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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Michael Praetorius
| -1621Michael Praetorius (Schultheis) wurde um 1571 in Creuzburg an der Werra geboren. Sein Vater, Michael Schultheis, war in jungen Jahren neben Johann Walter Lehrer an der Lateinschule in Torgau gewesen und hatte dann in Wittenberg noch bei Martin Luther und Philipp Melanchton Theologie studiert. In der unruhigen Zeit nach Luthers Tod war er als orthodoxer Lutheraner mehrfach gezwungen, den Wohnsitz zu wechseln; von 1569 bis 1573 wirkte er als Pfarrer in Creuzburg. Praetorius studierte zunächst in Frankfurt/Oder unter der Obhut seines Bruders Andreas, der dort eine Professur innehatte, ebenfalls Theologie und übernahm nach dem Tod des Bruders 1586 eine Organistenstelle, um sich seinen Lebensunterhalt zu sichern. 1589 finden wir ihn als Studenten an der Universität von Helmstedt. 1593 schließlich tritt er in die Dienste von Herzog Heinrich Julius im nahen Wolfenbüttel, seit 1594 als Hoforganist, ab 1604 als Hofkapellmeister. Der Tod des Herzogs 1613 beendete weitgehend Praetorius’ Wirken am Hof in Wolfenbüttel. Noch 1613 wurde Praetorius nach Dresden „ausgeliehen“, wo er bis 1616 blieb und für zahlreiche Festmusiken verantwortlich war, die er teils zusammen mit Heinrich Schütz durchführte (ab 1614 von Kassel ebenfalls nach Dresden zunächst „ausgeliehen“). Ab 1616 führt Praetorius das Leben eines wandernden Orgelsachverständigen, Kapell(re)organistors und Ausrichter musikalischer Feierlichkeiten an zahlreichen Höfen in Nord- und Mitteldeutschland. 1619 ließ er sich – bereits von Krankheit gezeichnet – wieder in Wolfenbüttel nieder, wo er am 15. Februar1621 starb. zur Person
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Textdichter*in
Paul Gerhardt
| 1607-1676Paul Gerhardt wurde am 12. März 1607 in Gräfenhainichen bei Wittenberg geboren. Nach dem Besuch der Fürstenschule in Grimma, einer der Eliteschulen des Kurfürstentums Sachsen, begann er 1628 sein Theologie-Studium in Wittenberg. Dieser Ort – Ursprung der lutherischen Bewegung – war prägend für sein weiteres Leben. Hier erhielt Gerhardt die theologische Bildung, die Grundlage war für seine spätere Tätigkeit als Pfarrer und Textdichter. Nach seinem Studium arbeitete er als Hauslehrer und wurde 1657 Diakonus an St. Nikolai in Berlin – die nächste wichtige Station. Durch Gerhardts enge Zusammenarbeit unter anderem mit Johann Crüger und dessen Nachfolger Johann Georg Ebeling entstand ein wichtiger intellektueller und künstlerischer Kreis in Berlin. Ebeling war es auch, der eine erste vollständige Gerhardt-Ausgabe edierte: Pauli Gerhardi Geistliche Andachten (1666/67). Darin enthalten sind 120 seiner später insgesamt 137 Lieder. Allein schon aufgrund der Vielzahl seiner Liedtexte stellt Gerhardt den wichtigsten evangelischen Textdichter nach Luther dar. zur Person