Franz Liszt: Voll Freud und Leid. Ausgewählte Lieder - CDs, Choir Coaches, Medien | Carus-Verlag

Franz Liszt Voll Freud und Leid. Ausgewählte Lieder

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2011 begehen wir den 200. Geburtstag von Franz Liszt, dessen Werk nach wie vor nicht die umfassende Würdigung erfährt, die es seiner Bedeutung nach verdient hätte. Schließlich gehört er zu den Komponisten, die die Musikkultur im 19. Jahrhundert nachhaltig veränderten. Zu den sträflich vernachlässigten Bereichen seines Œuvres gehören zum Beispiel auch seine Liedkompositionen. Dabei war gerade das Lied für Liszt ein Experimentierfeld seiner Musiksprache. Oft wird durch abwechslungsreiche Rhythmen und kühne Harmonik die Stimmung des Textes präzise wiedergegeben. So nimmt Liszt in der Vertonung des Textes „Loreley“ von Heinrich Heine sogar Wagners Tristan-Harmonik vorweg. Der Tenor Hans Jörg Mammel und sein Begleiter Hilko Dumno entdecken auf der vorliegenden Einspielung Franz Liszt als hochinteressanten Liedkomponisten.
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  • Im Rhein, im schönen Strome
  • Morgens steh ich auf und frage
  • Ein Fichtenbaum steht einsam
  • Anfangs wollt ich fast verzagen
  • Du bist wie eine Blume
  • Vergiftet sind meine Lieder
  • Die Loreley
  • Es war ein König in Thule
  • Freudvoll und leidvoll
  • Wer nie sein Brot mit Tränen aß
  • Über allen Gipfeln ist Ruh
  • Der du von dem Himmel bist
  • Die drei Zigeuner
  • Es muss ein Wunderbares sein
  • Das Veilchen
  • Die Schlüsselblumen
  • Nonnenwerth
  • Der Fischerknabe
  • Der Hirt
  • Der Alpenjäger
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Compact Disc Carus 83.446/00, EAN 4009350834460 CD, Jewel Case
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  • Franz Liszt wurde 1811 in Raiding (damals Ungarn) geboren und starb 1886 in Bayreuth. Er erhielt Klavierunterricht bei seinem Vater ab seinem 6. Lebensjahr und wurde 1822/23 Schüler von C. Czerny und A. Salieri in Wien. Die Jahre nach 1823 verbrachte Liszt in Paris, dort beeinflusste ihn die Bekanntschaft mit G. Rossini, V. Bellini, G. Meyerbeer sowie besonders mit F. Chopin, H. Berlioz und N. Paganini stark; auch literarisch wurde er von V. Hugo beeindruckt. Von 1838 bis 1847 feierte Liszt auf seinen ausgedehnten Konzertreisen als Klaviervirtuose Triumphe. Ab 1848 lebte er dann in Weimar, wo die Symphonischen Dichtungen und einige der wichtigsten Klavierwerke (h-Moll-Sonate, 1. Klavierkonzert) entstanden. Ab 1861 lebte Liszt in Rom, hier empfing er 1865 die niederen Weihen eines Abbés. zur Person
  • Hilko Dumno wurde neben seiner Klavierausbildung frühzeitig durch seinen Großvater, der Geiger war, an die Kammermusik herangeführt. Das Klavierstudium absolvierte er an der Hochschule für Musik Detmold, Abteilung Münster, bei Gregor Weichert. Diese Ausbildung ergänzte er durch ein Aufbaustudium für Kammermusik und Liedbegleitung bei Rainer Hoffmann, Eugen Wangler und Tabea Zimmermann an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt a. M. Als Klavierpartner verbindet ihn eine regelmäßige Zusam - men arbeit mit Hedwig Fassbender, Julia Kleiter, Henriette Meyer-Ravenstein, Christoph Prégardien, Georg Poplutz, Johannes Martin Kränzle, Hans-Jörg Mammel und Johannes Schendel, mit denen er u. a. bei der Schubertiade Schwarzenberg, der Styriarte, den Schwetzinger Festspielen, den Dresdner Musikfestspielen, dem Schleswig-Holstein- Musikfestival, dem Lucerne Festival, dem Amadeus Festival Genf und in der Alten Oper Frankfurt auftrat. Neben zahlreichen Rundfunkmitschnitten im In- und Ausland ist er als Liedbegleiter bei CD-Produktionen wie „Lieder von Liebe und Tod“ von Richard Strauss mit Hedwig Fassbender, „Die Mitternacht zog näher schon – Romantische Balladen“ mit Johannes Martin Kränzle sowie Hugo Wolfs „Italienisches Liederbuch“ mit Christoph Prégardien und Julia Kleiter beteiligt. Hilko Dumno unterrichtet seit 2001 Liedgestaltung an der Musikhochschule in Frankfurt a.M. und seit 2009 auch an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. zur Person

Rezensionen

… Diese spannenden Nebenwerke aus Liszts vielseitigem Œuvre sind im heutigen Konzertleben kaum präsent. Das ist bedauerlich – umso erfreulicher, dass sie in Mammel und Dumno engagierte und kompetente Anwälte haben. Die erlesene Qualität der Interpretation und die Dramaturgie der Zusammenstellung überzeugen. …
(Dennis Roth, klassik.com, 04. Dezember 2011)

The tenor Hans-Jörg Mammel is a singer whose focus never wavers from the poem, perfectly enunciated and vividly portrayed. He sings intelligently and his voice has great expressive resonance throughout its considerable range. Hilko Dumno, his pianist partner, is ever the supportive and active collaborator. [An] excellent recording [...].
(International Record Review, Juni 2011)

[...] Mit Hans Jörg Mammel findet der Komponist einen sehr engagierten Interpret, der Text und Musik perfekt in Klangrede umsetzt. Mammel ist ein hervorragender Erzähler, der die Stimmung der Texte intuitiv erfasst und sie in dramatisch konzentrierter Form zum Ausdruck bringt. Seine weiche, zurückgenommene Stimme bietet ihm alle Möglichkeiten der Feinnüancierung. Zudem kann der Sänger sich auf einen kongenialen Partner am Klavier verlassen, der ebenso Intimtät, Sehnsucht, Schmerz und Trauer vermitteln kann, wie seelisches Grollen. Diese CD kann man voll Freud und ohne Leid hören.
(pizzicato, 4/2011)

[...] Ausdrucksintensiv stellt [Hans Jörg Mammel] erregende Akzente schwebend schwingenden Gesangslinien gekonnt gegenüber. Die Gesangsstimme wird von Klavierbegleiter Hilko Dumno mit glänzend perlenden und kraftvollen Akkorden einfühlsam getragen. Sein feinsinniges und effektreiches Spiel des anspruchsvollen Klavierparts vermittelt einen musikalischen Hochgenuss, ohne jemals aufdringlich zu dominieren. [...] eine kostbare musikalische Rarität.
(Das Opernglas, April 2011)

Liszt-Lieder – über die weiß man, dass es sie gibt, aber kaum jemand kennt dieses Segment im Schaffen des vor 200 Jahren geborenen Klaviergroßmeisters näher. Auf der CD des Freiburger Tenors Hans Jörg Mammel und des Pianisten Hilko Dumno kann man sich nun trefflich informieren. [...] Aus seiner schönen Mittellage heraus gestaltet Mammel, der Tenorlyriker, die Vokalpartien attraktiv und einfühlsam. Dumno ist ihm dabei stets ein wacher und versierter Instrumentalpartner.
(Johannes Adam, Badische Zeitung, 18.02.2011)

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