Rheinbergers erste Messe für Chor a cappella, die Messe in Es JWV 57, liegt in zwei Fassungen vor: einer ersten Fassung von 1856 und einer revidierten Fassung von 1858/59. Die vorliegende Einzelausgabe aus dem Supplementband 4 der Rheinberger-Gesamtausgabe gibt die spätere Fassung wieder, die Rheinberger für die Theatiner-Hofkirche in München erstellte. Die kurze Messe (im Gloria und Credo ist jeweils nicht der gesamte liturgische Text vertont) zeigt den jungen Komponisten mit einer Gattung, die er vom berühmten Cantus Missae op. 109 bis zu seinem letzten Opus, der Messe op. 193, intensiv gepflegt hat.
Das Benedictus und das Agnus Dei aus der Erstfassung – beide ganz andere Stücke als die in der revidierten Fassung – liegen in einer separaten Ausgabe vor (Carus 50.278/90).
Einzelausgabe aus: Supplementband 4 der Rheinberger-Gesamtausgabe (Geistliche Chorwerke ohne Opuszahl, Carus 50.300)
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Komponist*in
Josef Gabriel Rheinberger
| 1839-1901Josef Gabriel Rheinberger, geb. 1839 in Vaduz, gest. 1901 in München. Schüler von J.G. Herzog, J.J. Maier und Fr. Lachner. Gilt als einer der bedeutendsten Lehrerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts; wirkte ab 1859 als Lehrer an der Königlichen Musikschule in München, später als Professor für Komposition und Orgel; 1877 Hofkapellmeister. Aus seinem umfangreichen Opus ragen die 20 Orgelsonaten hervor; wertvoll sind neben den Kammermusikwerken auch seine geistlichen und weltlichen Chorwerke. zur Person
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Herausgeber*in
Barbara Mohn