Orgelsonate Nr. 3
op. 88, 1875
Mit der dritten Sonate op. 88 beginnt Rheinbergers kontinuierliches Schaffen für die Orgel. Die Schritte von einer zur anderen Sonate werden kürzer, in alljährlicher Regelmäßigkeit erscheint mindestens ein größeres Orgelwerk. Und unter dem Titel "Sonate" werden nun vielfältigste Formen und Satztypen subsumiert.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Josef Gabriel Rheinberger
| 1839-1901Josef Gabriel Rheinberger, geb. 1839 in Vaduz, gest. 1901 in München. Schüler von J.G. Herzog, J.J. Maier und Fr. Lachner. Gilt als einer der bedeutendsten Lehrerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts; wirkte ab 1859 als Lehrer an der Königlichen Musikschule in München, später als Professor für Komposition und Orgel; 1877 Hofkapellmeister. Aus seinem umfangreichen Opus ragen die 20 Orgelsonaten hervor; wertvoll sind neben den Kammermusikwerken auch seine geistlichen und weltlichen Chorwerke. zur Person
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Herausgeber*in
Martin Weyer
| 1938-2016
Rezensionen
Hodie Christus natus est II
Nr. 3 in G-Dur op. 88: Mit dieser Sonate beginnt Rheinberger sein kontinuierliches Schaffen für Orgel. Von jetzt an erscheint in alljährlicher Regelmäßigkeit mindestens ein größeres Orgelwerk. Die ersten beiden Sätze sind technisch recht leicht. Die Fuge ist um einiges anspruchsvoller. Offenbar soll beim ersten Satz, einer «Pastorale», jede Sentimentalität vermieden werden. Anders lässt sich Rheinbergers ff wohl kaum verstehen. Der zweite Satz ist ganz zurückgenommen ohne jede raffinierte Harmonik. Die Schlussfuge nimmt den Psalmton wieder auf, der schon im ersten Satz Form bestimmend war. Eher lyrisch statt kontrapunktisch kräftig schließt das Werk.Quelle: Musik & Liturgie, 3/05, S.43