Walter Feldmann

1965

Zur Person

Walter Feldmann ist 1965 in der Schweiz geboren. In seinem Leben kreuzen sich Musik (Querflötenstudium), Literatur und Sprachwissenschaft (Studium an der Universität Zürich) beständig. Als Flötist, Komponist und Leiter der Tage für Neue Musik Zürich (1994-2003), wie auch als Herausgeber der kleinen, feinen Éditions Marta (Rimbaud, Albiach, Nerval, und zentral: Stéphane Mallarmé) ist er bekannt für akkurates, textgetreues Arbeiten. Seine Kompositionen sind ohne ihren literarischen Hintergrund undenkbar, mehr noch: sie werden aus einer speziellen Art von Umwandlung literarischer Texte generiert. Nach Claude Simon, James Joyce und Laurence Sterne steht bis heute die 2012 verstorbene französische Poetin Anne-Marie Albiach im Zentrum seines Interesses. In engem Kontakt mit ihr entstanden Hauptwerke wie sein Violakonzert « monstrueuse vécut dans le cadre » la mémoire und der Zyklus « une géométrie ». Nach einer künstlerischen Pause von fast 7 Jahren, in der er sich ausschliesslich und begeistert seiner langjährigen musikpädagogischen Arbeit widmet (Flötenlehrer an der Alten Kantonsschule Aarau) und aus der ihn ein Auftrag zur Vertonung von Hölderlin und Grass zurückholt, ist er wieder als Komponist aktiv: 2016 entstanden Auftragswerke des Ensemble Proton Bern (über Adolf Wölfli) und der Tage für Neue Musik Zürich (Anne-Marie Albiach).

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