Bachchor Mainz

Zur Person

Die erfolgreiche Beschäftigung mit dem reichhaltigen Repertoire der Chormusik vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart hat dem Bachchor Mainz weit über die Grenzen Deutschlands hinaus ein hohes Renommee eingebracht. Gegründet wurde der Bachchor Mainz 1955 von Diethard Hellmann, der den Chor 30 Jahre lang leitete. Unter der künstlerischen Leitung seines Nachfolgers Ralf Otto erweiterte sich das Programmspektrum des Ensembles kontinuierlich, wobei Otto einen besonderen Akzent auf selten aufgeführte Werke setzt. Parallel dazu etablierte er in Mainz und der Region die historisch informierte Aufführungspraxis. Großen Wert legt Ralf Otto auf die künstlerische und technische Entwicklung jedes einzelnen Chormitglieds. Der daraus resultierende Klangkörper ermöglicht es, die Besetzung für jedes Werk exklusiv zusammenzustellen und an die stilistischen Anforderungen anzupassen. Die Palette reicht dabei vom kompakten und gelegentlich solistisch besetzten Ensemble für Alte Musik bis zum großen Konzertchor für die Literatur der Romantik und der Moderne. Mit dem Münchner Barockorchester L’arpa festante hat der Bachchor im Hinblick auf historische Aufführungspraxis einen gleichgesinnten Partner gefunden. Ein weiteres Markenzeichen des Bachchores Mainz sind die zahlreichen Hörfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen. Darüber hinaus pflegt der Chor eine enge Zusammenarbeit mit Gastdirigenten wie Eliahu Inbal, Michael Gielen, Peter Eötvös, Georges Prêtre, Peter Schreier, Adam Fischer, Sylvain Cambreling, Riccardo Chailly oder Philippe Jordan. Der Bachchor Mainz ist häufig im In- und Ausland zu Gast. Seit 1992 war er regelmäßig bei den Philharmonischen Konzerten am Opernhaus Zürich engagiert. 2003 errang das Ensemble die Auszeichnung „Bester Chor des Jahres 2003“ durch die Vereinigung der Musikkritiker Argentiniens. 2006 folgte der Bachchor Mainz erneut einer Einladung des Mozarteum Argentino nach Argentinien, Brasilien und Uruguay, wo er gemeinsam mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz in ausverkauften Häusern (u. a. mehrfach im Teatro Colón/Buenos Aires) Mozarts Große c-Moll-Messe und Händels Messias in der Mozartfassung aufführte.

Ausgaben

1 Artikel
Artikel pro Seite: