György Vashegyi

Zur Person

György Vashegyi wurde 1970 in Budapest geboren und begann seine musikalischen Studien als Instrumentalist: Er spielte Violine, Blockflöte, Oboe und Cembalo. Mit nur 18 Jahren begann er ein Dirigierstudium bei Ervin Lukács an der Franz-Liszt-Musikakademie Budapest, das er 1993 mit Auszeichnung abschloss. Mehrfach nahm er an Dirigier-Meisterkursen bei John Eliot Gardiner und Helmuth Rilling teil. Von 1994 bis 1997 war er Student in der Continuo-Masterclass von John Toll in Dresden, wo er zudem bei Jaap ter Linden und Simon Standage Kammermusik studierte. Als Continuo-Spieler wirkte er bei führenden ungarischen Orchestern wie dem Franz Liszt Chamber Orchestra und Concerto Armonico mit. 1990 gründete er in Budapest den Purcell Choir und ein Jahr später das Orfeo Orchestra. 1991 gab Vashegyi sein Operndebüt mit Glucks Orfeo an der Kammeroper Budapest und unternahm erfolgreiche Konzertreisen mit diesem Werk in Frankreich, der Schweiz und in Luxemburg. In seinen Konzerten (hauptsächlich in Budapest) dirigierte er zahlreiche große Werke des 17. und 18. Jahrhunderts, die niemals zuvor in Ungarn aufgeführt worden waren: Buxtehudes Membra Jesu nostri, Purcells The Fairy Queen und Funeral Anthem sowie Händels Theodora, das Requiem von Kraus etc. Zugleich legt er besonderen Wert auf die Erforschung und Aufführung von Werken ungarischer Komponisten des 18. Jahrhunderts, die international noch unbekannt sind. Vashegyi arbeitet in erster Linie mit seinen eigenen Ensembles, gibt aber auch als Gastdirigent Konzerte mit anderen Alte Musik-Gruppierungen (Concerto Armonico, Capella Savaria und Musica Aeterna) sowie modernen Sinfonie- und Kammerorchestern. Im August 2000 debütierte er an der Ungarischen Staatsoper in Budapest (mit dem Orfeo Orchestra) mit Haydns L’infedeltà delusa; dies war die erste Opernaufführung auf historischen Instrumenten an der Ungarischen Staatsoper. Seit 2001 dirigiert Vashegyi regelmäßig an der Staatsoper. 2004 stand er beim Mozartfest Würzburg sowie beim Rheingau Musikfestival in Kloster Eberbach am Pult des Prager Kammerorchesters.

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