Dû bist mîn
Mittelalterliches Liebeslied 2020
„Dû bist mîn“, das wohl bekannteste mittelhochdeutsche Liebeslied wird häufig dem nicht minder berühmten Dichter Walther von der Vogelweide zugeschrieben. Nicht überliefert ist hingegen die Melodie, zu der diese Verse Ende des 12. Jahrhunderts möglicherweise gesungen wurden. Wolfgang König (*1947) schafft in seiner Vertonung eine reizvolle Verbindung von mittelalterlicher Klangwelt und der Musik des 21. Jahrhunderts. Parallele Quinten stehen neben Dur-Moll-Tonalität, und Saxofon-Soli schmücken den von schlichter Klavierbegleitung unterstützten, doppelchörig angelegten Chorsatz. Der echoartige Wechsel der Männer- und Frauenstimmen spiegelt den Text des Liebeslieds: „Dû bist min, ich bin dîn: des solt dû gewis sîn“.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Wolfgang König
| 1947Wolfgang König (geb. 1947 in Eslohe/Sauerland) studierte an der Musikhochschule in Köln zunächst Schulmusik und danach sein Hauptfach Posaune, anschließend folgte noch ein Magisterstudium mit den Fächern Musikwissenschaft, Germanistik und Soziologie. Seine weitere musikalische Laufbahn wurde von verschiedenen stilistischen Richtungen geprägt: er machte sowohl Alte als auch Neue Musik, spielte Jazz in einer Big Band und übernahm außerdem schon als Jugendlicher oft die Messen seines Vaters, der Organist war. All diese Stilrichtungen beeinflussten auch die Art seiner eigenen Musik und erscheinen immer wieder in den Kindermusicals. Seit 1979 ist er Leiter der Musikschule Beckum-Warendorf und auch seit dieser Zeit Dirigent eines gemischten Chores und des Großen Sinfonieorchesters der Musikschule. zur Person
Rezensionen
Wolfgang König ist eine höchst interessante Bearbeitung des berühmten Liebestextes aus dem 12. Jahrhundert gelungen. Das teils solistisch, teils begleitend agierende Saxophon umschmeichelt die – in Anlehnung an die Entstehungszeit – zurückhaltend harmonisierten Chorstimmen in wunderbarer Weise, ergänzt durch eine wohltuend zurückhaltende Klavierbegleitung. Ein Farbtupfer für jedes Konzertprogramm. […] Altes in neuem Gewand? Wohl gelungen – „des solt dû gewis sîn“!
Erhard Schumm (in: Mitteilungsblatt des Fränkischen Sängerbundes)
Erhard Schumm (in: Mitteilungsblatt des Fränkischen Sängerbundes)