Dormi, Deus incarnate
Motetto pro Nativitate II ZWV 172
Zum großen kirchenmusikalischen Werk, das Jan Dismas Zelenka hauptsächlich für den kursächsischen Dresdner Hof komponierte, gehören auch eine Reihe kleinerer geistlicher Kompositionen allgemeiner oder besonderer liturgischer Bestimmung. Darunter befinden unter der Bezeichnung "Motetti pro Nativitate" die zwei kleinen Weihnachtskantaten für Solostimme (Alto bzw. Tenore), Flöten und Streicher Dormi nate, dormi Deus ZWV 171 und Dormi, Deus incarnate ZW 172. Beide Werke bestehen nur aus einem Rezitativ und einer Arie, die Flöten verleihen eine pastorale Stimmung.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Jan Dismas Zelenka
| 1679-1745Der Böhme Jan Dismas Zelenka schuf als Kontrabassist und Kirchenkomponist am kursächsischen Hof Augusts des Starken und seines Sohnes Friedrich August II. in den Jahren nach 1721 gemeinsam mit dem Kapellmeister Johann David Heinichen ein umfangreiches Repertoire an katholischer Kirchenmusik. Zusammen mit den seit 1731 in dichter Folge entstandenen Dresdner Opern von Johann Adolf Hasse begründete dies den Ruf der sächsischen Residenz als eines der wichtigsten Musikzentren des Spätbarock. zur Person
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Herausgeber*in
Thomas Kohlhase
| 1941
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Generalbassaussetzer*in
Thomas Kohlhase
| 1941
Rezensionen
Hodie Christus natus est II
Dankbare Aufgaben bieten die beiden Solomotetten des in Böhmen geborenen Zelenka, der in Dresden als Kirchenmusiker und Kapellmeister wirkte und als bedeutender tschechischer Barockkomponist gilt von dem neben vielen anderen Kirchenmusikwerken an die 20 Messen erhalten sind. Die vorliegenden Motetten für das Weihnachtsfest werden hier erstmals ediert und bestehen jeweils aus Rezitativ und Arie. In beiden Fällen handelt es sich um im Parodieverfahren bearbeitete frühere Nummern aus einem Schuldrama zu Ehren des hl. Wenzel.Quelle: Singende Kirche 2005, Heft 2, S.131