Missa in honorem Sancti Dominici
Messa delle Benedicenza MH 419, 1786
Die Messen Johann Michael Haydns sind Meisterwerke ihrer Gattung und waren zu seinen Lebzeiten äußerst beliebt, wie die Vielzahl an Abschriften zeigt. Dies gilt auch für die Missa Sancti Dominici, die auf Grund der Besetzung mit Trompeten und Pauken zu der Gattung der Missa solemnis zählt. Die pracht- und klangvolle Gestaltung zeigt sich aber auch in der dichten musikalischen Anlage, die durch die zum Teil rasche Abfolge von Chor- und Solistellen geprägt ist. Hierdurch entsteht ein spannungsreiches Werk, das für geübte Chöre eine reizvolle Aufgabe nicht nur für festliche Gottesdienste bietet.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Johann Michael Haydn
| 1737-1806Johann Michael Haydn wirkte ab 1763 am renommierten geistlichen Fürstenhof in Salzburg. Stilistisch schlug er in seinem 43-jährigen dortigen Wirken die Brücke von der Frühklassik zum musikalischen Biedermeier. Entsprechend seinen dienstlichen Verpflichtungen hat Haydn praktisch zu allen in der katholischen Liturgie gepflegten Gattungen beigetragen: Das Wissen um die liturgische Funktion und die musikalische Ausdeutung der religiösen Texte zeichnet Haydns Kirchenmusik aus. Johann Michael Haydn wurde von den Zeitgenossen zunächst als gleichberechtigt neben Joseph Haydn gesehen. Erst der steile Aufstieg des älteren Bruders zum bedeutendsten Instrumentalkomponisten der Zeit rückte Johann Michael Haydn in den Schatten, aus dem ihn die musikalische Entdeckerfreude der letzten Jahre zunehmend herausholt. zur Person
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Herausgeber*in
Josef Friedrich Doppelbauer
| 1918-1989