Drei Werke für Orgel. Original für Flötenuhr, eingerichtet für Orgel von Thierry Hirsch
Mozart hinterließ zwar keine größeren Originalwerke für Orgel, jedoch drei bemerkenswerte Stücke für Flötenuhr, also die damals so beliebten, mit Orgelpfeifen versehenen Musikautomaten. Ungewöhnliche Vertreter dieser Werkgattung sind die Fantasien KV 594 und KV 608: Bei diesen gewichtigen Kompositionen handelt es sich um ausgesprochene Meisterwerke von "erhabenem" Charakter und dichter kompositorischer Faktur – ganz so, als habe Mozart hier von vornherein eine "echte" Orgel im Sinn gehabt. Einen völlig anderen, heiter-verspielten Charme strahlt die dritte dieser Kompositionen, das Andante KV 616, aus. Die drei Werke sind in dieser Ausgabe eingerichtet für Orgel unter weitestmöglicher Beibehaltung des Originaltextes und versehen mit Vorschlägen zur Registrierung und Manualverteilung.
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Zusatzinformationen zum Werk
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Wolfgang Amadeus Mozart
| 1756-1791Als Sohn des Vizekapellmeisters des Salzburger Fürsterzbischofs war Mozart bereits in seiner Jugend beständig von Kirchenmusik umgeben. Auf seinen Reisen lernte Mozart die Kirchenmusik Italiens kennen, in Wien studierte er später Werke Bachs und Händels. Nach seiner Umsiedlung nach Wien stellen sich mit Oper und Klavierkonzert neue Herausforderungen, bezeichnenderweise bleibt die „c-Moll-Messe“ KV 427, das größte kirchenmusikalische Werk der ersten Wiener Jahre, unvollendet. Die letzte Lebenszeit zeigt wieder eine Hinwendung zur Kirchenmusik: Mozart bewirbt sich mit Erfolg um die Nachfolge des todkranken Leopold Hoffmann als Kapellmeister am Stephansdom, doch kann er die Stelle nicht antreten, da er noch vor Hoffmann stirbt. Ein Kleinod wie das „Ave verum“ KV 618 und das unvollendet gebliebene Requiem KV 626 lassen ahnen, was Mozart als Kirchenkomponist hätte noch leisten können, wäre er in diese verantwortliche Position gelangt. zur Person
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Herausgeber*in
Thierry Hirsch
| 1988