Requiem
Bearbeitung für Solo, Chor und Orgel (arr. M. Beckschäfer) op. 144b
„… mit das Schönste, was ich je geschrieben habe“, so äußerte sich Max Reger 1915 zu seinem letzten vollendeten Chorwerk, Requiem. Eine Besonderheit: Zugrunde liegt nicht der liturgische Text, sondern Friedrich Hebbels gleichnamiges Gedicht. Der Gedanke der ewigen Ruhe schwingt auch hier mit, jedoch in abgewandeltem Sinn: Angesprochen wird die eigene Seele – sie soll die Toten nicht vergessen, denn nur dann sind sie umgeben von „den heiligen Gluten“ der Liebe. Verliert sich jedoch die Erinnerung, ergreift die Verstorbenen „der Sturm der Nacht“. Eindringlich geht Reger in seiner Vertonung diesen kontrastierenden Sphären nach.
Die Originalbesetzung erfordert ein großes romantisches Orchester und einen entsprechend großen Chor. Deshalb wird das Werk bislang eher selten aufgeführt, gegebenenfalls unter ersatzweiser Verwendung von Regers Klavierauszug (Carus 52.943/00). Die Orgelbearbeitung von Max Beckschäfer schafft Abhilfe: Sie bezieht die Orchesterpartitur ein und ermöglicht es erstmals, Regers Requiem in reduzierter Besetzung nahe dem Original und seiner Farbigkeit aufzuführen.
| Originalversion | Bearbeitung für Orgel |
| Solo A/Bar, Coro SSAATTBB, 3 Fl (III: Fl/Pic), 2 Ob, CIngl, 2 Clt, 2 Fg, 4 Cor, 3 Tr, 3 Trb, Tb, Timp, GrC, Piatti, TT, 2 Vl, Va, Vc, Cb | Solo A/Bar, Coro SSAATTBB, Org |
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Komponist*in
Max Reger
| 1873-1916Max Reger, geb. 1873 in Brand (bayr. Oberpfalz), gest. 1916 in Leipzig. Schüler von H. Riemann. Seit 1905 Lehrer für Orgel und Komposition an der Akademie in München, hier auch erste Anerkennung als Orgelkomponist; ab 1907 Kompositionslehrer am Leipziger Konservatorium, daneben 1911 – 14 Leiter der Meininger Hofkapelle. Reger, der als Lehrer großen Einfluss erlangte, wandte sich von den Idealen der Neudeutschen ab und knüpfte an J. Brahms an; er verschmolz eine ausdrucksstarke Harmonik mit der an J. S. Bach geschulten Polyphonie mit Formen des Spätbarock und der Klassik; die eigentlichen Kompositionsbereiche Regers bilden Orgel- und Kammermusik. In seinem bedeutendsten geistlichen Chorwerk "Der 100. Psalm" (1908/09) geht Reger an die Grenze der Tonalität. zur Person
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Textdichter*in
Friedrich Hebbel
| 1813-1863Christian Friedrich Hebbel war ein deutscher Dramatiker, Lyriker und Erzähler. Hebbels Werk wird dem Vormärz, später auch dem Realismus zugeordnet. Zu seinen bekanntesten Werken gehören das Drama Die Nibelungen sowie die Trauerstücke Agnes Bernauer und Maria Magdalena. zur Person
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Bearbeiter*in
Max Beckschäfer
| 1952