernius vom Carus-Verlag für seine Gesamteinspielung der geistlichen Vokalmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy mit einer Goldenen CD ausgezeichnet. zur Person
  • Joanne Lunn, Sopran, studierte am Royal College of Music in London und gewann dort die renommierte Tagore Goldmedaille. Als Solistin konzertiert sie regelmäßig mit allen renommierten Ensembles alter Musik. Ihr Operndebüt gab sie an der English National Opera in Monteverdis L’incoronazione di Poppea und sang in Venedig die Helena in Brittens A Midsummer Night’s Dream sowie in Paris und Peking in Monteverdis L’Orfeo. Im Rahmen von oratorischen Auführungen arbeitet Joanne Lunn mit Dirigenten wie Bernius, Minkowski, Norrington und Suzuki zusammen. zur Person
  • Die schwedische Mezzosopranistin Elisabeth Jansson, geboren 1976, studierte am Richard- Strauss-Konservatorium in München, an der Royal Academy of Music in London sowie an der Royal Opera Academy in Kopenhagen. Sie sang Hauptrollen in verschiedenen Opernproduktionen – von 2007 bis 2009 war sie Solistin im Ensemble der Royal Opera Kopenhagen. Darüber hinaus ist Elisabeth Jansson sehr gefragt als Konzertsängerin und trat bei Konzerten renommierter Festivals in ganz Europa auf. (BWV 249) zur Person
  • Gotthold Schwarz erhielt seine erste musikalische Ausbildung an der Kirchenmusikschule Dresden und an der Hochschule für Musik Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. Der Bassist studierte Gesang bei Gerda Schriever und Dirigieren bei Max Pommer und Hans-Joachim Rotzsch. Regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit renommierten Künstlern und Ensembles in ganz Europa, so Frieder Bernius, Peter Schreier und Philippe Herreweghe. Neben seinen umfangreichen Konzerttätigkeiten, u. a. in den USA, gab er Interpretationskurse zu Bachs Werken. Zahlreiche CD- und Rundfunkproduktionen dokumentieren sein umfassendes Repertoire, das neben der Konzert- und Opernliteratur den Liedgesang vom Barock bis zur Moderne beinhaltet. zur Person

Rezensionen

Ein musikalisches Doppelporträt des Thomaskantors Johann Sebastian Bachs und seines Sohnes Carl Philipp Emmanuel, der als Dire

J. S. Bach: Osteroratorium / C.P.E. Bach: Danket dem Herrn

Ein musikalisches Doppelporträt des Thomaskantors Johann Sebastian Bachs und seines Sohnes Carl Philipp Emmanuel, der als Director Musices in Hamburg 1767 seinem Paten Georg Philipp Telemann nachfolgte, unternimmt diese CD. Dem elfsätzigen Osteroratorium von Vater Bach liegt eine Huldigungsmusik an den Weißenfelser Herzog Christian aus dem Jahr 1725 zugrunde. Diese als „Parodie ” bezeichnete Wiederverwendung von weltlicher Musik, die für einen besonderen Anlass entstanden war, taucht in Bachs Werk immer wieder auf und dokumentiert das Bestreben des selbstbewussten Komponisten, eine gute und aufwendige Arbeit nicht nach einmaliger Verwendung für den festlichen Anlass gewissermaßen im Regal verstauben zu lassen, sondern als geistliche Musik einem Korpus einzufügen, das dank der jährlichen Wiederkehr der liturgischen Ereignisse eine mehrmalige Verwendung der Komposition ermöglichte. Nie wandte Bach übrigens dieses Verfahren in umgekehrter Weise an, das wäre dem frommen Mann als Profanierung der religiösen Sphäre erschienen. Sein Osteroratorium führte Bach mit geringfügigen Veränderungen mindestens viermal auf.
Carl Philipp Emmanuel Bachs Dankhymne an die Freundschaft ist im Januar 1785 entstanden, da war der Hamburger Bach bereits über 70 Jahre alt (ein Alter, das sein mit 65 Jahren verstorbener Vater nicht hatte erleben dürfen; außer dem älteren Bruder Wilhelm Friedemann, der mit 74 Jahren genauso alt wurde wie Carl Philipp, erreichte keiner der beiden jüngeren Brüder das 65. Lebensjahr). Die beschwingte Komposition ist offensichtlich als Ehrenmusik anlässlich des Geburtstags einer hochgestellten Persönlichkeit entstanden, der sich Carl Philipp angesichts der Qualität des Werkes durchaus verbunden gefühlt haben dürfte. Das Werk atmet aufklärerische Religiosität und wird belebt durch den Geist des empfindsamen Stils, dessen Protagonist dieser Bach war, der zu Lebzeiten berühmter war als sein allseits geachteter Leipziger Vater. An den Schluss des Werks fügte C. P. E. Bach sein berühmtes Heilig an, die großartige Bearbeitung des 150. Psalms, dessen Effekts er sich bei seinen Zeitgenossen immer sicher sein konnte. Noch heute verfehlt die Verquickung der Choralmelodie Lobt Gott, ihr Christen allzugleich mit einem Chorsatz auf die Worte des 150. Psalms ihre Wirkung nicht und weist den Sohn als einen würdigen Nachfolger seines Vaters aus, der ganz und gar in seiner eigenen Zeit steht. Ebenbürtiges hat nur Haydn in seinen späten Oratorien geleistet!
Frieder Bernius stellt mit dieser Einspielung aufs neue die Perfektion seiner Ensembles ebenso wie seine Stilsicherheit unter Beweis: Dieses Porträt zweier grandioser Komponisten, die jeweils ihrer Epoche ihren Stempel aufgedrückt haben und dabei noch zufällig Vater und Sohn waren (was der Sohn nie geleugnet hat!) wird so leicht nicht seinesgleichen finden!

Detmar Huchting
Quelle: Klassik-heute.de, (14.09.2005)

(jj) [...] Gemeinsam gelingt allen Musikerinnen und Musikern ein weiteres brillierendes Sternchen am weiten Himmel der Bach-Interpretationen. Es handelt sich um weniger bekannte Werke der Bachs, die jedoch der Beachtung unbedingt wert sind. Die Vertonung der frohen Osterbotschaft kann sich zwar weder im Umfang noch im Gewicht mit den Passionen Johann Sebastian Bachs messen, doch zeugt auch hier jeder einzelne Satz vom Genius des Komponisten. Carl Philipp Emanuel Bachs »Danket dem Herrn« ist der erste, geistliche Teil aus der lange Zeit in Vergessenheit geratenen »Dankhymne an die Freundschaft«, ein auftragsgebundenes Alterswerk. Das »Heilig« beschließt effektvoll die Aufnahme: eingeleitet durch eine Alt-Arie, erklingen die einzelnen Psalmverse antiphonisch im Wechsel mit einer Choralstrophe aus »Lobt Gott, ihr Christen alle gleich« in überraschend kühner Harmonisierung und Instrumentierung. Ein Stück, das es wirklich verdient, der Vergessenheit entrissen zu werden!

Quelle: Cantate, Nov/Dez 2005, S. 35

Musikalisch entschädigt

[...] Schon allein das doppelchörige „Heilig” des Bach-Sohnes rechtfertigt letztlich die gesamte CD. Mit Gleich- und Augenmaß führt Bernius seine Musiker zu einer ausgesprochen wohlgefälligen Interpretation, die trotz einer gewissen emotionalen Zurückhaltung auch die Affektwelten sehr adäquat vermittelt.

Reinmar Emans
Quelle: Fono Forum 02/06, S. 80

[...] Man kann die völlige Verschmelzung des deutschen Maestro mit dem ihm bestens vertrauten Repertoire wieder einmal loben, die es ermöglicht, uns all seine Feinheiten mit Eloquenz und Natürlichkeit zu enthüllen.

Quelle: International Choral Bulletin XXV, Nr. 1 2006

[...] Mit Frieder Bernius an der Spitze, gelingt den Stuttgarter Ausführenden eine überzeugende und packende Interpretation!

Quelle: Singende Kirche, 53. Jg. 2006 Heft 1, S. 66

[...] Abgesehen von der auch hier zu findenden makellosen Chorqualität des von Frieder Bernius nun schon über Jahrzehnte hinweg auf höchstem Standard gehaltenen Chores sind gerade die hier versammelten Werke von Carl Philipp Emanuel Bach gute Beispiele für die Modernität, die Fortschrittlichkeit gerade dieses Bach-Sohnes. Wie er zum Beispiel im Schlusschor des „Heilig” dem guten alten Choral trotz seiner vielen Strophen durch Besetzungswechsel und immer wieder neue harmonische Finessen Aufmerksamkeit sichert ist ebenso verblüffend wie die ausgeklügelte Instrumentierungskunst bis hin zu plötzlichem gezupften Spiel der Streicher, wildem Cembalo-Solo und weiteren Überraschungen, die fast so wirken, als habe ein mutiger Arrangeur von heute sich die alten Noten noch einmal vorgenommen...

Ralf Otto
Deutschlandfunk, 1.5.2006

Bewertungen auf unserer Website können nur von Kund*innen mit registriertem Nutzerkonto abgegeben werden. Eine Überprüfung, ob die bewerteten Produkte tatsächlich erworben wurden, findet nicht statt.

Es liegen keine Bewertungen zu diesem Artikel vor.

Häufige Fragen zum Werk

Stift-Symbol An dieser Stelle gibt es noch gar keine Fragen und Antworten zum Werk oder Ihre spezifische Frage zum Werk wurde noch nicht beantwortet? Klicken Sie hier und reichen Sie Ihre werkspezifische Frage bei unserem Kundenservice ein!