Johann Ludwig Krebs: Suite in C - Noten | Carus-Verlag

Johann Ludwig Krebs Suite in C

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Johann Ludwig Krebs komponierte nach dem Vorbild seines Lehrers Johann Sebastian Bach ebenfalls eine vierteilige Clavier-Übung. Als 2. Teil erschien zwischen 1744 und 1756 die zwölfteilige Suite in C. Während sich Krebs in der Orgelmusik stilistisch noch an seinem Lehrer orientiert, ist seine Klaviermusik vom musikalischen Epochenwandel um 1750 geprägt.
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Partitur Carus 18.511/00, ISMN 979-0-007-01747-7 28 Seiten, DIN A4, kartoniert
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  • Johann Ludwig Krebs wurde in der Ortschaft Buttelstedt in der Nähe von Weimar vermutlich am 10. Oktober 1713 geboren und am 12. Oktober getauft. Der Vater, Johann Tobias Krebs, ebenfalls ein Schüler J. S. Bachs, vermittelte ihm die ersten grundlegenden Kenntnisse in der Musik, speziell im Orgelspiel. Im Juli 1726 wurde J. L. Krebs Mitglied der Thomasschule in Leipzig und Privatschüler Bachs. Während seiner neun Jahre dauernden Lehrzeit wirkte er u.a. als Cembalist im Bachschen Collegium Musicum mit. Diese Aufgabe versah er auch weiterhin, als er von 1735 bis 1737 an der Universität Leipzig studierte, wo er juristische Vorlesungen hörte. Im Jahre 1737 übernahm Krebs die Organistenstelle an der St. Marienkirche in Zwickau. Er ging 1744 als Schlossorganist nach Zeitz. Nach dem Tode Bachs (1750) und dessen Nachfolgers Harrer (1755) bemühte sich Krebs erfolglos um das Thomaskantorat in Leipzig. Aufgrund der erfolgreichen Prüfung durch Georg Benda, dem Hofkapellmeister des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg, berief man Krebs 1756 als Hoforganisten an die Schlosskirche in Altenburg, wo er bis zu seinem Tode am Neujahrstag des Jahres 1780 blieb. zur Person

Rezensionen

Musik im Bistum Essen II/03 - I/04

Johann Ludwig Krebs: Suite in C

„Unser Krebs war bekanntlich einer der besten Schüler von Johann Sebastian Bach, deswegen man bei uns sich mit dem Wortspiel trug: In diesem großen Bach sey nur ein einziger Krebs gefangen worden”‚ charakterisiert Carl Friedrich Cramer 1784 den Komponisten J. L. Krebs, von dem der Carus-Verlag nun zwei weitere Bände der „Clavier-Übung” vorlegt. Beide Bände enthalten Suiten in der Tradition der Klaviersuiten der Barockzeit. Die nach dem Erstdruck herausgegebenen Werke sind gute Klaviermusik der Zeit zwischen Barock und Wiener Klassik, die sich ausgezeichnet für Cembalo/Hammerklavier-Konzerte eignen. Die sehr klavieristische Satzweise lässt es fraglich erscheinen, die Stücke auf der Orgel wiederzugeben. Die höchstens mittelschweren Suiten sind außerdem im Klavierunterricht bestens zu verwenden. Vergleichbar den Französischen Suiten Bachs bieten sie hervorragende Möglichkeiten zu Studien von barocken Tanzformen und Suitentechnik. Neben einem ausführlichen kritischen Bericht enthalten die Ausgaben Hinweise zur Verzierungstechnik und ein informatives Vorwort zu Leben und Werk des Komponisten. Der Druck in der üblichen Carus-Qualität lässt keine Wünsche offen. Sehr zu empfehlende Ausgaben.

Sven Dierke

Quelle: Musik im Bistum Essen II/03 – I/04, S. 75

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