Johann Sebastian Bach: Motetten - CDs, Choir Coaches, Medien | Carus-Verlag
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Der Kammerchor Stuttgart unter Leitung von Frieder Bernius ist einer der besten Chöre weltweit. Besonders die vielen preisgekrönten A-cappella-Aufnahmen haben oft Referenzcharakter. Nun legt Frieder Bernius die lang erwartete Neueinspielung aller Motetten Johann Sebastian Bachs vor. Neben den sechs Motetten BWV 225 bis BWV 230 ist auch „Ich lasse dich nicht“ (BWV Anh. 159) enthalten. Die Aufnahme erscheint in exzellenter SACD-Aufnahmetechnik.
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Anhören (22)
  • Singet dem Herrn
  • Gott, nimm dich ferner unser an / Wie sich ein Vater erbarmet
  • Lobet den Herrn in seinen Taten / Alles, was Odem hat
  • Der Geist hilft unser Schwachheit auf
  • Der aber die Herzen forschet
  • Du heilige Brunst
  • Jesu, meine Freude
  • Es ist nun nichts Verdammliches
  • Unter deinem Schirmen
  • Denn das Gesetz
  • Trotz dem alten Drachen
  • Ihr aber seid nicht fleischlich
  • Weg mit allen Schätzen
  • So aber Christus in euch ist
  • Gute Nacht, o Wesen
  • So nun der Geist
  • Weicht, ihr Trauergeister
  • Fürchte dich nicht
  • Komm, Jesu, Komm
  • Drum schließ ich mich in deine Hände
  • Lobet den Herrn, alle Heiden
  • Ich lasse dich nicht/Ich danke dir, Christe, Gottes Sohn
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Üben
      • Lobet den Herrn, alle Heiden (Choir Coach)
      • Lobet den Herrn, alle Heiden (Choir Coach, Slow mode)
      • Lobet den Herrn, alle Heiden (Choir Coach)
      • Lobet den Herrn, alle Heiden (Choir Coach, Slow mode)
      • Lobet den Herrn, alle Heiden (Choir Coach)
      • Lobet den Herrn, alle Heiden (Choir Coach, Slow mode)
      • Lobet den Herrn, alle Heiden (Choir Coach)
      • Lobet den Herrn, alle Heiden (Choir Coach, Slow mode)
Zusatz-Material
  • 1. Sing now to God Sing now to God new songs of praise,
    the assembly of righteous shall greatly exalt him.
    Israel shall rejoice then, then in him that made him.
    The sons of Zion shall celebrate his glorious majesty;
    they shall give glory to his name with their dancing:
    with trumpets and the harp they all shall sing before him.
    Psalms 149:1–3

    2. Aria O Lord, be merciful to us,
    without thy help there is no grace
    in all of our endeavor.
    Now therefore be our shield and light,
    and do not bring our hopes to naught,
    but be our help forever.
    O blessed and happy shall he be
    who puts his hope and trust in thee.
    Text of unknown origin

    Choral As any father pities

    ...

  • 1. Singet dem Herrn Singet dem Herrn ein neues Lied,
    die Gemeine der Heiligen sollen ihn loben.
    Israel freue sich des, der ihn gemacht hat.
    Die Kinder Zion sei’n fröhlich über ihrem Könige,
    sie sollen loben seinen Namen im Reihen;
    mit Pauken und mit Harfen sollen sie ihm spielen.
    Psalm 149,1–3

    2. Aria Gott, nimm dich ferner unser an,
    denn ohne dich ist nichts getan
    mit allen unsern Sachen.
    Drum sei du unser Schirm und Licht,
    und trügt uns unsre Hoffnung nicht,
    so wirst du’s ferner machen.
    Wohl dem, der sich nur steif und fest
    auf dich und deine Huld verlässt.
    Text unbekannter Herkunft

    Choral

    ...

  • Text from the CD Carus 83.298

    Uwe Wolf
    Translation (abridged): Elizabeth Robinson

    The first printed edition of Johann Sebastian Bach’s motets appeared in Leipzig in 1802/03, over fifty years after the composer’s death. This was not only the first edition of the famous motets, but was also the first printed edition of Bach’s vocal works at all since 1708. It differs in some respects from our present-day editions, primarily in the inclusion in the place of the motet Lobet den Herrn of Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn, attributed a little later to Johann Christoph Bach. In reprints of the first printed edition, accordingly, this was replaced by Lobet den Herrn, establishing the group of six motets which ultimately found their place in the Bach-Werke-Verzeichnis (Bach Works Catalog) as BWV 225–230, where they long held an undisputed position.

    But doubts remain about Lobet den Herrn. There is so much which is curious about this motet, which breaks every rule, so that in the form in which it is known to us, it may well not be by Bach. On the other hand, we nevertheless believe that we find so much of Bach in it that hardly any other composer can be contemplated. We

    ...

  • Booklet-Text der CD Carus 83.298

    Uwe Wolf

    Gut 50 Jahre nach dem Tod des Komponisten erschien in Leipzig 1802/03 eine erste gedruckte Ausgabe der Motetten Johann Sebastian Bachs. Dies war nicht nur die erste Ausgabe der berühmten Motetten, es war zugleich die erste Druckausgabe Bachscher Vokalwerke überhaupt seit 1708. Herausgegeben wurden die Motetten von dem vielseitigen Leipziger Musiker Johann Gottlieb Schicht, damals Gewandhauskapellmeister, Musikdirektor der Leipziger Neukirche und der Leipziger Singakademie; 1810 wurde Schicht schließlich selbst als vierter Nachfolger Bachs Thomaskantor in Leipzig.

    Schichts Ausgabe unterscheidet sich in manchem von unseren heutigen Ausgaben – vor allem an den Texten hatte Schicht Modernisierungen vorgenommen –, aber bereits mit dieser ersten Ausgabe wird die Sechszahl der Motetten Bachs etabliert, die bis heute viele Ausgaben und Einspielungen bestimmt. Die Erstausgabe enthielt allerdings nur fünf der „traditionellen“ Motetten Bachs: Anstelle der Motette Lobet den Herrn BWV 230 war nämlich Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn BWV Anh. 159 enthalten. Erst deutlich später erschien 1821 die Erstausgabe von Lobet den Herrn,

    ...

  • 1. The Spirit makes our weakness strong

    The Spirit makes our weakness strong,
    for we do not know what we ought to pray for,
    or how to ask it;
    but then the Spirit himself comes to help us,
    with inexpressible sighing.
    Romans 8:26

    2. Allabreve

    And he to whom all hearts are open,
    he knows what is in the Spirit;
    for so he helps all righteous men,
    as God himself has willed it.
    Romans 8:27

    3. Choral

    O holiest fire, sweetest help,
    now grant that we, in joy and hope,
    be always constant in thy service;
    in sorrow guide and preserve us.
    O Lord, confirm us by thy power;
    make strong and perfect our desire,
    that we by noble endeavor
    may pass through death to life forever.
    Alleluia.
    Martin Luther 1524
    „Komm, Heiliger Geist, Herre Gott“ (verse 3)

    Translation: Jean Lunn

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  • 1. Der Geist hilft unser Schwachheit auf Der Geist hilft unser Schwachheit auf,
    denn wir wissen nicht, was wir beten sollen,
    wie sich’s gebühret;
    sondern der Geist selbst vertritt aufs Beste
    mit unaussprechlichem Seufzen.
    Römer 8,26

    2. Allabreve Der aber die Herzen forschet,
    der weiß, was des Geistes Sinn sei;
    denn er vertritt die Heiligen
    nach dem, das Gott gefället.
    Römer 8,27

    3. Choral Du heilige Brunst, süßer Trost,
    nun hilf uns, fröhlich und getrost
    in deinem Dienst beständig bleiben,
    die Trübsal uns nicht abtreiben.
    O Herr, durch dein Kraft uns bereit
    und stärk des Fleisches Blödigkeit,

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  • Text from the CD Carus 83.298

    Uwe Wolf
    Translation (abridged): Elizabeth Robinson

    The first printed edition of Johann Sebastian Bach’s motets appeared in Leipzig in 1802/03, over fifty years after the composer’s death. This was not only the first edition of the famous motets, but was also the first printed edition of Bach’s vocal works at all since 1708. It differs in some respects from our present-day editions, primarily in the inclusion in the place of the motet Lobet den Herrn of Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn, attributed a little later to Johann Christoph Bach. In reprints of the first printed edition, accordingly, this was replaced by Lobet den Herrn, establishing the group of six motets which ultimately found their place in the Bach-Werke-Verzeichnis (Bach Works Catalog) as BWV 225–230, where they long held an undisputed position.

    But doubts remain about Lobet den Herrn. There is so much which is curious about this motet, which breaks every rule, so that in the form in which it is known to us, it may well not be by Bach. On the other hand, we nevertheless believe that we find so much of Bach in it that hardly any other composer can be contemplated. We

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  • Booklet-Text der CD Carus 83.298

    Uwe Wolf

    Gut 50 Jahre nach dem Tod des Komponisten erschien in Leipzig 1802/03 eine erste gedruckte Ausgabe der Motetten Johann Sebastian Bachs. Dies war nicht nur die erste Ausgabe der berühmten Motetten, es war zugleich die erste Druckausgabe Bachscher Vokalwerke überhaupt seit 1708. Herausgegeben wurden die Motetten von dem vielseitigen Leipziger Musiker Johann Gottlieb Schicht, damals Gewandhauskapellmeister, Musikdirektor der Leipziger Neukirche und der Leipziger Singakademie; 1810 wurde Schicht schließlich selbst als vierter Nachfolger Bachs Thomaskantor in Leipzig.

    Schichts Ausgabe unterscheidet sich in manchem von unseren heutigen Ausgaben – vor allem an den Texten hatte Schicht Modernisierungen vorgenommen –, aber bereits mit dieser ersten Ausgabe wird die Sechszahl der Motetten Bachs etabliert, die bis heute viele Ausgaben und Einspielungen bestimmt. Die Erstausgabe enthielt allerdings nur fünf der „traditionellen“ Motetten Bachs: Anstelle der Motette Lobet den Herrn BWV 230 war nämlich Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn BWV Anh. 159 enthalten. Erst deutlich später erschien 1821 die Erstausgabe von Lobet den Herrn,

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  • 1. Chorale: Jesu, my salvation

    Jesu, my salvation,
    and my heart’s possession,
    Jesu, all my joy,
    with what great desiring,
    with what deep despairing,
    I have longed for thee!
    Lamb of God, O well-belov’d,
    here on earth no joy allures me;
    nothing less can please me.
    Johann Franck 1653, „Jesu, my salvation“ (verse 1)

    2. There can be no ungodliness

    There can be no ungodliness in those
    who truly are in Jesus Christ,
    those who follow not their passions,
    but the Spirit.
    Romans 8:1

    3. Chorale: Lord, thou dost defend me

    Lord, thou dost defend me
    from the storms around me
    and the enemy.
    Let the devil taunt me;
    let the world affront me;
    Jesus is with me.
    Though storms crash, though lightnings flash,
    and though sin and hell afflict me;
    Jesus will protect me.
    Jesu, my salvation (verse 2)

    4. For the new law

    For the new law of Spirit,
    the law that wakes to life all that are in Jesus,
    has delivered me from all the law of sin and of destruction.
    Romans 8:2

    5. Yes, though Satan hates me

    Yes, though Satan hates

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  • 1. Choral: Jesu, meine Freude Jesu, meine Freude,
    meines Herzens Weide,
    Jesu, meine Zier.
    Ach, wie lang, wie lange
    ist dem Herzen bange
    und verlangt nach dir!
    Gottes Lamm, mein Bräutigam,
    außer dir soll mir auf Erden
    nichts sonst Liebers werden.
    Johann Franck 1653, „Jesu meine Freude“ (Str. 1)

    2. Es ist nun nichts Verdammliches Es ist nun nichts Verdammliches
    an denen, die in Christo Jesu sind,
    die nicht nach dem Fleische wandeln,
    sondern nach dem Geist.
    Römer 8,1

    3. Choral: Unter deinem Schirmen Unter deinem Schirmen
    bin ich vor den Stürmen

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  • Text from the CD Carus 83.298

    Uwe Wolf
    Translation (abridged): Elizabeth Robinson

    The first printed edition of Johann Sebastian Bach’s motets appeared in Leipzig in 1802/03, over fifty years after the composer’s death. This was not only the first edition of the famous motets, but was also the first printed edition of Bach’s vocal works at all since 1708. It differs in some respects from our present-day editions, primarily in the inclusion in the place of the motet Lobet den Herrn of Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn, attributed a little later to Johann Christoph Bach. In reprints of the first printed edition, accordingly, this was replaced by Lobet den Herrn, establishing the group of six motets which ultimately found their place in the Bach-Werke-Verzeichnis (Bach Works Catalog) as BWV 225–230, where they long held an undisputed position.

    But doubts remain about Lobet den Herrn. There is so much which is curious about this motet, which breaks every rule, so that in the form in which it is known to us, it may well not be by Bach. On the other hand, we nevertheless believe that we find so much of Bach in it that hardly any other composer can be contemplated. We

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  • Booklet-Text der CD Carus 83.298

    Uwe Wolf

    Gut 50 Jahre nach dem Tod des Komponisten erschien in Leipzig 1802/03 eine erste gedruckte Ausgabe der Motetten Johann Sebastian Bachs. Dies war nicht nur die erste Ausgabe der berühmten Motetten, es war zugleich die erste Druckausgabe Bachscher Vokalwerke überhaupt seit 1708. Herausgegeben wurden die Motetten von dem vielseitigen Leipziger Musiker Johann Gottlieb Schicht, damals Gewandhauskapellmeister, Musikdirektor der Leipziger Neukirche und der Leipziger Singakademie; 1810 wurde Schicht schließlich selbst als vierter Nachfolger Bachs Thomaskantor in Leipzig.

    Schichts Ausgabe unterscheidet sich in manchem von unseren heutigen Ausgaben – vor allem an den Texten hatte Schicht Modernisierungen vorgenommen –, aber bereits mit dieser ersten Ausgabe wird die Sechszahl der Motetten Bachs etabliert, die bis heute viele Ausgaben und Einspielungen bestimmt. Die Erstausgabe enthielt allerdings nur fünf der „traditionellen“ Motetten Bachs: Anstelle der Motette Lobet den Herrn BWV 230 war nämlich Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn BWV Anh. 159 enthalten. Erst deutlich später erschien 1821 die Erstausgabe von Lobet den Herrn,

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  • Be not afraid

    Be not afraid, I am with you;
    tremble not, for I am your God.
    I strengthen you, I give you my help,
    I uphold you now through the right hand
    of my righteousness.
    Be not afraid,
    for in truth I have redeemed you,
    for by your name
    I now have named you and called you.
    Isaiah 41:10 and 43:1

    Choral

    Lord, my shepherd, source of gladness,
    thou art mine, I am thine,
    no one can divide us.
    I am thine, for by thy passion,
    with thy blood, for my good,
    thou hast brought salvation.

    Thou art mine, for I shall hold thee;
    from my heart, O my light,
    I will never yield thee.
    Let me give thee my devotion,
    that for me thou mayst be
    my belov’d possession.
    Paul Gerhardt 1653,
    „Warum sollt ich mich denn grämen“ (verse 11, 12)

    Be not afraid, thou art mine.

    Translation: Jean Lunn

    ...

  • Fürchte dich nicht Fürchte dich nicht, ich bin bei dir;
    weiche nicht, denn ich bin dein Gott!
    Ich stärke dich, ich helfe dir auch,
    ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.
    Fürchte dich nicht,
    denn ich habe dich erlöset,
    ich habe dich bei deinem Namen gerufen.
    Jesaja 41,10 und 43,1

    Choral Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden,
    du bist mein, ich bin dein,
    niemand kann uns scheiden.
    Ich bin dein, weil du dein Leben
    und dein Blut mir zugut
    in den Tod gegeben.

    Du bist mein, weil ich dich fasse
    und dich nicht, o mein Licht,

    ...

  • Text from the CD Carus 83.298

    Uwe Wolf
    Translation (abridged): Elizabeth Robinson

    The first printed edition of Johann Sebastian Bach’s motets appeared in Leipzig in 1802/03, over fifty years after the composer’s death. This was not only the first edition of the famous motets, but was also the first printed edition of Bach’s vocal works at all since 1708. It differs in some respects from our present-day editions, primarily in the inclusion in the place of the motet Lobet den Herrn of Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn, attributed a little later to Johann Christoph Bach. In reprints of the first printed edition, accordingly, this was replaced by Lobet den Herrn, establishing the group of six motets which ultimately found their place in the Bach-Werke-Verzeichnis (Bach Works Catalog) as BWV 225–230, where they long held an undisputed position.

    But doubts remain about Lobet den Herrn. There is so much which is curious about this motet, which breaks every rule, so that in the form in which it is known to us, it may well not be by Bach. On the other hand, we nevertheless believe that we find so much of Bach in it that hardly any other composer can be contemplated. We

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  • Booklet-Text der CD Carus 83.298

    Uwe Wolf

    Gut 50 Jahre nach dem Tod des Komponisten erschien in Leipzig 1802/03 eine erste gedruckte Ausgabe der Motetten Johann Sebastian Bachs. Dies war nicht nur die erste Ausgabe der berühmten Motetten, es war zugleich die erste Druckausgabe Bachscher Vokalwerke überhaupt seit 1708. Herausgegeben wurden die Motetten von dem vielseitigen Leipziger Musiker Johann Gottlieb Schicht, damals Gewandhauskapellmeister, Musikdirektor der Leipziger Neukirche und der Leipziger Singakademie; 1810 wurde Schicht schließlich selbst als vierter Nachfolger Bachs Thomaskantor in Leipzig.

    Schichts Ausgabe unterscheidet sich in manchem von unseren heutigen Ausgaben – vor allem an den Texten hatte Schicht Modernisierungen vorgenommen –, aber bereits mit dieser ersten Ausgabe wird die Sechszahl der Motetten Bachs etabliert, die bis heute viele Ausgaben und Einspielungen bestimmt. Die Erstausgabe enthielt allerdings nur fünf der „traditionellen“ Motetten Bachs: Anstelle der Motette Lobet den Herrn BWV 230 war nämlich Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn BWV Anh. 159 enthalten. Erst deutlich später erschien 1821 die Erstausgabe von Lobet den Herrn,

    ...

  • Coro Come, Jesu, for I am weary;
    my powers grow less from day to day,
    and I desire thy peace and glory;
    the bitter path grows hard for me.
    O come and make me thy possession;
    thou only art the way,
    all truth and all salvation.
    Paul Thymich 1684 for the funeral of Jacob Thomasius (Str. 1)

    Aria Into thy hands I yield my spirit,
    and say, O world, a last good night.
    If death comes now, I shall not fear it;
    in thee my spirit is content.
    In God’s own house I would be standing,
    for Jesus now and ever
    shows us life abounding.
    Paul Thymich 1684 for the funeral of Jacob Thomasius (verse 11)

    Translation: Jean Lunn

    ...

  • Coro Komm, Jesu, komm, mein Leib ist müde,
    die Kraft verschwindt je mehr und mehr,
    ich sehne mich nach deinem Friede;
    der saure Weg wird mir zu schwer!
    Komm, komm, ich will mich dir ergeben;
    du bist der rechte Weg,
    die Wahrheit und das Leben.
    Paul Thymich 1684 zum Begräbnis von Jacob Thomasius (Str. 1)

    Aria Drum schließ ich mich in deine Hände
    und sage, Welt, zu guter Nacht!
    Eilt gleich mein Lebenslauf zu Ende,
    ist doch der Geist wohl angebracht.
    Er soll bei seinem Schöpfer schweben,
    weil Jesus ist und bleibt
    der wahre Weg zum Leben.
    Paul Thymich 1684 zum Begräbnis von Jacob Thomasius (Str. 11)

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  • Text from the CD Carus 83.298

    Uwe Wolf
    Translation (abridged): Elizabeth Robinson

    The first printed edition of Johann Sebastian Bach’s motets appeared in Leipzig in 1802/03, over fifty years after the composer’s death. This was not only the first edition of the famous motets, but was also the first printed edition of Bach’s vocal works at all since 1708. It differs in some respects from our present-day editions, primarily in the inclusion in the place of the motet Lobet den Herrn of Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn, attributed a little later to Johann Christoph Bach. In reprints of the first printed edition, accordingly, this was replaced by Lobet den Herrn, establishing the group of six motets which ultimately found their place in the Bach-Werke-Verzeichnis (Bach Works Catalog) as BWV 225–230, where they long held an undisputed position.

    But doubts remain about Lobet den Herrn. There is so much which is curious about this motet, which breaks every rule, so that in the form in which it is known to us, it may well not be by Bach. On the other hand, we nevertheless believe that we find so much of Bach in it that hardly any other composer can be contemplated. We

    ...

  • Booklet-Text der CD Carus 83.298

    Uwe Wolf

    Gut 50 Jahre nach dem Tod des Komponisten erschien in Leipzig 1802/03 eine erste gedruckte Ausgabe der Motetten Johann Sebastian Bachs. Dies war nicht nur die erste Ausgabe der berühmten Motetten, es war zugleich die erste Druckausgabe Bachscher Vokalwerke überhaupt seit 1708. Herausgegeben wurden die Motetten von dem vielseitigen Leipziger Musiker Johann Gottlieb Schicht, damals Gewandhauskapellmeister, Musikdirektor der Leipziger Neukirche und der Leipziger Singakademie; 1810 wurde Schicht schließlich selbst als vierter Nachfolger Bachs Thomaskantor in Leipzig.

    Schichts Ausgabe unterscheidet sich in manchem von unseren heutigen Ausgaben – vor allem an den Texten hatte Schicht Modernisierungen vorgenommen –, aber bereits mit dieser ersten Ausgabe wird die Sechszahl der Motetten Bachs etabliert, die bis heute viele Ausgaben und Einspielungen bestimmt. Die Erstausgabe enthielt allerdings nur fünf der „traditionellen“ Motetten Bachs: Anstelle der Motette Lobet den Herrn BWV 230 war nämlich Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn BWV Anh. 159 enthalten. Erst deutlich später erschien 1821 die Erstausgabe von Lobet den Herrn,

    ...

  • Praise ye the Lord, all ye nations,
    and praise him, O all ye people!
    For his most merciful kindness
    watches over us for evermore.
    Alleluia. Psalms 117:1–2

    Translation: Margaret Schubert

    ...

  • Lobet den Herrn, alle Heiden,
    und preiset ihn, alle Völker!
    Denn seine Gnade und Wahrheit
    waltet über uns in Ewigkeit.
    Alleluja.
    Psalm 117,1–2

    ...

  • Text from the CD Carus 83.298

    Uwe Wolf
    Translation (abridged): Elizabeth Robinson

    The first printed edition of Johann Sebastian Bach’s motets appeared in Leipzig in 1802/03, over fifty years after the composer’s death. This was not only the first edition of the famous motets, but was also the first printed edition of Bach’s vocal works at all since 1708. It differs in some respects from our present-day editions, primarily in the inclusion in the place of the motet Lobet den Herrn of Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn, attributed a little later to Johann Christoph Bach. In reprints of the first printed edition, accordingly, this was replaced by Lobet den Herrn, establishing the group of six motets which ultimately found their place in the Bach-Werke-Verzeichnis (Bach Works Catalog) as BWV 225–230, where they long held an undisputed position.

    But doubts remain about Lobet den Herrn. There is so much which is curious about this motet, which breaks every rule, so that in the form in which it is known to us, it may well not be by Bach. On the other hand, we nevertheless believe that we find so much of Bach in it that hardly any other composer can be contemplated. We

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  • Booklet-Text der CD Carus 83.298

    Uwe Wolf

    Gut 50 Jahre nach dem Tod des Komponisten erschien in Leipzig 1802/03 eine erste gedruckte Ausgabe der Motetten Johann Sebastian Bachs. Dies war nicht nur die erste Ausgabe der berühmten Motetten, es war zugleich die erste Druckausgabe Bachscher Vokalwerke überhaupt seit 1708. Herausgegeben wurden die Motetten von dem vielseitigen Leipziger Musiker Johann Gottlieb Schicht, damals Gewandhauskapellmeister, Musikdirektor der Leipziger Neukirche und der Leipziger Singakademie; 1810 wurde Schicht schließlich selbst als vierter Nachfolger Bachs Thomaskantor in Leipzig.

    Schichts Ausgabe unterscheidet sich in manchem von unseren heutigen Ausgaben – vor allem an den Texten hatte Schicht Modernisierungen vorgenommen –, aber bereits mit dieser ersten Ausgabe wird die Sechszahl der Motetten Bachs etabliert, die bis heute viele Ausgaben und Einspielungen bestimmt. Die Erstausgabe enthielt allerdings nur fünf der „traditionellen“ Motetten Bachs: Anstelle der Motette Lobet den Herrn BWV 230 war nämlich Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn BWV Anh. 159 enthalten. Erst deutlich später erschien 1821 die Erstausgabe von Lobet den Herrn,

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  • To thee will I cling, until I am blessed!
    Lord Jesus, my Saviour, to thee will I cling,
    until I am blessed!
    Genesis 32:26

    Since thou my God and Father art,
    thy child will ne’er from thee depart,
    not from the Father’s heart.
    No virtue is in me from birth,
    no comfort have I here on earth.
    Erasmus Alber 1557, „Why are you troubled, my heart?“ (Str. 3)

    Translation: Margaret Schubert

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  • Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.
    Mein Jesu, ich lasse dich nicht,
    du segnest mich denn.
    Genesis 32,26

    Weil du mein Gott und Vater bist,
    dein Kind wirst du verlassen nicht,
    du väterliches Herz.
    Ich bin ein armer Erdenkloß,
    auf Erden weiß ich keinen Trost.
    Erasmus Alber 1557, „Warum betrübst du dich, mein Herz“ (Str. 3)

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  • Text from the CD Carus 83.298

    Uwe Wolf
    Translation (abridged): Elizabeth Robinson

    The first printed edition of Johann Sebastian Bach’s motets appeared in Leipzig in 1802/03, over fifty years after the composer’s death. This was not only the first edition of the famous motets, but was also the first printed edition of Bach’s vocal works at all since 1708. It differs in some respects from our present-day editions, primarily in the inclusion in the place of the motet Lobet den Herrn of Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn, attributed a little later to Johann Christoph Bach. In reprints of the first printed edition, accordingly, this was replaced by Lobet den Herrn, establishing the group of six motets which ultimately found their place in the Bach-Werke-Verzeichnis (Bach Works Catalog) as BWV 225–230, where they long held an undisputed position.

    But doubts remain about Lobet den Herrn. There is so much which is curious about this motet, which breaks every rule, so that in the form in which it is known to us, it may well not be by Bach. On the other hand, we nevertheless believe that we find so much of Bach in it that hardly any other composer can be contemplated. We

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  • Booklet-Text der CD Carus 83.298

    Uwe Wolf

    Gut 50 Jahre nach dem Tod des Komponisten erschien in Leipzig 1802/03 eine erste gedruckte Ausgabe der Motetten Johann Sebastian Bachs. Dies war nicht nur die erste Ausgabe der berühmten Motetten, es war zugleich die erste Druckausgabe Bachscher Vokalwerke überhaupt seit 1708. Herausgegeben wurden die Motetten von dem vielseitigen Leipziger Musiker Johann Gottlieb Schicht, damals Gewandhauskapellmeister, Musikdirektor der Leipziger Neukirche und der Leipziger Singakademie; 1810 wurde Schicht schließlich selbst als vierter Nachfolger Bachs Thomaskantor in Leipzig.

    Schichts Ausgabe unterscheidet sich in manchem von unseren heutigen Ausgaben – vor allem an den Texten hatte Schicht Modernisierungen vorgenommen –, aber bereits mit dieser ersten Ausgabe wird die Sechszahl der Motetten Bachs etabliert, die bis heute viele Ausgaben und Einspielungen bestimmt. Die Erstausgabe enthielt allerdings nur fünf der „traditionellen“ Motetten Bachs: Anstelle der Motette Lobet den Herrn BWV 230 war nämlich Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn BWV Anh. 159 enthalten. Erst deutlich später erschien 1821 die Erstausgabe von Lobet den Herrn,

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Compact Disc, SACD Carus 83.298/00, EAN 4009350832985 CD, Digipac
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19,90 € / St.
  • Johann Sebastian Bach zählt zu den bedeutendsten Komponisten der abendländischen Musikgeschichte. Er entstammte einer weit verzweigten Musikerdynastie, die im thüringisch-sächsischem Gebiet zahlreiche Stadtmusiker und Organisten hervorbrachte.

    Bach vocal

    Seit Gründung des Carus-Verlags ist die Edition der Musik von Johann Sebastian Bach für uns ein besonderer Schwerpunkt. Im Reformationsgedenkjahr haben wir das Projekt Bach vocal abgeschlossen. Bachs geistliche Vokalmusik liegt nun vollständig in modernen Urtextausgaben samt Aufführungsmaterial vor. Eine Gesamtedition aller Partituren in einem hochwertigen Schuber ist ebenfalls erhältlich. zur Person
  • Dr. Uwe Wolf ist als Musikwissenschaftler vor allem im 17. und 18. Jahrhundert zuhause. Seine Arbeitsschwerpunkte reichen von der Zeit Monteverdis und Schütz über Bach und die Generation der Bach-Söhne und -Schüler bis hin zur Wiener Klassik. Seit Oktober 2011 leitet er das Lektorat des Carus-Verlags. Zuvor war er über 20 Jahre in der Bach-Forschung tätig. zur Person
  • Die Arbeit von Frieder Bernius findet weltweit große Anerkennung. Als Dirigent wie als Lehrer ist er international gefragt. Seine künstlerischen Partner sind vor allem der Kammerchor Stuttgart, das Barockorchester Stuttgart, die Hofkapelle Stuttgart und die Klassische Philharmonie Stuttgart. Den Grundstein für seine außergewöhnliche Karriere legte 1968 die Gründung des Kammerchors Stuttgart, den er bald zu einem der führenden Ensembles seiner Art machte. Ob Vokalwerke von Monteverdi, Bach, Händel, Mozart, Beethoven, Fauré und Ligeti, Schauspielmusiken von Mendelssohn oder Sinfonien von Haydn, Burgmüller und Schubert – stets zielt die Arbeit von Frieder Bernius auf einen am Originalklangideal orientierten, zugleich unverwechselbar persönlichen Ton. Wiederentdeckungen von Opern des 18. Jahrhunderts widmet er sich ebenso wie Uraufführungen zeitgenössischer Kompositionen. Ein besonderes Interesse gilt der südwestdeutschen Musikgeschichte. Frieder Bernius’ Arbeit ist im Label Carus vielfach auf Schallplatte und CD dokumentiert. Viele Einspielungen wurden mit internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet. Im Rahmen des Deutschen Chorfests in Stuttgart wurde Frieder Bernius vom Carus-Verlag für seine Gesamteinspielung der geistlichen Vokalmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy mit einer Goldenen CD ausgezeichnet. zur Person

Rezensionen

[…] feinsinnig und dynamisch schattiert. Der durchsichtige, ausgewogene Chorklang wird durch Gambe und Orgel sensibel gestützt; es ergibt sich über die sieben Motetten hinweg ein geschlossenes Bild.
S. Graf, Dresdner Neueste Nachrichten, 1. Juli 2013

So kommen wir denn auch in den Genuss einer Interpretation, die dem Charakter der Messe optimal gerecht wird und zugleich ihren modernen und für die Entstehungszeit höchst unkonventionellen Charakter zum Ausdruck bringt.
pizzicato, 5/2013

And their fluency is the key: the sound is beautifully blended and they know the scores inside out […] So the phrasing is gracious, the texts are crystal-clear […]
David Stancliffe, Early Music Review, April 2013

Frieder Bernius und sein Kammerchor Stuttgart versetzen den Hörer auch diesmal in Erstaunen. Erstaunen über die Klarheit des Klangs, über die geschmeidige Stimmführung und die sensible Textbehandlung. Ein Hochgenuss […]
MDR Figaro Chormagazin, 13. Januar 2013

[…] eine in allen Bereichen überzeugende und berührende Aufnahme […] eine überaus sinnliche und berückende Wirkung, die diese Neueinspielung von den meisten anderen unterscheidet.
Moritz Puschke, Neue Chorzeit, Januar 2013

Mit dem Kammerchor Stuttgart, diesem Wunderensemble in Sachen Homogenität und makelloser Gesangskultur, demonstriert Frieder Bernius wieder einmal seine dirigentische Ausnahmestellung. […] Bedingungslos folgem ihm die Musiker durch alle dynamischen Extreme und zaubern dabei eine ungeheuer große Ausdrucksvielfalt. Kurzum, eine Aufnahme, die vielleicht Ewigkeitscharakter hat.
Stuttgarter Nachrichten, Dezember 2012

Frieder Bernius' Einspielung mit dem Kammerchor Stuttgart kann nur als sensationell bezeichnet werden. Hinsichtlich Chorklang, Textverständlichkeit und musikalischer Umsetzung setzen die Stuttgarter hier neue Maßstäbe.
CLASS: aktuell, 4/2012

[…] Wortgebärde und lupenreiner Ton verbinden sich zu überzeitlicher Andacht.
Kulturspiegel, Dezember 2012

Frieder Bernius und sein Kammerchor Stuttgart positionieren sich mit dieser Produktion klar in der ersten Reihe der kammerchorischen Interpretationen des Bachschen Motettenwerks. […] eine absolut respektable, unbedingt erstrangige Interpretation.
Dr. Matthias Lange, klassik.com, 29. November 2012

[…] mit lupenreiner Intonation, äußerster Homogenität und viel Flexibilität singen die Stuttgarter.
Jan Ritterstaedt, WDR3 TonArt, 26. November 2012

Die Motetten wirken, wie dem Chor auf den Leib geschrieben. Dazu kommen eine vorbildliche Diktion und Textverständlichkeit. Der Chor findet immer das richtige Maß an pulsierenden Akzenten und musikalischem Fluss. Bestechend ist zudem die Natürlichkeit. Es ist eine Aufnahme geworden, die sich mit anderen hochkarätigen Aufnahmen messen kann!
Astrid Belschner, kulturradio rbb, Oktober 2012

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