Missa Quadragesimalis
MH 552, 1794
Verwendung auch in der Adventszeit möglich (Messe ohne Gloria)
Bei der am 6. März 1794 fertiggestellten Messe handelt es sich nicht um eine Neukomposition, sondern um eine wiederverwendete Version der Missa Dolorum Beatissimae Virginis Mariae, die Haydn 1762 in Großwardein komponiert hatte. In der Sparsamkeit der Mittel und dem ausgesprochen homophonen Stil entspricht sie den Werken, die unter dem Einfluss der liturgischen Reform in Salzburg in den 1790er Jahren entstanden.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Johann Michael Haydn
| 1737-1806Johann Michael Haydn wirkte ab 1763 am renommierten geistlichen Fürstenhof in Salzburg. Stilistisch schlug er in seinem 43-jährigen dortigen Wirken die Brücke von der Frühklassik zum musikalischen Biedermeier. Entsprechend seinen dienstlichen Verpflichtungen hat Haydn praktisch zu allen in der katholischen Liturgie gepflegten Gattungen beigetragen: Das Wissen um die liturgische Funktion und die musikalische Ausdeutung der religiösen Texte zeichnet Haydns Kirchenmusik aus. Johann Michael Haydn wurde von den Zeitgenossen zunächst als gleichberechtigt neben Joseph Haydn gesehen. Erst der steile Aufstieg des älteren Bruders zum bedeutendsten Instrumentalkomponisten der Zeit rückte Johann Michael Haydn in den Schatten, aus dem ihn die musikalische Entdeckerfreude der letzten Jahre zunehmend herausholt. zur Person
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Herausgeber*in
Charles H. Sherman