Cantate Domino (Singet dem Herrn)
Der weitgereiste und zu Lebzeiten sehr bekannte Komponist Johann Philipp Krieger (1649-1725) schuf über 2500 Kantaten, doch nur wenige sind heute erhalten. Dazu zählt glücklicherweise die Solokantate Cantate Domino für Sopran, 2 Violinen und Basso Continuo.
Die Erstausgabe basiert auf Kriegers Originalhandschrift und bietet eine praktische Continuo-Aussetzung für die Aufführung. Die separate Bassstimme ist unbeziffert. Die ariose Kantate des ehemaligen Kapellmeisters von Weißenfels besticht durch Koloraturen, die im Dialog zwischen Violinen und Sopran eine abwechslungsreiche Interpretation des Psalm 96 bieten.
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Komponist*in
Johann Philipp Krieger
| 1649-1725Johann Philipp Krieger war ein bedeutender deutscher Komponist des Hochbarocks.
Er zeigte früh musikalisches Talent und nahm ab dem achten Lebensjahr Klavierunterricht. Mit 14 Jahren ging er nach Kopenhagen, um Orgel und Tonsatz zu studieren. Zwei Jahre seiner Ausbildung brachte er außerdem in Italien zu.
1677 nahm er die Stelle des Cammer-Musicus und Cammer-Organisten am Hof in Halle an und wurde ein Jahr später Vizekapellmeister. 1680 zog er mit dem Hof von Halle nach Weißenburg, wo er 45 Jahre lang als Kapellmeister arbeitete.
In dieser Zeit zeichnete Krieger sein geistliches Repertoire sowie Werke anderer deutscher und italienischer Komponisten in der Sammlung 47 Jahrgänge Weißenburger Kirchenmusiken auf. Den größten Anteil seines Schaffens nehmen Kriegers ungefähr 2500 Kantaten ein, von denen allerdings etwa 2200 heute verschollen sind.
Krieger gilt als einer der führenden deutschen Komponisten seiner Zeit. Seine Einführung italienischer und französischer Formen und Satztechniken in die deutsche Musik beeinflusste unmittelbar folgende Komponisten wie J.S. Bach und G.F. Händel maßgeblich.
zur Person
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Herausgeber*in
Dietrich Krüger