Wie schön leuchtet der Morgenstern
Choralbearbeitung Krebs-WV 715
Im Schaffen des Bachschülers Johann Ludwig Krebs nehmen die Choralbearbeitungen und freien Werke für Orgel und ein zweites Instrument einen gewichtigen Platz ein. Sie gewähren einen Einblick in die sogenannte Figuralmusik des 17. und 18. Jahrhunderts, die ihre Wurzeln in der protestantischen Kirchenmusik hat und die einen wichtigen Aspekt des gottesdienstlichen Musizierens ausmacht. Bisher existierte die vorliegende Choralbearbeitung über "Wie schön leuchtet der Morgenstern" nur als Fragment. Dem Herausgeber der vorliegenden Ausgabe gelang es, den bisher als verschollen geltenden Teil ausfindig zu machen und das Fragment zu komplettieren. Damit liegt die ganz im Bach’schen Geist komponierte Choralbearbeitung erstmalig vollständig vor.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Johann Ludwig Krebs
| 1713-1780Johann Ludwig Krebs wurde in der Ortschaft Buttelstedt in der Nähe von Weimar vermutlich am 10. Oktober 1713 geboren und am 12. Oktober getauft. Der Vater, Johann Tobias Krebs, ebenfalls ein Schüler J. S. Bachs, vermittelte ihm die ersten grundlegenden Kenntnisse in der Musik, speziell im Orgelspiel. Im Juli 1726 wurde J. L. Krebs Mitglied der Thomasschule in Leipzig und Privatschüler Bachs. Während seiner neun Jahre dauernden Lehrzeit wirkte er u.a. als Cembalist im Bachschen Collegium Musicum mit. Diese Aufgabe versah er auch weiterhin, als er von 1735 bis 1737 an der Universität Leipzig studierte, wo er juristische Vorlesungen hörte. Im Jahre 1737 übernahm Krebs die Organistenstelle an der St. Marienkirche in Zwickau. Er ging 1744 als Schlossorganist nach Zeitz. Nach dem Tode Bachs (1750) und dessen Nachfolgers Harrer (1755) bemühte sich Krebs erfolglos um das Thomaskantorat in Leipzig. Aufgrund der erfolgreichen Prüfung durch Georg Benda, dem Hofkapellmeister des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg, berief man Krebs 1756 als Hoforganisten an die Schlosskirche in Altenburg, wo er bis zu seinem Tode am Neujahrstag des Jahres 1780 blieb. zur Person
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Herausgeber*in
Felix Friedrich