Missa Sancti Alberti
1835
Mozart und Haydn schätzten die Kirchenmusik des mit ihnen befreundeten Komponisten und Wiener Hofkapellmeisters Joseph Eybler sehr. Seinen großbesetzten Mess-Vertonungen steht die Missa Sancti Alberti mit ihrem lyrisch-pastoralen Grundton gegenüber; sie erinnert in Anlage, Umfang und Instrumentation an Franz Schuberts bekannte Messe in G-Dur. Bis auf zwei Soloquartette (auch aus dem Chor besetzbar) ist der Chor Hauptträger des musikalischen Geschehens; die konzentrierte Vertonung des Messtextes ist überwiegend homophon gestaltet. Ausgehend vom Streicherklang kann das Orchester ad libitum mit zwei Oboen, zwei Fagotten, zwei Trompeten und Pauken angereichert werden, wodurch sich das Werk in seiner meisterlichen Orchestrierung präsentieren kann.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Joseph Leopold Eybler
| 1765-1846
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Herausgeber*in
Armin Kircher
| 1966-2015Armin Kircher leitete bis zu seinem Tod das Kirchenmusikreferat der Erzdiözese Salzburg und war seit 1992 organisatorischer Leiter der Österreichischen Werkwoche für Kirchenmusik. Außerdem war Armin Kircher Stiftskapellmeister an der Stiftskirche St. Peter in Salzburg und Organist an der Kajetanerkirche in Salzburg. Die besondere editorische Zuwendung Kirchers galt der liturgischen Musik sowie der Musik der Wiener Klassik, allen voran der noch unerschlossenen Musik Johann Michael Haydns, dessen zahlreiche Messkompositionen er für die heutige Zeit in wissenschaftlichen Ausgaben erschloss. Die von ihm herausgegebenen Sammlungen für die katholische Liturgie sind heute Standardwerke, insbesondere die Chorbücher Mozart – Haydn, das Chorbuch Kirchenjahr und die Veröffentlichungen für Orgel und Chöre zum neuen katholischen Gesangbuch „Gotteslob“. Auch als Arrangeur klangschöner Chor- und Orgel-Sätze hat sich Armin Kircher einen Namen gemacht. zur Person