Afterwards
Award winning at "females featured" competition
Ein Text der US-amerikanischen Lyrikerin Sara Teasdale (1884–1933) bildet die Grundlage für die Komposition Afterwards der Chorleiterin und Komponistin Lucia Birzer. Das Gedicht „There will come soft rains“ thematisiert eine Erde nach dem Ende der Menschheit. Für Teasdale waren es die Erlebnisse des 1. Weltkriegs, die sie zu diesem Text inspirierten – für Lucia Birzer ist die Klimakatastrophe der Grund ihn zu vertonen.
Musikalisch ist das Werk meditativ-nachdenklich gestaltet. Zu Beginn erzählen drei Solist*innen die Geschichte beinahe rezitativisch, der Chor verharrt atmosphärisch im Hintergrund. Dann übernimmt der Chor und führt die Handlung auf einen dramatischen Höhepunkt zu: „Not one would mind, neither bird nor tree if mankind perished utterly“ („Niemanden wird es kümmern, niemand wird es erfahren, der Mensch ist völlig zugrunde gegangen“). Das Stück endet im nachdenklichen, zurückgenommenen Gestus des Anfangs.
- Zugänglich und gut realisierbar, auch für Laienchöre
- Aktuelle Thematik „Our Voice for Our Planet“
- Vertonung eines Gedichts einer bekannten US-amerikanischen Lyrikerin
- Dramaturgisch wirkungsvoller Aufbau
- Frauenchor-Version des ausgezeichneten Werkes in der Kategorie Kammerchor beim Kompositionswettbewerb „females featured“ der Chorakademie Baden-Württemberg 2023
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Komponist*in
Lucia Birzer
| 1995Lucia Birzer ist eine aus Bayern stammende Dirigentin und Komponistin. Seit der Spielzeit 2024/25 ist sie als Chordirektorin und Kapellmeisterin am Theater Regensburg engagiert.
Die vielfältige Musikerin genießt sowohl die Arbeit am Theater, bei der das Erzählen der Geschichte im Vordergrund steht, als auch das Musizieren im Konzert. Beim Komponieren ist es ihr wichtig, Textgrundlagen zu finden, mit denen sie sich identifizieren kann, und Worte sowie Textinhalt ins Zentrum der Komposition zu stellen. Da sie als Chorleiterin aus der Praxis kommt, kennt sie den Chor als Instrument und die verschiedenen Mittel der stimmlichen Gestaltung gut, weshalb sie auch überwiegend Chormusik komponiert. Stilistisch bewegt sie sich dabei zwischen Einflüssen der früheren Epochen, Gestaltungsmitteln der Neuen Musik und Anklängen an die populäre Musik ihrer Generation.
Lucia Birzer wurde 2024 als eine von drei PreisträgerInnen mit dem bayerischen Kompositionspreises des via-nova-chor ausgezeichnet und ist 1. Preisträgerin des Wettbewerbes FemalesFeatured der Chorakademie Baden-Württemberg 2023. Ihre Chorkompositionen und Auftragswerke werden deutschlandweit von verschiedenen Gesangsensembles und Chören wie dem via-nova-Chor, der Audi Jugendchorakademie, dem Kammerchor HamburgVOKAL u.a. aufgeführt. Darüber hinaus schreibt sie auch Orchesterarrangements und Bearbeitungen für die Theaterbühne, unter anderem eine Schauspielmusik zum Stück „Peterchens Mondfahrt“, die 2024 am Theater Hof Premiere hatte.
Als Dirigentin arbeitet Birzer mit Chören wie dem RIAS Kammerchor und der Zürcher Singakademie, sowie Orchestern wie dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt, den Hofer Symphonikern und dem Philharmonischen Orchester Regensburg.Ihre Studien in Schulmusik und Chordirigieren absolvierte sie in München und Weimar, sowie im Rahmen eines Auslandssemesters in Stockholm. Seit dem Jahr 2022 ist sie Stipendiatin des Forum Dirigieren und wurde dort 2024 in die Konzertförderung (ehemals „Maestros von morgen“) aufgenommen. Sie war Finalistin beim Deutschen Preis für Chordirigieren und bei der Hugo Alfven Conducting Competition.
Wir haben der Komponistin 6 Fragen gestellt, lesen Sie hier in unserem Blog: https://blog.carus-verlag.com/persoenlichkeiten/6-fragen-an-lucia-birzer/
zur Person
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Textdichter*in
Sara Teasdale
| 1884-1933