Partita in Es
Spätfassung Krebs-WV 827a
Die Partita in Es gehört zusammen mit der Partita in B ohne Zweifel zu den bedeutendsten Kompositionen des Bachschülers Johann Ludwig Krebs. Beide Werke entstammen einem sechsteiligen Zyklus, von dem nur noch eine weitere Partita in a erhalten ist. Obwohl sich Krebs auch bei diesen Werken sehr eng am Vorbild seines Lehrmeisters Bach orientiert, weisen sie dennoch starke eigenschöpferische
Momente auf, die ganz dem empfindsamen Stil verpflichtet sind. Die Partita in Es ist in zwei voneinander abweichenden Fassungen überliefert, als Autograph mit acht Sätzen und in einer Abschrift mit zehn Sätzen. Vermutlich handelt es sich bei der zehnsätzigen Fassung um eine spätere Überarbeitung durch den Komponisten. Die vorliegende, erste quellenkritische Ausgabe veröffentlicht erstmals die Spätfassung des Werkes.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Johann Ludwig Krebs
| 1713-1780Johann Ludwig Krebs wurde in der Ortschaft Buttelstedt in der Nähe von Weimar vermutlich am 10. Oktober 1713 geboren und am 12. Oktober getauft. Der Vater, Johann Tobias Krebs, ebenfalls ein Schüler J. S. Bachs, vermittelte ihm die ersten grundlegenden Kenntnisse in der Musik, speziell im Orgelspiel. Im Juli 1726 wurde J. L. Krebs Mitglied der Thomasschule in Leipzig und Privatschüler Bachs. Während seiner neun Jahre dauernden Lehrzeit wirkte er u.a. als Cembalist im Bachschen Collegium Musicum mit. Diese Aufgabe versah er auch weiterhin, als er von 1735 bis 1737 an der Universität Leipzig studierte, wo er juristische Vorlesungen hörte. Im Jahre 1737 übernahm Krebs die Organistenstelle an der St. Marienkirche in Zwickau. Er ging 1744 als Schlossorganist nach Zeitz. Nach dem Tode Bachs (1750) und dessen Nachfolgers Harrer (1755) bemühte sich Krebs erfolglos um das Thomaskantorat in Leipzig. Aufgrund der erfolgreichen Prüfung durch Georg Benda, dem Hofkapellmeister des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg, berief man Krebs 1756 als Hoforganisten an die Schlosskirche in Altenburg, wo er bis zu seinem Tode am Neujahrstag des Jahres 1780 blieb. zur Person
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Herausgeber*in
Felix Friedrich