Max Reger: Reger-Werkausgabe, Bd. II/9: Werke für gemischten Chor a cappella II (1904–1914) - Noten | Carus-Verlag

Max Reger Reger-Werkausgabe, Bd. II/9: Werke für gemischten Chor a cappella II (1904–1914)

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Dieser zweite Teilband umfasst die zwischen 1904 und 1914 komponierten gemischten Chöre Regers. Es überwiegen die geistlichen Werke mit den großen Motetten op. 110 (Mein Odem ist schwach, Ach Herr, strafe mich nicht!, O Tod, wie bitter bist du), den Acht geistlichen Gesängen op. 138 und dem fragmentarischen Vater unser. Die liturgische Gebrauchsmusik ist mit der Oster-Motette Lasset uns den Herren preisen, den Vier Kirchengesängen und den englischsprachigen Responsories vertreten. Bei den weltlichen Werken dominieren die Zwölf Chöre aus dem Volksliederbuch, flankiert von dem für ein Schulbuch entstandenen Good Night und dem Abschiedslied für Fritz Stein.

Seit Januar 2008 entsteht im Max-Reger-Institut (MRI) in Karlsruhe eine wissenschaftlich-kritische Ausgabe von Werken Regers (RWA). Sie wird von der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur gefördert und beschreitet in der Anlage als Hybrid-Edition neue Wege der Editionstechnik.

Das zum Band gehörende digitale Angebot wird in einem Online-Portal publiziert.


Inhalt:

Vier Kirchengesänge WoO VI/20
Motette »Mein Odem ist schwach« op. 110 Nr. 1
Vater unser WoO VI/22
Motette »Ach Herr, strafe mich nicht!« op. 110 Nr. 2
Responsories WoO VI/23
Lasset uns den Herren preisen WoO VI/24
Motette »O Tod, wie bitter bist du« op. 110 Nr. 3
Good Night WoO VI/25
Zwölf Chöre aus dem Volksliederbuch WoO VI/26
Abschiedslied WoO /VI 27
Acht geistliche Gesänge op. 138

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Anhören (12)
  • Der Mensch lebt und bestehet
  • Morgengesang
  • Nachtlied
  • Unser lieben Frauen Traum
  • Kreuzfahrerlied
  • Das Agnus Dei
  • Schlachtgesang
  • Wir glauben all an einen Gott
  • Mein Odem ist schwach
  • Ach, Herr, strafe mich nicht
  • O Tod, wie bitter bist du
  • Lass mich dein sein und bleiben
mehr
Zusatz-Material
  • Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit A man can live and flourish for but a little time,
    and all the world must perish with all its pomp and fame.
    One only is eternal and beyond all motion, and we are his possession.

    Matthias Claudius
    Translation: Jean Lunn

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  • Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit,
    und alle Welt vergehet mit ihrer Herrlichkeit.
    Es ist nur Einer ewig und an allen Enden
    und wir in seinen Händen.

    Matthias Claudius

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  • Text from the CD Carus 83.326

    Jürgen Schaarwächter
    Translation (abridged): Elizabeth Robinson

    Max Reger grew up as a Catholic in the Upper Palatinate and described himself as “Catholic to his fingertips.” By 1907, when he was appointed composition professor at the Leipzig Conservatory, he had become aware of the quality of the corpus of Protestant chorales. Adalbert Lindner reported Reger’s remark of 1898; “the Protestants don’t know what they have, with their chorales!” Reger had already come into close contact with the chorale at an early age. His friendship with the Protestant organist Karl Straube was exceptionally important in the following period, and when Reger married the divorced Protestant Elsa von Bercken in 1902, his break with the Catholic church was complete. Through Straube’s influence, Reger composed many works for use in the Protestant church, particularly in his time in Weiden

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  • Booklet-Text der CD Carus 83.326

    Jürgen Schaarwächter

    Als Max Reger 1907 seine Kompositionsprofessur am Leipziger Konservatorium antrat, war aus dem in der Oberpfalz aufgewachsenen Katholiken, der sich selbst als „katholisch bis in die Fingerspitzen“ bezeichnete, ein um die Qualität der protestantischen Choräle Bewusster geworden: Adalbert Lindner berichtet von Regers Ausspruch aus dem Jahr 1898 „Die Protestanten wissen nicht, was sie an ihrem Chorale haben!“ Schon in jungen Jahren war Reger mit dem Choral in engen Kontakt gekommen – als Suborganist der Weidener Pfarrkirche St. Michael, die von beiden Konfessionen genutzt wurde. Die Freundschaft zu dem – protestantischen – Organisten Karl Straube muss in der Folgezeit als von herausragender Bedeutung bezeichnet werden, und als Reger 1902 die geschiedene Protestantin

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  • Morgengesang Thou highest light, day without end,
    thou God and my most faithful Lord,
    from thee the light of grace goes forth
    and brightly shines for all the earth.
    This is our Saviour Jesus Christ,
    for he is God’s own truth most blest,
    and his gospel’s light glows sublime
    until he draws all hearts to him.
    He is the light of all the world,
    in whom men clearly may behold
    the bright and beauteous light of day
    that brings them blessing and all joy.

    Johannes Zwick
    Translation: Jean Lunn

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  • Morgengesang Du höchstes Licht, ewiger Schein,
    du Gott und treuer Herre mein,
    von dir der Gnaden Glanz ausgaht
    und leuchtet schön gleich früh und spat.
    Das ist der Herre Jesus Christ,
    der ja die göttlich Wahrheit ist,
    der mit sein’r Lehr hell scheint und leucht’,
    bis er die Herzen zu sich zeucht.
    Er ist der ganzen Welte Licht,
    stellt jedem vor sein Angesicht
    den hellen, schönen, lichten Tag,
    an dem er selig werden mag.

    Johannes Zwick

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  • Text from the CD Carus 83.326

    Jürgen Schaarwächter
    Translation (abridged): Elizabeth Robinson

    Max Reger grew up as a Catholic in the Upper Palatinate and described himself as “Catholic to his fingertips.” By 1907, when he was appointed composition professor at the Leipzig Conservatory, he had become aware of the quality of the corpus of Protestant chorales. Adalbert Lindner reported Reger’s remark of 1898; “the Protestants don’t know what they have, with their chorales!” Reger had already come into close contact with the chorale at an early age. His friendship with the Protestant organist Karl Straube was exceptionally important in the following period, and when Reger married the divorced Protestant Elsa von Bercken in 1902, his break with the Catholic church was complete. Through Straube’s influence, Reger composed many works for use in the Protestant church, particularly in his time in Weiden

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  • Booklet-Text der CD Carus 83.326

    Jürgen Schaarwächter

    Als Max Reger 1907 seine Kompositionsprofessur am Leipziger Konservatorium antrat, war aus dem in der Oberpfalz aufgewachsenen Katholiken, der sich selbst als „katholisch bis in die Fingerspitzen“ bezeichnete, ein um die Qualität der protestantischen Choräle Bewusster geworden: Adalbert Lindner berichtet von Regers Ausspruch aus dem Jahr 1898 „Die Protestanten wissen nicht, was sie an ihrem Chorale haben!“ Schon in jungen Jahren war Reger mit dem Choral in engen Kontakt gekommen – als Suborganist der Weidener Pfarrkirche St. Michael, die von beiden Konfessionen genutzt wurde. Die Freundschaft zu dem – protestantischen – Organisten Karl Straube muss in der Folgezeit als von herausragender Bedeutung bezeichnet werden, und als Reger 1902 die geschiedene Protestantin

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  • Unser lieben Frauen Traum And to our blessed lady
    there came a dream one day,
    that there beneath her bosom
    there lived and grew a great tree.

    And as the tree gave shadows,
    even over every land,
    Lord Jesus Christ, the Saviour,
    just so has he been named.

    Lord Jesus Christ, the Saviour,
    he is our help indeed,
    and by his bitter passion
    he has redeemed the world.

    Anonymus
    Translation: Jean Lunn

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  • Unser lieben Frauen Traum Und unser lieben Frauen,
    der traumet ihr ein Traum:
    wie unter ihrem Herzen
    gewachsen wär ein Baum.

    Und wie der Baum ein Schatten gäb
    wohl über alle Land:
    Herr Jesus Christ, der Heiland,
    also ist er genannt.

    Herr Jesus Christ, der Heiland
    ist unser Heil und Trost,
    mit seiner bittern Marter
    hat er uns all erlöst.

    Anonymus

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  • Text from the CD Carus 83.326

    Jürgen Schaarwächter
    Translation (abridged): Elizabeth Robinson

    Max Reger grew up as a Catholic in the Upper Palatinate and described himself as “Catholic to his fingertips.” By 1907, when he was appointed composition professor at the Leipzig Conservatory, he had become aware of the quality of the corpus of Protestant chorales. Adalbert Lindner reported Reger’s remark of 1898; “the Protestants don’t know what they have, with their chorales!” Reger had already come into close contact with the chorale at an early age. His friendship with the Protestant organist Karl Straube was exceptionally important in the following period, and when Reger married the divorced Protestant Elsa von Bercken in 1902, his break with the Catholic church was complete. Through Straube’s influence, Reger composed many works for use in the Protestant church, particularly in his time in Weiden

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  • Booklet-Text der CD Carus 83.326

    Jürgen Schaarwächter

    Als Max Reger 1907 seine Kompositionsprofessur am Leipziger Konservatorium antrat, war aus dem in der Oberpfalz aufgewachsenen Katholiken, der sich selbst als „katholisch bis in die Fingerspitzen“ bezeichnete, ein um die Qualität der protestantischen Choräle Bewusster geworden: Adalbert Lindner berichtet von Regers Ausspruch aus dem Jahr 1898 „Die Protestanten wissen nicht, was sie an ihrem Chorale haben!“ Schon in jungen Jahren war Reger mit dem Choral in engen Kontakt gekommen – als Suborganist der Weidener Pfarrkirche St. Michael, die von beiden Konfessionen genutzt wurde. Die Freundschaft zu dem – protestantischen – Organisten Karl Straube muss in der Folgezeit als von herausragender Bedeutung bezeichnet werden, und als Reger 1902 die geschiedene Protestantin

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Partitur (Werkausgabe), mit DVD, Vorwort in dt. und engl. Carus 52.816/00, ISBN 978-3-89948-418-2, ISMN 979-0-007-26186-3 244 Seiten, Leinenausgabe
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260,00 € / St.

Inhaltsverzeichnis

  • Max Reger, geb. 1873 in Brand (bayr. Oberpfalz), gest. 1916 in Leipzig. Schüler von H. Riemann. Seit 1905 Lehrer für Orgel und Komposition an der Akademie in München, hier auch erste Anerkennung als Orgelkomponist; ab 1907 Kompositionslehrer am Leipziger Konservatorium, daneben 1911 – 14 Leiter der Meininger Hofkapelle. Reger, der als Lehrer großen Einfluss erlangte, wandte sich von den Idealen der Neudeutschen ab und knüpfte an J. Brahms an; er verschmolz eine ausdrucksstarke Harmonik mit der an J. S. Bach geschulten Polyphonie mit Formen des Spätbarock und der Klassik; die eigentlichen Kompositionsbereiche Regers bilden Orgel- und Kammermusik. In seinem bedeutendsten geistlichen Chorwerk "Der 100. Psalm" (1908/09) geht Reger an die Grenze der Tonalität. zur Person

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NMZ, Nr. 5/2023, 72. Jahrgang

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