Capella de la Torre
Zur Person
Die Capella de la Torre, im Jahr 2005 von Katharina Bäuml gegründet, versammelt Musiker, die sich als Spezialisten für historische Aufführungspraxis auch international einen Namen gemacht haben. Leitgedanke des Ensembles ist es, die reiche und bisher wenig beachtete Musik aus Mittelalter und Renaissance mit authentischen Instrumenten zur Aufführung zu bringen und damit wieder direkt erfahrbar zu machen. Den Namen „de la Torre“ kann man auf zweierlei Weise verstehen: Die Gruppe widmet sich im Besonderen der Musik für historische Blasinstrumente wie Schalmei, Pommer, Dulzian, Posaune und Zink, zeitgenössisch als „Capella Alta“ bekannt. Anfang des 16. Jahrhundert komponierte der Spanier Francisco de la Torre das wohl berühmteste Stück für eine solche Besetzung, seine Danza Alta. Neben dieser Hommage an den Komponisten ist der Name aber auch ganz wörtlich zu verstehen: „de la Torre“ bedeutet übersetzt „vom Turme“. Bläsergruppen, in Spanien Ministriles genannt, musizierten häufig von Türmen oder Balkonen herab bei Festen und anderen offiziellen Anlässen. So gibt es bis heute in vielen Städten die „Torres de los Ministriles“. Die Capella de la Torre pflegt jedoch nicht nur die spanische Musik, sondern widmet sich den in ganz Europa verbreiteten „Hauts Instruments“, also den „lauten Instrumenten“. Programm ist die Wiederbelebung der musikalischen Tradition von so genannten „Ministriles“, „Piffari“ und „Stadtpfeiffern“. Mittlerweile liegen fünf CD-Einspielungen und zahlreiche Radiomitschnitte vor. Das Ensemble war zu Gast u. a. bei den Tagen Alter Musik Regensburg, Zeitfenster – Biennale für Alte Musik, Innsbrucker Festwochen, Laus Polyphoniae (Belgien), Oude Muziek (Niederlande), Musique et Memoire (Frankreich), „La Folía“ (Schweiz) und beim Festival de Musica Antigua de Malaga (Spanien).
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