Psalm 150
Bearbeitung für kleines Ensemble (arr. von A. Landgraf) FWV 69, 1884
Der Psalm 150 von 1884 ist eine Komposition aus der schöpferischen Reifezeit César Francks. Auf engem Raum treten die charakteristischen Merkmale seines Stils in Erscheinung: die betont symphonische Sprache, die kühne, unverwechselbare, von Chromatik getragene Harmonik und die eigenwillige formale Gestaltung. Einer weiteren Verbreitung des Werkes stand vor allem der im Verhältnis zur kurzen Aufführungsdauer große Aufführungsapparat im Wege. Die vorliegende Bearbeitung des Psalms für Chor, Streicher und Orgel (ad libitum: Harfe und Schlagzeug) versucht zum einen, das originale Klangbild so weit wie möglich zu erhalten und zum anderen aber, mit der Beschränkung auf Streicher und Orgel, Rücksicht auf die kirchenmusikalische Praxis mit ihren oft begrenzten Möglichkeiten zu nehmen.
Mit der vorliegenden Bearbeitung für Kammerorchester (Streicher, Orgel sowie Pauke, Becken, Harfe, ad libitum) können nun auch kleinere Chöre und Chöre mit begrenzten räumlichen oder finanziellen Möglichkeiten dieses Werk aufführen, wobei der sinfonische Charakter sowie eine hohe dynamische Bandbreite erhalten bleiben.
| Originalversion | Bearbeitung für Kammerorchester |
| Coro SATB, 2 Fl, 2 Ob, 2 Clt, 2 Fg, 4 Cor, 2 Tr, 3 Trb, Timp, Cymbal, 2 Vl, Va, Vc, Cb, Org, Arpa | Coro SATB, 2 Vl, Va, Vc, Cb, Org, [Timp, Cymbal, Arpa] |
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Komponist*in
César Franck
| 1822-1890Der Vater erkannte früh seine Begabung und gab ihn 1831 zur musikalischen Ausbildung an das Konservatorium Lüttich in Belgien. Vier Jahre später zog die Familie nach Paris, wo der fünfzehnjährige César ebenfalls am Konservatorium aufgenommen wurde und in die Klavierklasse Pierre-Joseph-Guillaume Zimmermanns kam. Auch besuchte er die Klassen in Kontrapunkt bei Aimé Ambroise Simon Leborne, Komposition bei Henri-Montan Berton und Orgel bei François Benoist. In dieser Zeit entstanden seine ersten kammermusikalischen Werke, wie die 3 trios concertants für Violine, Violoncello und Klavier. 1858 wurde er Titularorganist in der Ste. Clotilde-Kirche in Paris, für welche er ein eigenes Repertoire komponierte. Darunter befindet sich u.a. das Oratorium über Die Sieben Worte Jesu am Kreuz 1859, welches beim Carus-Verlag erhältlich ist.
zur Person
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Bearbeiter*in
Armin Landgraf