Wenn einer fragt
Martin Luther – Ein Singspiel
Alter: 6–14 Jahre
Dauer: 45 min
Lieder: 12
Besetzung: 1–2stg Chor, 8 Soli, 19 Sprechrollen
Instrumente: Klavier, 2 Violinen, Viola (Violine), Violoncello ad lib, 2 Melodieinstrumente, Bassinstrument ad lib, Schlagwerk, Gitarre, E-Bass ad lib
Inhalt
Das Singspiel veranschaulicht auf kindgerechte Weise Luthers Überzeugung, dass es Gottes Gnade nicht gegen Geld, also gegen das Bezahlen eines Ablasses gebe, sondern dass Gott barmherzig sei und auch ohne Bezahlung verzeihe. Dieser Gedanke stieß in der katholischen Kirche auf Widerstand – man baute gerade den Petersdom –, aber bei der Bevölkerung traf er auf offene Ohren; bald wehrte sich das Volk gegen die Repressalien in einer Welle der Gewalt, die von Luther in dieser Form nie gewollt war.
In diesem Singspiel werden nicht die konfessionellen Unterschiede verhandelt, sondern es wird die Person Luther in einer Zeit großer politischer und geistesgeschichtlicher Umwälzungen gezeigt. Durch das Stück führen zwei Kinder aus der Gegenwart, die das Geschehene reflektieren und von einer Szene in die nächste überleiten.
Musik und Text
Mit eingängigen Melodien und prägnanten Szenen macht Uli Führe die Reformationszeit für Kinder und Jugendliche nachvollziehbar. Chor, Solist*innen und Sprecher*innen sind in diesem Singspiel gleichberechtigt, sodass jeder Mitwirkende eine für sich passende Aufgabe finden kann. Das Stück ist für flexible Besetzungen konzipiert, die Grundbesetzung ist ein Kinderchor mit Klavier. Die Vokalstimmen liegen im kindgerechten Umfang zwischen c’ und e’’ und sind auch für Kinder ohne Singerfahrung geeignet.
Aufführung
Die häufig wechselnden Handlungsorte, wie beispielsweise der Wittenberger Marktplatz, der Reichstag in Worms und die Wartburg, können bei der Aufführung entweder mit verschiedenen Bühnenelementen oder auch nur mit einzelnen Kostümteilen und einigen Requisiten definiert werden. Wenn die Auf- und Abgänge der Sänger*innen und Sprecher*innen gut organisiert werden, reicht eine kleine bis mittlere Bühne für die Aufführung dieses Singspiels aus. Die 19 Sprechrollen können auch auf weniger Personen verteilt werden.
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Uli Führe
| 1957Uli Führe, 1957, lebt in Buchenbach bei Freiburg, Schulmusik- und Popularmusikstudium in Stuttgart.
Er gibt Workshops in den Bereichen Stimmbildung für Chorleiter*innen und Liedpädagogik für Musikerzieher*innen (u. a. Österreich, Italien, Litauen, Schweiz). Führe war Professor für Chorpädagogik an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf und unterrichtete 16 Jahre lang Improvisation an der Musikhochschule Freiburg.
Seine vielseitigen Kompositionen haben ihren Weg in die Chöre und in den Schulalltag gefunden. Die Lieder für Kinder (z.B. Mobo Djudju) sind an vielen Grundschulen verbreitet. Seine Jazzkanons haben sich in vielen Ländern durchgesetzt. Führes Chorstücke verwenden immer wieder Texte großer deutscher Dichter und Dichterinnen, darunter Ringelnatz, Biermann, Kaléko und Heine. Seine Stimmbildungsbücher Stimmicals 1 und 2 sind heute fester Bestandteil moderner Stimmarbeit.
Führe tritt seit 1976 mit seinem alemannischen Kleinkunstprogramm vor allem im süddeutschen Raum auf. Er erhielt für seine Lieder mehrere Preise, u.a. den Kleinkunstpreis des Landes Baden-Württemberg und den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik für seine CD Ikarus.
zur Person
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Textdichter*in (Musical)
Uli Führe
| 1957Uli Führe, 1957, lebt in Buchenbach bei Freiburg, Schulmusik- und Popularmusikstudium in Stuttgart.
Er gibt Workshops in den Bereichen Stimmbildung für Chorleiter*innen und Liedpädagogik für Musikerzieher*innen (u. a. Österreich, Italien, Litauen, Schweiz). Führe war Professor für Chorpädagogik an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf und unterrichtete 16 Jahre lang Improvisation an der Musikhochschule Freiburg.
Seine vielseitigen Kompositionen haben ihren Weg in die Chöre und in den Schulalltag gefunden. Die Lieder für Kinder (z.B. Mobo Djudju) sind an vielen Grundschulen verbreitet. Seine Jazzkanons haben sich in vielen Ländern durchgesetzt. Führes Chorstücke verwenden immer wieder Texte großer deutscher Dichter und Dichterinnen, darunter Ringelnatz, Biermann, Kaléko und Heine. Seine Stimmbildungsbücher Stimmicals 1 und 2 sind heute fester Bestandteil moderner Stimmarbeit.
Führe tritt seit 1976 mit seinem alemannischen Kleinkunstprogramm vor allem im süddeutschen Raum auf. Er erhielt für seine Lieder mehrere Preise, u.a. den Kleinkunstpreis des Landes Baden-Württemberg und den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik für seine CD Ikarus.
zur Person
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Textdichter*in (Musical)
Hellmuth Wolff
| 1958