Josef Gabriel Rheinberger widmete seine 9. Orgelsonate (komponiert im Mai 1885) Alexandre Guilmant, dem unermüdlich konzertierenden Virtuosen, der schon Rheinbergers 1. Orgelkonzert (F-Dur op. 137) zur Pariser Erstaufführung gebracht hatte. Mit üppiger Harmonik, auffallend vielen Tempowechseln und einer Akkordik, die auf einer Cavaillé-Coll-Orgel (wie sie Guilmant zur Verfügung hatte) zu realisieren eine wahre Wonne ist, macht die rhapsodische "Fantasie" zu Beginn des 3. Satzes ihrem Namen alle Ehre. Einzelausgabe aus der Rheinberger-Gesamtausgabe.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Josef Gabriel Rheinberger
| 1839-1901Josef Gabriel Rheinberger, geb. 1839 in Vaduz, gest. 1901 in München. Schüler von J.G. Herzog, J.J. Maier und Fr. Lachner. Gilt als einer der bedeutendsten Lehrerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts; wirkte ab 1859 als Lehrer an der Königlichen Musikschule in München, später als Professor für Komposition und Orgel; 1877 Hofkapellmeister. Aus seinem umfangreichen Opus ragen die 20 Orgelsonaten hervor; wertvoll sind neben den Kammermusikwerken auch seine geistlichen und weltlichen Chorwerke. zur Person
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Herausgeber*in
Martin Weyer
| 1938-2016
Rezensionen
Aus seiner langjährigen Erfahrung mit dem Orgelwerk Rheinbergers kann der Rezensent die Beschäftigung mit dem wichtigen Exponenten der romantischen Orgelkomposition auf Grund der außerordentlich hohen satztechnischen Dichte, des harmonischen Reichtums und der ungeheuren Fülle cantabler Linien Spielern und Hörern gleichermaßen anempfehlen.
Josef Miltschitzky, Ars Organi, Heft 1, März 2014