Freischütz-Bearbeitungen für zwei Flöten
Contents
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Composer
Carl Maria von Weber
| 1786-1826Carl Maria von Weber was born in Eutin on November 18 or 19, 1786 and died in London on June 5, 1826. He is considered the founder of German Romantic opera.
As the son of the musician Franz Anton von Weber, he received musical training at an early age and had composition lessons with Michael Haydn and Abbé Vogler. His career took him through various stages. From 1804 to 1806 he was Kapellmeister at the Breslau Municipal Theater, from 1813 to 1816 Opera Director in Prague and from 1817 finally Königlicher Kapellmeister and Director of the newly founded Deutsche Oper at the Dresdner Hoftheater. It was there that Weber composed his most famous stage works. His opera Der Freischütz (The Marksman) is considered the epitome of German opera. He also composed instrumental works, including symphonies, concertos and piano pieces. During his time at the Dresden court, he also wrote sacred vocal works, such as the so-called “Jubel-Messe“ (Jubilation Mass).
Weber significantly influenced the German operatic style of the 19th century by introducing popular melodies and German texts to opera. He had a great influence on subsequent composers, especially Richard Wagner.
Personal details
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Editor
Georg Günther
Reviews
Hodie Christus natus est II
„Haben Sie noch nicht Maria von Webers ‚Freischütz‚ gehört? Nein? Unglücklicher Mann! Aber haben Sie nicht wenigstens aus dieser Oper ‚das Lied der Brautjungfern‚ oder ‚den Jungfernkranz‚ gehört? Nein? Glücklicher Mann!” Der dies schrieb war ob der Allgegenwart weberschen Melodienreichtums schon leicht enerviert, hatte bei seiner Wirtin, in der Droschke, beim Barbier doch immer wieder „Freischützschlager” hören müssen und machte mit spitzer Feder seinem Unmut Luft. Heinrich Heine brachte den Überschwung der Begeisterung im Schluss seines Briefs vom 16. März 1822 mit „Hilf Samiel!” wohl auf den Punkt: Die Versessenheit der damaligen Bevölkerung, sich mit der neuesten Musik auch zu Hause zu befassen.Die Begeisterung der Menschen, die den „Jungfernkranz” auf den Straßen pfiffen, ist uns heute eher fremd, denkt man an die sonstigen Ohrwürmer, die uns über den Äther erreichen. Das Interesse an den neuesten Werken der Zeit durchzog wohl erheblich größere Bevölkerungsschichten als heute. Wer hätte schon je auf der Straße jemanden neue Musik pfeifen hören?
Ein Kleinod aus der heute sagenumwobenen Schwemme der Bearbeitungen großer Werke für den Hausgebrauch hat nun Georg Günther neu herausgegeben und der Flötenliteratur damit ein feines Amüsierstückchen zukommen lassen, Im ebenso informativen wie konstruktiv-kritischen Vorwort weist der Herausgeber gleich darauf hin, dass ein Arrangement für zwei Flöten eigentlich unmöglich sei, gibt kleine Tipps für die „anhörbaren” Stückchen (z. B. „Durch die Wälder, durch die Auen”) und macht Lust, sich mit Bearbeitungen und Bearbeitungsfragen hinsichtlich der Faktur der Musik des 19. Jahrhunderts zu befassen. Auf Freischütz-Highlights wie die „Wolfsschlucht-Szene” müssen die schon etwas fortgeschritteneren und humorbegabten FlötistInnen, an die sich diese Ausgabe richtet, hier freilich verzichten.
Vielleicht gesellt sich zu ihrem Konzert noch ein Pianist dazu, der die dramatische Komponente einfügt. Der eine oder andere noch zu konzipierende moderierende Zwischentext im Loriot-Stil würde den Ausflug in die (Hinter-)Zimmer und Kammern der Hausmusik des 19. Jahrhunderts amüsant abrunden. Also schreiben Sie los und ran an die Flöte!
Christina Kurth
Quelle: Üben & Musizieren 5/05, S.76