Johann Sebastian Bach: Kleine Choralpartiten für die Orgel (arr. Schlenker) - Noten | Carus-Verlag

Johann Sebastian Bach Kleine Choralpartiten für die Orgel (arr. Schlenker)

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Sammlung Carus 18.111/00, ISMN 979-0-007-08868-2 104 Seiten, DIN A4, kartoniert
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49,00 € / St.

Inhaltsverzeichnis

  • Johann Sebastian Bach zählt zu den bedeutendsten Komponisten der abendländischen Musikgeschichte. Er entstammte einer weit verzweigten Musikerdynastie, die im thüringisch-sächsischem Gebiet zahlreiche Stadtmusiker und Organisten hervorbrachte.

    Bach vocal

    Seit Gründung des Carus-Verlags ist die Edition der Musik von Johann Sebastian Bach für uns ein besonderer Schwerpunkt. Im Reformationsgedenkjahr haben wir das Projekt Bach vocal abgeschlossen. Bachs geistliche Vokalmusik liegt nun vollständig in modernen Urtextausgaben samt Aufführungsmaterial vor. Eine Gesamtedition aller Partituren in einem hochwertigen Schuber ist ebenfalls erhältlich. zur Person

Rezensionen

Bach, Johann Sebastian: Kleine Choralpartiten für die Orgel

Bach, Johann Sebastian: Kleine Choralpartiten für die Orgel

Der Titel „Kleine Choralpartiten” könnte irreführen, denn es handelt sich nicht um die bekannten vier „Choral-Partiten” Bachs. Hier sind einzelne Choralbearbeitungen, Choralsätze und anderes aus Bachs Werk als Partiten zu Liedern des EG und GL unter den Rubriken Kirchenjahr, Gottesdienst und Glaube-Liebe-Hoffnung geschickt zusammengestellt. Dazu wurden die Stücke in die passenden Tonarten transponiert, obgleich dadurch der spezifische Tonartencharakter verloren gegangen ist. Unter dem Gesichtspunkt der musikalischen Praxis ist das allerdings zu rechtfertigen. Fraglich erscheint, ob die Stücke aus dem Orgelbüchlein in die heute üblichen Tonarten ohne weiteres transponierbar sind, weil hier die Tonartencharakteristik und der Affekt eine wichtige Rolle spielen. „Herr Christ, der einig Gott’s Sohn” klingt in A-Dur anders als in F-Dur oder G-Dur. Ähnliche Unternehmungen finden sich bereits in anderen Choralvorspielsammlungen. Andererseits ist dem Herausgeber zu danken, dass er Bearbeitungen in diese Sammlung aufnahm, deren Herkunft nicht gesichert ist, die aber aus Bachs Umfeld stammen, beispielsweise Choralsätze aus der Sammlung C. Ph. Emanuel Bachs, einzelne Abschriften und sogar in einem Fall eine Fragmentergänzung des Herausgebers. Die im Vorwort erwähnten Quellenvermerke fehlen gänzlich. Die Idee, Bachs Choralbearbeitungen und Choräle zu Partiten zu bündeln, ist lobenswert. Die unübersehbare Fülle des Bachschen Werks würde einen weiteren Band mit ähnlicher Konzeption erlauben. Für den Praktiker ist der Band sowohl im Gottesdienst und Konzert vielseitig brauchbar, auch wenn sich das eine oder andere Stück bereits transponiert in anderen Sammlungen findet.

Andreas Rockstroh
Quelle: Ars Organi Heft 2, 2003                                                               

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