Carl Maria von Weber: Freischütz-Bearbeitungen für zwei Flöten - Noten | Carus-Verlag

Carl Maria von Weber Freischütz-Bearbeitungen für zwei Flöten

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Partitur, Erstausgabe Carus 17.097/00, ISMN 979-0-007-04961-4 20 Seiten, DIN A4, kartoniert
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  • Carl Maria von Weber wurde am 18. oder 19. November 1786 in Eutin geboren und starb am 5. Juni 1826 in London. Er gilt als Begründer der deutschen romantischen Oper.

    Er erhielt als Sohn des Musikers Franz Anton von Weber früh eine musikalische Ausbildung und hatte Kompositionsunterricht bei Michael Haydn und Abbé Vogler. Seine Karriere führte ihn durch verschiedene Stationen. Von 1804 bis 1806 war er Kapellmeister am Stadttheater Breslau, 1813 bis 1816 Operndirektor in Prag und ab 1817 schließlich Königlicher Kapellmeister und Direktor der neu gegründeten Deutschen Oper am Dresdner Hoftheater. Dort komponierte Weber seine berühmtesten Bühnenwerke. Seine Oper Der Freischütz gilt als Inbegriff der deutschen Oper. Er komponierte auch Instrumentalwerke, darunter Sinfonien, Konzerte und Klavierstücke. Während seiner Zeit am Dresdner Hof entstanden auch geistliche Vokalwerke, z. B. die sogenannte Jubel-Messe.

    Weber prägte den deutschen Opernstil des 19. Jahrhunderts maßgeblich, indem er volkstümliche Melodien und deutsche Texte in die Oper einführte. Er hatte großen Einfluss auf nachfolgende Komponisten, insbesondere Richard Wagner.

    zur Person

Rezensionen

Hodie Christus natus est II

„Haben Sie noch nicht Maria von Webers ‚Freischütz‚ gehört? Nein? Unglücklicher Mann! Aber haben Sie nicht wenigstens aus dieser Oper ‚das Lied der Brautjungfern‚ oder ‚den Jungfernkranz‚ gehört? Nein? Glücklicher Mann!” Der dies schrieb war ob der Allgegenwart weberschen Melodienreichtums schon leicht enerviert, hatte bei seiner Wirtin, in der Droschke, beim Barbier doch immer wieder „Freischützschlager” hören müssen und machte mit spitzer Feder seinem Unmut Luft. Heinrich Heine brachte den Überschwung der Begeisterung im Schluss seines Briefs vom 16. März 1822 mit „Hilf Samiel!” wohl auf den Punkt: Die Versessenheit der damaligen Bevölkerung, sich mit der neuesten Musik auch zu Hause zu befassen.
Die Begeisterung der Menschen, die den „Jungfernkranz” auf den Straßen pfiffen, ist uns heute eher fremd, denkt man an die sonstigen Ohrwürmer, die uns über den Äther erreichen. Das Interesse an den neuesten Werken der Zeit durchzog wohl erheblich größere Bevölkerungsschichten als heute. Wer hätte schon je auf der Straße jemanden neue Musik pfeifen hören?
Ein Kleinod aus der heute sagenumwobenen Schwemme der Bearbeitungen großer Werke für den Hausgebrauch hat nun Georg Günther neu herausgegeben und der Flötenliteratur damit ein feines Amüsierstückchen zukommen lassen, Im ebenso informativen wie konstruktiv-kritischen Vorwort weist der Herausgeber gleich darauf hin, dass ein Arrangement für zwei Flöten eigentlich unmöglich sei, gibt kleine Tipps für die „anhörbaren” Stückchen (z. B. „Durch die Wälder, durch die Auen”) und macht Lust, sich mit Bearbeitungen und Bearbeitungsfragen hinsichtlich der Faktur der Musik des 19. Jahrhunderts zu befassen. Auf Freischütz-Highlights wie die „Wolfsschlucht-Szene” müssen die schon etwas fortgeschritteneren und humorbegabten FlötistInnen, an die sich diese Ausgabe richtet, hier freilich verzichten.
Vielleicht gesellt sich zu ihrem Konzert noch ein Pianist dazu, der die dramatische Komponente einfügt. Der eine oder andere noch zu konzipierende moderierende Zwischentext im Loriot-Stil würde den Ausflug in die (Hinter-)Zimmer und Kammern der Hausmusik des 19. Jahrhunderts amüsant abrunden. Also schreiben Sie los und ran an die Flöte!

Christina Kurth
Quelle: Üben & Musizieren 5/05, S.76

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