Reger-Werkausgabe, Bd. II/5: Lieder V (1906–1916)
Der fünfte Band der Abteilung „Lieder und Chorwerke“ der Reger-Werkausgabe (RWA) umfasst die zwischen Juni 1906 und Mai 1915 komponierten Lieder sowie die Klavierauszüge der Orchesterlieder An die Hoffnung op. 124 und Hymnus der Liebe op. 136. Neben der Fortführung der Schlichten Weisen op. 76 (Band III–VI) spielen Gelegenheits- und Auftragskompositionen eine größere Rolle. Für die Verlage N. Simrock und Otto Forberg lieferte Reger die Liedersammlungen Opus 98 und 104, einzelne Beiträge entstanden für Zeitschriften und Musikalben (WoO VII 38–41) oder sind persönliche Gaben (WoO VII 42–44)
Die Drei Duette op. 111a für Sopran und Alt entstanden anlässlich eines Konzertes. Einige Kompositionen haben einen biographischen Hintergrund. Bei den beiden Abschlussbänden der Schlichten Weisen handelt es sich um die Vertonung von Kindergedichten für die beiden Adoptivtöchter Christa und Lotti, die Fünf neuen Kinderlieder op. 142 schrieb Reger für seine Patenkinder.
Seit Januar 2008 entsteht im Max-Reger-Institut (MRI) in Karlsruhe eine wissenschaftlich-kritische Ausgabe von Werken Regers (RWA). Sie wird von der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur gefördert und beschreitet in der Anlage als Hybrid-Edition neue Wege der Editionstechnik.
Das zum Band gehörende digitale Angebot wird in einem Online-Portal publiziert.
Inhalt
Lieder WoO VII/38 und VII/39
Vier Lieder op. 97
Fünf Gesänge op. 98
Abendfrieden WoO VII/40
Schlichte Weisen op. 76 Bd. III (Nr. 31–36)
Sechs Lieder op. 104
Lieder WoO VII/41 und VII/42
Schlichte Weisen op. 76 Bd. IV (Nr. 37–43)
Drei Duette op. 111a
An Zeppelin WoO VI/21
Es soll mein Gebet dich tragen! WoO VII/43
Schlichte Weisen op. 76 Bd. V (Nr. 44–51)
An die Hoffnung op. 124
Drei Gedichte von Elsa Asenijeff WoO VII/44
Night Thoughts WoO V/7
Schlichte Weisen op. 76 Bd. VI (Nr. 52–60)
Hymnus der Liebe op. 136
Fünf neue Kinderlieder op. 142
Anhang
Das Wölklein op. 76 Nr. 33 – Erstfassung
Mutter, tote Mutter op. 104 Nr. 3 – Fassung der Stichvorlage
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Max Reger
| 1873-1916Max Reger, geb. 1873 in Brand (bayr. Oberpfalz), gest. 1916 in Leipzig. Schüler von H. Riemann. Seit 1905 Lehrer für Orgel und Komposition an der Akademie in München, hier auch erste Anerkennung als Orgelkomponist; ab 1907 Kompositionslehrer am Leipziger Konservatorium, daneben 1911 – 14 Leiter der Meininger Hofkapelle. Reger, der als Lehrer großen Einfluss erlangte, wandte sich von den Idealen der Neudeutschen ab und knüpfte an J. Brahms an; er verschmolz eine ausdrucksstarke Harmonik mit der an J. S. Bach geschulten Polyphonie mit Formen des Spätbarock und der Klassik; die eigentlichen Kompositionsbereiche Regers bilden Orgel- und Kammermusik. In seinem bedeutendsten geistlichen Chorwerk "Der 100. Psalm" (1908/09) geht Reger an die Grenze der Tonalität. zur Person
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Herausgeber*in
Knud Breyer
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Herausgeber*in
Stefan König