"Korobeiniki ist vielleicht das international bekannteste russische Volkslied überhaupt. Jeder, der in einem längst vergangenen Zeitalter Gameboy gespielt hat, wird die Tetris-Melodie sicher noch im Ohr haben, aber vielleicht nicht wissen, dass diese Melodie aus Russland kommt und eine hübsche nächtliche Romanze erzählt, die durchaus Deutungsspielraum zulässt … Nun – das ist Korobeiniki! Für das Arrangement habe ich den größtmöglichen Kontrast zum Tetris-Gedudel gesucht: eine Art fünfstimmige Fuge für fünf Strophen und fünf Sänger; eine Folk-Polyphonie gewissermaßen, die respektvoll aber augenzwinkernd die kontrapunktische Kunstform zum Arrangement werden lässt und dabei aber irgendwann ausartet, weil ein Sänger sich in seinem Volksliedthema so gefällt, dass er gar nicht genug davon bekommt und sich immer mehr in den Vordergrund spielt …"(Ludwig Böhme)
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Zusatzinformationen zum Werk
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Textdichter*in
Nikolai Alexejewitsc Nekrassow
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Bearbeiter*in
Ludwig Böhme
| 1979Ludwig Böhme ist seit 2022 künstlerischer Leiter des Windsbacher Knabenchores. Seine Kindheit verbrachte Böhme im Thomanerchor Leipzig und studierte danach Chordirigieren an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. 1999 gründete er mit anderen ehemaligen Thomanern das Calmus Ensemble. 23 Jahre lang war er Bariton und kreativer Kopf des Leipziger Quintetts, welches sich unter seiner Mitwirkung zu einer der international erfolgreichen und vielfach ausgezeichneten Vokalgruppe entwickelte.
Von 2002 bis 2022 leitete Böhme den Kammerchor Josquin des Préz, mit welchem er 2018 einen Ersten Preis beim Deutschen Chorwettbewerb errang. Böhme war Intendant und Initiator der Konzertreihe „Josquin – Das Projekt", der weltweit ersten Gesamtaufführung des josquinschen Werkes, die 2004 in der Leipziger Thomaskirche begann und dort 2017 ihren erfolgreichen Abschluss feierte.
Zehn Jahre lang prägte Ludwig Böhme als künstlerischer Leiter den Leipziger Synagogalchor, ein vielfach ausgezeichnetes Ensemble, welches sich ausschließlich synagogaler und jiddischer Musik widmet. Mit vielen Projekten – von der Wiederentdeckung chorsinfonischer Werke bis hin zu Toleranz-Konzepten hat er dazu beigetragen, jüdische Musik in der Chorszene sichtbarer zu machen.
Eine rege Bühnentätigkeit ist die Folge: Böhme war Gast bei allen großen deutschen Musikfestivals, konzertiere in zahlreichen europäischen Ländern, in Israel, Mittel- und Südamerika und tourte über mal 30 mal in den USA und Kanada. Er arbeitete u.a. mit dem Freiburger Barockorchester, dem Kammerorchester Basel, dem Wroclaw Baroque Orchestra, dem Orquesta Barroca de Sevilla, der lautten compagney berlin, der Staatsphilharmonie Nürnberg, dem MDR Sinfonieorchester oder der HR Bigband zusammen. Mehr als 30 CD-Produktionen, prämiert u.a. mit OPUS und ECHO Klassik sowie mehreren CARA- und Supersonic Awards, dokumentieren sein umfangreiches Schaffen.
Ludwig Böhme unterrichtete Dirigieren an den Musikhochschulen in Leipzig, Halle und Bayreuth, er gibt Workshops und Meisterkurse, wirkt in Jurys mit und ist als Komponist und Arrangeur aktiv. zur Person