Vermutlich schon in der zweiten Hälfte der 1750er Jahre entstand Johann Adolf Hasses Requiem in B, das hier erstmals in gedruckter Fassung vorliegt. Über die Bestimmung des klangschönen Werkes ist nichts bekannt, auch nicht, ob es zu Lebzeiten des Komponisten jemals zur Aufführung kam. Vielleicht verhinderte der Siebenjährige Krieg, in den auch Hasses Dienstherr Kurfürst August III. von Sachsen verwickelt war, eine Aufführung. Dass Hasse seine Komposition durchaus schätzte, zeigen mehrere Übernahmen in das Requiem in C und das spätere Requiem in Es.
Audiobeispiele:
Liveaufnahme: Dresden, Kreuzkirche, 20.11.2022
Carine Tinney, Sopran
Anna-Maria Tietze, Mezzosopran
Marie Bieber, Alt
Vocal Concert Dresden
Dresdner Instrumental-Concert
Leitung: Peter Kopp
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Johann Adolf Hasse
| 1699-1783
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Herausgeber*in
Wolfgang Hochstein
| 1950
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Klavierauszugbearbeiter*in
Harry Schröder
| 1956-2022
Rezensionen
Das umfangreiche Vorwort bietet nicht nur zahlreiche Informationen zur Peripherie und Entstehung der Komposition, sondern auch wertvolle Hinweise zur (historisch informierten) Ausführung insbesondere der Orchesterstimmen.
Kirchenmusik im Bistum Limburg, 02/2023
Hasses Werk schließt nicht alle Teile eines Requiems ein – vielleicht, weil die Totenmesse damals nicht zur Aufführung kam? Einen unvollendeten Eindruck macht das immerhin etwas vierzigminütige Werk aber nicht. Viele Teile sind positive Anrufungen, entsprechend darf sich das Requiem in Schönheit gewanden. Auf den verhalten-dunklen Beginn („Requiem aeternam“ / „Ewige Ruhe“) folgt die Aufhellung („et lux“ / „es leuchte“) sogleich auch musikalisch.
Wolfgang Quellmalz, Dresdner Neueste Nachrichten, 22.11.2022