Messa di Gloria
in Fa maggiore 1888
Sie suchen Operndramatik für den Kirchenchor? Dann ist die Messa di Gloria für Soli, Chor und Orchester von Pietro Mascagni genau das richtige Werk. Mascagni, dem seine Oper Cavalleria rusticana auf der ganzen Welt große Berühmtheit bescherte, schrieb die Messe zur gleichen Zeit wie seinen bekannten Einakter.
Es ist ein Werk mit einer einfachen, aber wirkungsvollen Stilistik und raffinierten lyrischen Melodien, die von Tenor und Bass gesungen und vom Chor in den energischsten Sätzen unterstützt werden. Die berühmte „Elevazione“ mit ihrem ergreifenden Violinsolo macht diese Messe zu einem echten Meisterwerk. Der Schwierigkeitsgrad ist moderat und die Besetzung nicht allzu groß, sodass sich die Messa di Gloria für Profi- und für Laienensembles gleichermaßen eignet. Auch für Jugendchöre und -orchester ist diese äußerst klangschöne Messe gut erreichbar.
Die Ausgabe des italienischen Dirigenten Andreas Gies basiert auf dem Autograph des Komponisten. Die Edition mit Partitur, wie immer bei Carus mit Kritischem Bericht und informativem Vorwort, Aufführungsmaterial und Klavierauszug, präsentiert das Werk erstmals in modernem Notensatz.
Mascagni schrieb seine Messa di Gloria für einen dreistimmigen Chor, bei dem Kinder (Ragazzi) und Altstimmen (Contralti) gemeinsam eine Stimme singen, dazu ein (hoher) Tenor und ein Bass. Für heutige gemischte Chöre bietet es sich an, die hohen Altstimmen mit dem in Mezzosopranlage liegenden Sopran (Ragazzi e Contralti) und die tieferen Altstimmen mit dem Tenor gehen zu lassen. Dadurch eignet sich das Werk auch für kleinere Chöre mit schwach besetztem Tenor. Klavierauszug und Chorpartitur bieten die Mittelstimme sowohl im oktavierten Violinschlüssel (Tenor) als auch im normalen Violinschlüssel (für die Altstimmen). So können alle aus ihren gewohnten Schlüsseln singen.
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Komponist*in
Pietro Mascagni
| 1863-1945
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Herausgeber*in
Andreas Gies
| 1993Andreas Gies, als Sohn italienisch-deutscher Eltern geboren, studierte Flöte, Klavier, Komposition, Gesang und Dirigieren an den Konservatorien in Castelfranco, Venedig und Mailand. Nach einem Bachelor- und zwei Master-Abschlüssen besuchte er Meisterkurse bei renommierten Dirigenten wie M. Beltrami und D. Gatti. Gies war Assistenzdirigent an Theatern wie La Fenice di Venezia und Regio di Torino. Im Jahr 2019 gewann er den „Premio Nazionale delle Arti“ und dirigierte das Orchester „La Verdi“ in Mailand. Er dirigierte Uraufführungen und Aufführungen in Mailand, Nizza, Novara und Sofia.
Als Komponist hat Gies mehrere Wettbewerbe gewonnen und seine Werke wurden von großen Orchestern in den USA und Italien aufgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftler C. Orselli gibt er außerdem kritische Ausgaben weniger bekannter italienischer Opern heraus. Zu seinen Kompositionen gehören Stücke für Kammermusikgruppen, Orchester und Kammeropern.
zur Person
Rezensionen
Wer Puccinis Missa [di Gloria] mag, wird auch an Mascagni großen Gefallen finden, wobei die chorischen Anforderungen … bei Mascagni deutlich geringer ausfallen.
Forum Kirchenmusik, 04/2025
… bewusst in geringem Schwierigkeitsgrad für Orchester und Chor gehalten, durchaus aber mit Sinn für Orchesterfarben. … hervorragende Neuausgabe des Werkes… Die Messe ist eine Bereicherung für kirchenmusikalische Konzerte kleineren Maßstabs.
Musik & Kirche, 03/2025