Karl Ludwig Gerok: Orgelbüchlein. Kleine Orgelchoräle - Noten | Carus-Verlag

Karl Ludwig Gerok Orgelbüchlein. Kleine Orgelchoräle

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Karl Gerok war ein Meister der musikalischen Gestaltung. Der Gehalt und die volle Schönheit der in diesem Band edierten Choräle erschließen sich dem Spieler oft erst bei der Ausarbeitung. Im Gottesdienst kommen die Stücke gut an; auch haben sie sich im Konzert bewährt. In geschickter Auswahl lassen sie sich zwischen „großen Brocken“ wirkungsvoll platzieren.
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Sammlung Carus 18.117/00, ISMN 979-0-007-00154-4 40 Seiten, DIN A4, kartoniert
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Inhaltsverzeichnis

Rezensionen

Karl Gerok: Kleine Orgelchoräle

Eine von Ulrich Stierle 2002 im Carus-Verlag edierte Sammlung von kleinen Orgelchorälen von Karl Gerok (1906-1975) – mit dem an J. 5. Bach erinnernden Titel »Orgelbüchlein« – erweist sich als Fundgrube kompositorisch sehr gut gearbeiteter Stücke für die gottesdienstliche Organistenpraxis, vor allem für das Spiel auf kleinen Instrumenten.

Karl Gerok war nach seinem Studium in Stuttgart und Leipzig ab 1930 Domorganist in Halberstadt. Nach der Kriegsgefangenschaft wurde er 1946 Lehrer an der Kirchenmusikschule Esslingen, später auch an der Stuttgarter Musikhochschule. Daneben wirkte er als Organist an der Stuttgarter Markus-Kirche und von 1958 bis 1969 an der Stiftskirche. Zu den wichtigsten Schulen der Orgelimprovisation gehört sein pädagogisch fundierter, 1976 von Hänssler edierter »Lehrgang der Orgelimprovisation«.

Die im »Orgelbüchlein« zusammengefassten Choralvorspiele sind in der Zeit von 1935 bis 1941 entstanden. Motivisch klare Satzstruktur und affektbezogene Vortragsbezeichnungen zeigen die enge Vertrautheit des Komponisten mit dem Kirchenlied. Diese Miniaturen (überwiegend manualiter ausführbar) werden gerade auf kleinen Instrumenten eine gute Wirkung erzielen.

Wolfgang Baumgraiz

Quelle: Ars Organi, Heft 2, 6/05, S.123

Karl Gerok, den meisten Organisten bekannt durch seinen Lehrgang der Orgelimprovisation (1975), hat eine Sammlung von kleinen Stücken hinterlassen, die in erster Linie für die Hausmusik (Positiv, Cembalo, Clavichord) bestimmt sind. Alle Stücke der Sammlung sind mit nur einem Manual ausführbar (mit einer einzigen Ausnahme). Empfohlen wird jedoch die Verteilung der Stimmen auf zwei Manuale. Somit sind sie auch hervorragend für den Gottesdienst geeignet. Möge dieses „wertvolle Orgelbüchlein” eine möglichst große Schar an Organisten und Liebhabern der Orgelmusik bereichern und begeistern. Empfehlenswert. [Nd]

Quelle: Musica Sacra 2/04, S. 39

[gp] Der vorliegende Band ist eine Neuausgabe der Erstausgabe dieser Sammlung von 1978. Sie umfasst etwa 45 wenige Takte umfassende Choralbearbeitungen. Weitgehend sind sie manualiter ausführbar. Die Tonarten sind dem EG angepasst. Neben dem Vorwort des Herausgebers Ulrich Stierle ist auch das Vorwort des Komponisten zu seinem Autograph von Halberstadt 1942 abgedruckt. Den praktischen Nutzen erhöhen neben der alphabetischen Auflistung zwei Verzeichnisse nach Nummern im EG und GL. Die Kompositionen stellen einfache technische Anforderungen und sind in ihrem Klangbild mäßig modern. Karl Gerok sieht ihren Platz mehr in der Hausmusik. Alles spricht aber dafür, diese Kleinwerke des Komponisten, der bis in die 6Oiger Jahre des vorigen Jahrhunderts an der damaligen Kirchenmusikschule in Esslingen und an der Stiftskirche Stuttgart wirkte, in die heutige liturgische Praxis einfließen zu lassen.

Quelle: Württembergische Blätter für Kirchenmusik 5/2005, S. 30

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