John Van Buren: Gloria - Noten | Carus-Verlag

John Van Buren Gloria

1996

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Das Gloria von John Van Buren wurde 1996 für den Maulbronner Kammerchor komponiert, der das Werk in Deutschland und auf Tourneen durch Russland und Argentinien bekannt machte. Seitdem haben es viele Chöre ins Repertoire aufgenommen. So war es auch in Italien, Holland und den USA zu hören. John Van Buren schreibt über sein Werk: Der Beginn meines Glorias ist zunächst sehr zurückgenommen, geradezu vorsichtig. Sehr chromatisch geprägt, öffnet sich der Klang erst nach und nach dem Affekt des Lobpreises. Das Werk steigert sich permanent bis hinein in einen 8-stimmigen Fortissimoklang (H-Dur). Am Ende des Werkes mischt sich der Ausdruck großer Vitalität mit einer nachfolgenden, ruhig über dem Chorsatz dahinschwebenden Sopranmelodie, die den Satz im Pianissimo verklingen lässt. Obwohl nicht vordergründig in meinem Gloria wahrzunehmen, werde ich in anderen meiner Werke deutlich mit der Postmoderne in Verbindung gebracht. Ich versuche mich dem Schönheits- und Glücksgefühl nicht durch asketischen Purismus zu nähern, sondern durch ‚Luxe, calme et volupté', getreu dem Titel meiner Cellosonate aus dem Jahr 1988.
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  • John Van Buren, 1952 geboren, studierte an der Stuttgarter Musikhochschule bei Milko Kelemen. Bereits ein Jahr nach dem Abschluss seines Studiums gewann er den Kompositionspreis der Stadt Stuttgart (1980). Es folgten Stipendien der Heinrich-Strobel-Stiftung (1984) und der Kunststiftung Baden-Württemberg (1991). Sein Werk, das Solo- und Kammermusik, Chorwerke und Elektronische Musik ebenso umfasst wie Kompositionen für großes Orchester, wird von bedeutenden Ensembles und Orchestern gespielt (u.a. Deutsches Sinfonie-Orchester Berlin, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Orchester des Staatstheaters Kassel). Aufführungen an verschiedenen deutschen Opernhäusern sowie in internationalen Musikmetropolen (z.B. in der Carnegie Hall New York) ebenso wie Aufnahmen deutscher und amerikanischer Rundfunk- und Fernsehanstalten dokumentieren ein wachsendes Interesse der Öffentlichkeit an seinem Werk. Van Buren ist seit 1992 Dozent für Komposition und Tonsatz und Leiter des Studios für Neue Musik an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg. zur Person
  • Kurt Suttner studierte Schulmusik und Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik in München. Seiner Arbeit als Musikpädagoge an verschiedenen Münchner Gymnasien folgte eine Tätigkeit als Musiklehrer an der Deutschen Schule in Addis Abeba (Äthiopien) und als Musikberater am Kultusministerium in Tananarive (Madagaskar). Nach einem Lehrauftrag für das Fach Chorleitung an der Münchner Musikhochschule war er Professor am Lehrstuhl für Musikpädagogik der Universität Augsburg. Zehn Jahre lang leitete er die Bayerische Singakademie, eine Einrichtung zur vokalen Begabtenförderung. Im Jahr 1997 wurde ihm vom deutschen Bundespräsidenten Roman Herzog das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen. Kurt Suttner ist häufig tätig als Juror bei nationalen und internationalen Chorwettbewerben und als Referent auf Fortbildungstagungen für Chöre und Chorleiter. Er ist der Herausgeber der Editionsreihe „carus novus“ beim Carus-Verlag in Stuttgart. zur Person

Rezensionen

John van Buren, Gloria

John van Buren, Gloria

Herausgeber Kurt Suttner, Gründer und Leiter des via-nova-chores München, bringt in der Reihe „carus novus” weltliche und geistliche neue Chormusik heraus, die an die Tradition des Chorgesanges anknüpft, neue Vokaltechniken nicht ausschließt, aber dennoch für gute Laienchöre realisierbar ist.
Neue Wege geht Burens Gloria vor allem in der Textbehandlung. Die gewohnte Abfolge der Strophen wird vielfach umgestellt und um Verlauf des Stücks übereinandergeschichtet. Manche Textabschnitte werden auch weggelassen. Melos und Harmonik reichen von engmaschigen Sekundschritten bis zu grandiosen 8-stg. Akkordflächen. Der freirhythmische Charakter des Stücks wird durch Synkopenbildungen, irreguläre Teilungen und polyrhythmische Strukturen erzeugt. Für gute Kammerchöre mit Ambitionen im Bereich neuer Chormusik eine beachtenswerte Neuerscheinung.

Quelle: Kirchemusik im Erzbistum Bamberg, März 2002, S. 34

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