Peter Schindler über Das Wunderhorn:
‚„Es war einmal eine Meerfee. Sie wohnte in den tiefsten Tiefen des Meeres und besaß ein unbeschreiblich schönes Horn. Ein Wunderhorn, das Musik hervorzaubern konnte. Gefertigt war es aus feinstem Gold und Silber, und hunderte von Glocken waren an ihm befestigt. Perlen und Rubin, gefasst in Gold, schmückten es. Das Horn war weltbekannt. Die Meerfee beauftragte einen Knaben samt Pferd, dieses Instrument auf schnellstem Weg zur Kaiserin zu bringen. Denn dieses Horn war nicht nur einzigartig schön, es konnte auch, auf zarten Druck, die allerschönsten Melodien von sich geben, wie sie noch kein Ohr je zuvor gehört hatte. Zuverlässig führte dieser schnelle Knabe auf seinem Ross den Auftrag aus und ließ die Kaiserin mit Staunen zurück, die von nun an mit diesem Horn süßen Schall und hellen Geklingel in die Welt schickte.“
In Reime gefasst, ist dieses feenhaft, kindliche Märchen das Eingangsgedicht zu der bedeutenden Sammlung Des Knaben Wunderhorn, die Achim von Arnim und Clemens Brentano zwischen 1805/06 und 1808 mit 723 Volkliedtexten vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert in drei Bänden veröffentlichten. Die Vertonung des Gedichts lässt sich von der Geschwindigkeit des Pferdes inspirieren, die Atemlosigkeit, den Auftrag auszufüllen, und eine große musikalisch-dramaturgische Steigerung mit aufwühlenden Harmonien beherrschen das Stück. Erst am Ende, als das Ziel erreicht ist, kommt die Musik zur Ruhe. Close Harmonys und eine synkopenhafte Phrasierung machen den Reiz dieses anspruchsvollen Chorsatzes aus."
Peter Schindlers abendfüllendes weltliches Chorwerk Sonne, Mond und Sterne erzählt eine Liebesgeschichte nach ‚alten' Texten, die durch die musikalische Umsetzung eine neue Interpretation erfahren. Die Sätze handeln von den Himmelskörpern Sonne, Mond und Sterne; von Liebe, Sehnsucht, Leidenschaft, Zeit, Lebenskreislauf, von Träumen und vom Sterben. Alltägliches, Derbkomisches wird dabei genauso besungen wie Tiefernstes. Nun sind einzelne Sätze in Einzelausgaben mit Klavierbegleitung erhältlich.
- Chorsatz von mittlerem Schwierigkeitsgrad
- Spricht den erfahrenen ‚Brahms-Requiem-Sänger' ebenso an wie ambitionierte Kammer- oder Jugendchöre, die aus der Gospel-, Pop- oder Jazzliteratur kommen
- Zwischen Jazz, Chanson, Pop und Kammermusik
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Komponist*in
Peter Schindler
| 1960Peter Schindler studierte Schulmusik, Komposition und Orgel sowie Jazz und Popularmusik an der Musikhochschule Stuttgart. Zu seinen Werken zählen Chansons, Instrumentalstücke, Geistliche Werke, Musik für Ballett und Schauspiel sowie Musicals, Singspiele und Lieder für Kinder und Jugendliche. Als Organist und Pianist führt er mit verschiedenen Ensembles und Interpreten vorwiegend eigene Kompositionen im In- und Ausland auf. Konzertreisen mit dem von ihm gegründeten Quintett Saltacello sowie der Gruppe Pipes and Phones führten ihn nach China, Dänemark, Frankreich, Italien, Korea, Österreich, Polen, Skandinavien, Taiwan, Tschechien sowie in die Schweiz und die USA. Sowohl als Solist als auch im Zusammenspiel mit unterschiedlichen Partnern hat er zahlreiche Stücke eingespielt und auf Tonträgern veröffentlicht.
Weitere Informationen finden Sie im Internet auf der Seite www.peter-schindler.de
Wir haben dem Komponisten 5 Fragen gestellt, lesen Sie hier in unserem Blog: https://blog.carus-verlag.com/persoenlichkeiten/5-fragen-an-peter-schindler/
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