Franz Liszt: Die großen Orgelwerke (Johannsen) - CDs, Choir Coaches, Medien | Carus-Verlag

Franz Liszt Die großen Orgelwerke (Johannsen)

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„Kay Johannsen ... stellt nun auf dem neuen Instrument die drei großen Orgelwerke Liszts vor, die dem Instrument förmlich auf den Leib geschrieben scheinen. Die von Liszts Satz erwartete Klarheit wird von Kay Johannsen und seinem Tonmeister Wolfgang Mittermaier adäquat umgesetzt. Man hört immer das, was gemeint ist.“ Klassik Heute 6/05
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  • Praeludium
  • Fuga
  • Lento
  • Quasi Allegro - Lento
  • Recitativo - Quasi Andante un poco mosso
  • Choral "Was Gott thut, das ist wohlgethan"
  • Moderato - Allegro - Tempo giusto - Vivace
  • Recitativo - Adagio
  • Adagio - Allegro deciso
  • Fuga. Allegretto con moto - Allegro con brio - Vivace molto - Piu mosso - Adagio
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Compact Disc Carus 83.171/00, EAN 4009350831711 CD, Jewel Case
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  • Franz Liszt wurde 1811 in Raiding (damals Ungarn) geboren und starb 1886 in Bayreuth. Er erhielt Klavierunterricht bei seinem Vater ab seinem 6. Lebensjahr und wurde 1822/23 Schüler von C. Czerny und A. Salieri in Wien. Die Jahre nach 1823 verbrachte Liszt in Paris, dort beeinflusste ihn die Bekanntschaft mit G. Rossini, V. Bellini, G. Meyerbeer sowie besonders mit F. Chopin, H. Berlioz und N. Paganini stark; auch literarisch wurde er von V. Hugo beeindruckt. Von 1838 bis 1847 feierte Liszt auf seinen ausgedehnten Konzertreisen als Klaviervirtuose Triumphe. Ab 1848 lebte er dann in Weimar, wo die Symphonischen Dichtungen und einige der wichtigsten Klavierwerke (h-Moll-Sonate, 1. Klavierkonzert) entstanden. Ab 1861 lebte Liszt in Rom, hier empfing er 1865 die niederen Weihen eines Abbés. zur Person

Rezensionen

Liszt: Die großen Orgelwerke

[...] Die von Liszts Satz erwartete Klarheit wird von Kay Johannsen und seinem Tonmeister Wolfgang Mittermaier adäquat umgesetzt: Man hört immer das, was „gemeint” ist. Gleichzeitig führt Johannsen den Hörer ohne Längen durch die drei Werke, was ihm nicht zuletzt die angenehm anzuhörenden Plena erleichtern, bleiben doch die Mixturen der durchwegs mit beeindruckender Sorgfalt intonierten Orgel im Prinzipalchor eingebettet. Die große Anzahl der auch in der medialen Vermittlung charaktervoll bleibenden Solostimmen verweisen ihrerseits auf die liebevolle Intonation des Erbauers.
Johannsen bedient sich grundsätzlich straffer Tempi, was beispielsweise in der Fuge über BACH gelegentlich ein wenig deplaciert, an anderer Stelle („B-A-C-H-Gewitter” in der BACH-Fuge) aber überaus eindrucksvoll wirkt. Zudem verfügt er als Organist über die pianistischen Qualitäten für Liszt, ohne jene Unarten über seine organistische Sorgfalt zu legen, um deretwillen sich Marcel Dupré genötigt sah, als großer Diszplinator in die neuere französische Orgelgeschichte einzugreifen. Insbesondere das von Johannsen zu Beginn des Ad nos, ad salutarem undam angeschlagene ruhige Tempo bei leicht geschärftem Dreier macht den Hörer darauf aufmerksam, dass es Johannsens Naturell eher entspricht, sich dem Komponisten Liszt mit den Mitteln des Spielers und weniger denen des Sängers zu nähern. Seine Registrierungen überzeugen, was auch für den unerwarteten Effekt der Wiedergabe des Choralthemas auf den Röhrenglocken des Schwellwerks gilt. Ob man die Setzerumschaltung beim Übergang auf Track 4 (Weinen, Klagen, Quasi Allegro) nicht vielleicht doch hätte entfernen sollen? Dies gilt umso mehr, als der Tonmeister bei seiner Arbeit bewusst die Dynamik der Stiftskirchen-Orgel erhielt und damit engagiert Zeugnis von der Wiedergabequalität der CD ablegt, die interessierte Kreise heute mitunter in Abrede zu stellen bemüht sind.
[...] Der musikbezogene Beitext aus der Feder des Freiburger Hochschullehrers Hans Musch beschreibt nicht nur einfühlsam das Ambiente, aus dem die drei großen Orgelwerke Franz Liszts hervor wuchsen, er symbolisiert auch die fruchtbare berufliche Zusammenarbeit, die – sogar unter Organisten – durchaus über ein Lehrer-Schüler-Verhältnis hinaus andauern kann.
Bewertung 10 / 10 / 10

Thomas Melidor
Quelle: klassik-heute.com, 7.6.2005

[...] Eine dritte Liszt-CD entstand an Mühleisen-Orgel der Stiftskirche Stuttgart. Der dortige Hausherr, Kay Johannsen, hat neben „B-A-C-H” und „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen” auch die Fantasie und Fuge über „Ad nos ad salutarem undam” eingespielt. Nach seiner herrlichen Aufnahme mit den Mendelssohn-Sonaten besticht Johannsen wiederum durch Logik und Klarheit, was nicht zuletzt durch den quasi analytischen Klang des Instruments begünstigt wird. Von allen drei Einspielungen ist dies die vielleicht direkteste, seziererischste, in der Artikulation genaueste - aber wohl nicht romantischste. [...]

Christoph Vratz

Quelle: Fono Forum 12/05, S.78

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