Sigismund Ritter von Neukomm: Kurze und leichte Messe - Noten | Carus-Verlag

Sigismund Ritter von Neukomm Kurze und leichte Messe

für Orgel und Physharmonika allein 1844

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Sigismund Ritter von Neukomm zählt zu jenen Künstlern, die zu ihren Lebzeiten eine überregionale Berühmtheit erlangten, bei den nachfolgenden Generationen aber in Vergessenheit geraten sind. Im Fall Neukomms mag dies als besonders verwunderlich erscheinen, denn er kann als eine der populärsten Musikerpersönlichkeiten der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bezeichnet werden. Ausgedehnte Konzertreisen, bei denen er als Dirigent, Komponist, Organist und Pianist auftrat, führten ihn durch viele europäische Länder und nach Südamerika. Die Zweckbestimmung von Neukomms "Messe ohne Worte" ist in der musikalischen "Untermalung" der stillen Messe zu sehen, bei der das Orgelspiel an die Stelle der gesungenen Teile tritt. Die Ausdeutung und musikalische Umsetzung des liturgischen Textes steht in der klassischen Tradition, die im Grundcharakter der einzelnen Abschnitte und in deren formaler Ausarbeitung erkennbar ist
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Partitur Carus 18.068/00, ISMN 979-0-007-10030-8 16 Seiten, DIN A4 quer, kartoniert
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  • Armin Kircher leitete bis zu seinem Tod das Kirchenmusikreferat der Erzdiözese Salzburg und war seit 1992 organisatorischer Leiter der Österreichischen Werkwoche für Kirchenmusik. Außerdem war Armin Kircher Stiftskapellmeister an der Stiftskirche St. Peter in Salzburg und Organist an der Kajetanerkirche in Salzburg. Die besondere editorische Zuwendung Kirchers galt der liturgischen Musik sowie der Musik der Wiener Klassik, allen voran der noch unerschlossenen Musik Johann Michael Haydns, dessen zahlreiche Messkompositionen er für die heutige Zeit in wissenschaftlichen Ausgaben erschloss. Die von ihm herausgegebenen Sammlungen für die katholische Liturgie sind heute Standardwerke, insbesondere die Chorbücher Mozart – Haydn, das Chorbuch Kirchenjahr und die Veröffentlichungen für Orgel und Chöre zum neuen katholischen Gesangbuch „Gotteslob“. Auch als Arrangeur klangschöner Chor- und Orgel-Sätze hat sich Armin Kircher einen Namen gemacht. zur Person

Rezensionen

Musik & Liturgie, 3/05, S

Sigismund Ritter von Neukomm: Kurze und leichte Messe

Sigismund Ritter von Neukomm hatte zu seinen Lebzeiten überregionale Berühmtheit erlangt, geriet aber nachher in Vergessenheit. Als Dirigent, Komponist, Organist und Pianist unternahm er ausgedehnte Konzertreisen durch viele europäische Länder und nach Südamerika. Als universal gebildeter Künstler erwarb er sich die Freundschaft von Königen, Diplomaten, geistlichen Würdenträgern und Künstlerkollegen.

Geboren wurde Sigismundus Johannes Gualbertus Franziskus Neukomm am 10. Juli 1778 in Salzburg. Sein Elternhaus in der Getreidegasse steht dem Geburtshaus Mozarts gegenüber. Gefördert wurde er durch Michael Haydn, der ihn seinem Bruder Joseph als Schüler empfahl. Die Freundschaft mit dem Brüderpaar blieb über deren Tod hinaus bestehen. Vor seiner Umsiedlung nach Paris war er an verschiedenen Orten tätig, so auch als Kapellmeister an der Deutschen Oper in St. Petersburg. 1814 begleitete er seinen Gönner, den Fürsten Talleyrand, zum Wiener Kongress.

Bei seinen Konzertreisen nahmen seine eigenen Werke sowie die Werke von W. A. Mozart und Joseph Haydn einen zentralen Platz ein. In Salzburg hielt er bei der Enthüllung des Mozart-Denkmals die Festrede und dirigierte dessen Krönungsmesse und das Requiem. Geadelt und mit vielen Ehrungen ausgezeichnet, starb Sigismund Ritter von Neukomm am 3. April 1858 in Paris. Sein kompositorisches Œuvre umfasst über zweitausend Werke. Das Hauptgewicht liegt auf dem kirchenmusikalischen Bereich. Stilistisch ist er der klassischen Tradition verpflichtet.

Die Zweckbestimmung von Neukomms «Messe ohne Worte» ist die der musikalischen «Untermalung» der stillen Messe. Das Orgelspiel tritt an die Stelle der gesungenen Teile des Ordinariums. Heute ließen sich die Stücke mit stilverwandten Ordinariums-Gemeindegesängen verbinden.

Quelle: Musik & Liturgie, 3/05, S.43

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