Venite ocius, transeamus usque in Bethlehem
Weihnachtskantate
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Komponist*in
Johann Heinrich Schmelzer
| 1620-1680
Rezensionen
Schmelzer, Johann Heinrich: Venite ocius (Hirtenkantate)
Schmelzer, Johann Heinrich: Venite ocius (Hirtenkantate)
Als Erstausgabe legt Wolfram Steude die Hirtenkantate „Venite ocius, transeamus usque ad Bethlehem” von Johann Heinrich Schmelzer vor, der viele Jahre in Wien Kaiserlicher Hofkapellmeister war. Schmelzer gehört im süddeutsch-österreichischen Raum zu den prominentesten Barockkomponisten. Seine zahlreichen Vokal- und Instrumentalwerke (vor allem Ballette und Violinmusik) werden heute in der „Alte-Musik-Szene” wieder zunehmend entdeckt. Schmelzers leicht aufführbare lateinische Hirtenmusik präsentiert sich in teils schlichter, von alpinen Musizieridiomen geprägter Melodik, teils im Stil der festlichen venezianischen Barockoper. Fünf- bis siebenstimmige Partien wechseln mit lediglich generalbassbegleiteter kleiner Besetzung ab.
Quelle: Musikhandel 7/03
Johann Heinrich Schmelzer: Venite ocius, transeamus usque in Bethlehem
Eine Hirtenkantate, die durch ihre textliche und musikalische Originalität und zugleich durch ihre Verwurzelung im süddeutsch-österreichischen Hochbarock der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts von besonderem Reiz ist. Schmelzers leicht aufführbare lateinische Hirtenmusik präsentiert sich in teils schlichter, von alpinen Idiomen geprägter Melodik, teils im Stil der festlichen venezianischen Barockoper. Fünf- bis siebenstimmige Partien wechseln mit generalbassbegleiteter Ein- oder Zweistimmigkeit ab.
Bernhard Schmid
Quelle: Kirchenmusikalische Mitteilungen 10/2004
[mwh] Wie kommt im 17.Jahrhundert eine in Österreich entstandene weihnachtliche Hirtenkantate nach Sachsen in eine Schulbibliothek? Weiß der Geier, aber schön ist es, dass sie jemand wieder entdeckt und veröffentlicht hat. Die etwa elf Minuten dauernde Kantate ist für zwei Tenöre, Streicher (wohl am besten solistisch zu besetzen), Fagott und Generalbass gesetzt und in mehrere Abschnitte gegliedert. Schmelzer wechselt sehr schön zwischen rein instrumentalen Partien, nur vom Generalbass begleiteten mal solistisch, mal im Duett gesungenen Teilen und Tuttiblöcken ab, so dass immer Kurzweil herrscht. In der Kantate taucht ab und zu ein Motiv auf, welches den Herausgeber an „oberbayrisch-österreichische ‚Stubenmusi‚ erinnert”. Hm - mich eigentlich nicht, oba schee is trotzdem. Inhaltlich geht es um Aufbruch der Hirten zum Stall, Anbetung und Darbringung eines Geschenks in Form eines Schaffells - man könnte es auch szenisch aufführen
Quelle: Württembergische Blätter für Kirchenmusik 5/2005, S.26