Sonaten für Clavier I
Wilhelm Friedemann Bach, der älteste Bach-Sohn, zeigt in seinem Schaffen einen ausgeprägten schöpferischen Individualismus. Seine Sonaten für ein Tasteninstrument (Cembalo oder Hammerklavier), die zu seinen Hauptwerken zählen, haben die Entwicklung der damals noch jungen Gattung und seinen Nachruhm geprägt. Mit ihrer oft kapriziösen Melodik und Harmonik, den improvisatorischen Zügen, aber auch der Verbindung von galanten und polyphonen Stilidealen sind die Sonaten echte Entdeckungen. Sämtliche Sonaten für Solo-Tasteninstrument sowie das Konzert in F-Dur für zwei Cembali liegen in fünf Heften als Einzelausgaben aus der Wilhelm-Friedemann-Bach-Gesamtausgabe vor.
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Zusatzinformationen zum Werk
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Wilhelm Friedemann Bach
| -1784Wilhelm Friedemann Bach, der älteste Sohn Johann Sebastians, genoss den Ruf, einer der herausragenden, zugleich aber auch eigenwilligsten Komponisten seines Zeitalters zu sein. Sein Werk stellt den ehrgeizigen Versuch dar, das Erbe des Vaters aufzunehmen und dem Geschmack seiner Generation entsprechend weiterzuentwickeln. Hochgesteckte künstlerische Ambitionen sind in nahezu sämtlichen Werken W. F. Bachs zu erkennen – von den frühen Klavierstücken über die Kantaten der mittleren Schaffenszeit bis hin zu den späten Sonaten und Fantasien. Aus Wilhelm Friedemann Bachs Feder stammen Klavier- und Kammermusik, Konzerte und geistliche Kantaten. Auf hohem kompositionstechnischem Niveau unternimmt er eine reizvolle Synthese von hochbarock-komplexem und galant-empfindsamem Stil. Während seine Instrumentalwerke vornehmlich in Dresden (1733–1746) und Berlin (1774–1784) entstanden und einem prachtvollen höfischen Stil verpflichtet sind, gehören die Vokalwerke seiner Wirkungszeit als Organist und Musikdirektor der Hallenser Marktkirche (1746–1764) an und zeichnen sich durch ihre expressive Kühnheit und Virtuosität aus. zur Person
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Herausgeber*in
Peter Wollny
| 1961