Missa pro defunctis (Requiem)
Die bekannteste Totenmesse vor Mozarts unvollendetem Requiem stammt aus der Feder des zu seiner Zeit gefeierten Opernkomponisten Niccolò Jommelli. Die Missa pro defunctis entstand 1756 während seiner Zeit als Kapellmeister am Hofe des württembergischen Herzogs Carl Eugen, anlässlich des Todes der Herzoginmutter Maria Augusta. Das Werk erfuhr in der Folge eine weite Verbreitung und zahlreiche Wiederaufführungen. Jommelli komponierte im neapolitanischen Stil mit einer Besetzung nur mit Streichern und Basso continuo. Die schlichten aber wirkungsvollen Chorsätze sind teils polyphon im Stile antico, teils mit Solo/Tutti-Wechseln und zahlreichen Vorhaltsdissonanzen gestaltet, während die solistischen Partien den Opernkomponisten erkennen lassen. Diese klangschöne Missa pro defunctis liegt nun erstmals vollständig in einer kritischen Edition vor. Im Anhang werden für bei Jommelli fehlende Textabschnitte Vertonungen aus dessen Umfeld (Nicola Sala) angeboten.
- Bekannteste Totenmesse vor Mozart
- Erste kritische Edition
- Wirkungsvolle Chorsätze mit zahlreichen Vorhaltsdissonanzen und Solo/Tutti-Wechseln
- Kleine Instrumentalbesetzung aus Streichern und Orgel
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Komponist*in
Niccolò Jommelli
| 1714-1774Italienischer Komponist, 1715-1774.
Jommelli schrieb 220 Bühnenwerke, darunter mehr als 60 Opern, außerdem zahlreiche Oratorien, Kantaten und Messen sowie Kammermusik. Er wurde 1750 auf Ruf des Papstes Vizekapellmeister am Petersdom in Rom, ab 1753 war er Hofkapellmeister am Hof des Herzogs Carl Eugen von Württemberg in Stuttgart.
zur Person
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Herausgeber*in
Julia Rosemeyer
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Klavierauszugbearbeiter*in
Harry Schröder
| 1956-2022
Rezensionen
Singende Kirche, Dezember 2023