Kyrie nach dem Adagio der „Mondscheinsonate“ (arr. Gottlob Benedict Bierey)
Arrangiert für Chor mit einer Männerstimme (arr. C. Rosiny)
Was passiert, wenn man Beethovens „Mondscheinsonate“ mit dem liturgischen Kyrie verbindet? Der Komponist und Kapellmeister Gottlob Benedict Bierey (1772–1840) wagte dieses Experiment – mit einem verblüffenden wie stimmigen Ergebnis! Er instrumentierte den berühmten ersten Satz von Beethovens Meisterwerk für Orchester und fügte einen vierstimmig gemischten Chorsatz (SATB) mit dem Kyrie-Text hinzu (Carus 28.009/00).
Christiane Rosinys Bearbeitung in der Reihe KLANGSTARK macht dieses besondere Werk auch für Chöre mit wenigen (oder noch sehr jungen) Männerstimmen zugänglich, wobei sie äußerst behutsam mit dem Chorsatz Biereys verfährt: Die Außenstimmen bleiben nahezu unverändert, während die Mittelstimmen für zwei klangvolle Altstimmen eingerichtet sind.
Die Ausgabe erscheint als Version für Chor (SAAB) und Klavier. Die Klavierstimme entspricht Beethovens vertrautem Sonatensatz in der Originaltonart cis-Moll.
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Komponist*in
Gottlob Benedict Bierey
| 1772-1840Gottlob Benedict Bierey kam am 25. Juli 1772 in Dresden zur Welt. Von 1807 bis 1828 war er Kapellmeister am Breslauer Theater und löste in dieser Position seinen Vorgänger Carl Maria von Weber ab. Er komponierte fast ausschließlich Bühnenwerke. Neben seinen Kantaten, Chören und Gesängen, erfreuten sich seiner Zeit hauptsächlich seine Opern und Operetten großer Beliebtheit. zur Person
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Komponist*in
Ludwig van Beethoven
| 1770-1827Ludwig van Beethoven ist mit Sicherheit einer der einflussreichsten Komponisten der Musikgeschichte. Sein Werk bildet den Kulminationspunkt zahlreicher vor allem instrumentaler Gattungen der Wiener Klassik und legt den Grundstein für die kommenden Jahrzehnte. Doch auch Beethovens Vokalwerke setzten Maßstäbe: Die späte „Missa Solemnis“ gehört zu den eindrucksvollsten Chorwerken ihrer Zeit; aber schon seine frühere Messe in C erschließt dem liturgischen Text ganz neue Ausdruckswelten und hat für die Weiterentwicklung der Messkomposition Maßstäbe gesetzt. Und mit dem Schluss-Chor der „Neunten Sinfonie“, der Vertonung von Schillers „Ode an die Freude“, schuf Beethoven eines der meistaufgeführten und international bekanntesten Chor-Stücke überhaupt und setzte sich somit selbst ein zeitloses musikalisches Denkmal. zur Person
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Bearbeiter*in
Christiane Rosiny
| 1978Christiane Rosiny arbeitet seit ihrem Staatsexamen als Dirigentin und Chorleiterin. Sie leitete eine Vielzahl an Chören bevor sie 2012 die Leitung der Evangelischen Singschule Prenzlauer Berg Nord übernahm, die Chorschule an der Gethsemanekirche, die sie zu einer großen und aufbauenden Chorschule formierte. Seit einigen Jahren leitet Christiane Rosiny außerdem Workshops über verschiedene Bereiche der Chor- und Kinderchorleitung. In ihrer Tätigkeit als Kirchenmusikerin entstehen Arrangements und praxistaugliche Sätze für Kinder- und Jugendstimmen, die sie unter anderem im Carus-Verlag veröffentlicht. 2021 verlieh der Chorverband Berlin Christiane Rosiny die Geschwister-Mendelssohn-Medaille in Anerkennung herausragender Verdienste um das Berliner Chorleben.
zur Person