Die Motetten von Johann Ludwig Bach nehmen innerhalb ihrer Gattung eine herausragende Stellung ein. Fest in der thüringischen Motettentradition verwurzelt, erreichen sie dennoch sonst kaum zu beobachtende Dimensionen. Das gilt auch im Blick auf die Mehrchörigkeit, die hier von der Ausnahme zur Norm erhoben wird – galt es doch, dem Repräsentationsbedürfnis eines Hofes Rechnung zu tragen. Wechselnde Besetzungen und dialogische Abschnitte tragen zum Abwechslungsreichtum der ausdrucksstarken Kompositionen bei. Ohne Zweifel bilden die Motetten des von Johann Sebastian Bach hochgeschätzten „Meininger Bach“ eine wertvolle Bereicherung des Repertoires aller Chöre.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Johann Ludwig Bach
| 1677-1731Der Meininger Hofkapellmeister Johann Ludwig Bach (1677–1731) gehört einer Nebenlinie der Familie an, die sich bereits im 16. Jahrhundert von der Wechmarer Stammlinie abspaltete. Sein erhaltenes Œuvre ist nicht sehr groß. Neben einer Sammlung von 18 im Besitz seines Leipziger Vetters J.S. Bach überlieferten Kantaten existieren einige weitere verstreute Kantaten und Kantatenfragmente, eine Messe, eine großdimensionierte Trauermusik, eine Orchesterouverture (als einziges Instrumentalwerk) sowie eine Reihe von Motetten zu sechs bis zehn Stimmen. In allen seinen Werken offenbaren sich das solide handwerkliche Können und die feine Erfindungsgabe des Komponisten. zur Person
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Herausgeber*in
Uwe Wolf
| 1961Dr. Uwe Wolf ist als Musikwissenschaftler vor allem im 17. und 18. Jahrhundert zuhause. Seine Arbeitsschwerpunkte reichen von der Zeit Monteverdis und Schütz über Bach und die Generation der Bach-Söhne und -Schüler bis hin zur Wiener Klassik. Seit Oktober 2011 leitet er das Lektorat des Carus-Verlags. Zuvor war er über 20 Jahre in der Bach-Forschung tätig. zur Person