Missa sancta No. 1
Freischütz-Messe WeV A.2
Webers Missa sancta No. 1 in Es-Dur ist auch unter dem Beinamen „Freischütz-Messe“ bekannt, da er sie 1818 während der Arbeit an der gleichnamigen Oper komponierte. Die Messe erfreute sich bereits bei den Zeitgenossen großer Beliebtheit und zeigt sich auch heute noch als ein reizvolles Werk. In leichtem bis mittleren Schwierigkeitsgrad komponiert, ist die Messe eine tolle Repertoirebereicherung für jeden gemischten Chor mit Orchester.
In der Messe ging Weber in besonderer Weise auf örtliche Gegebenheiten ein: Er berücksichtigte die Liturgiepraxis des Dresdner Hofes, indem er den Ordinariumssätzen der Messe ein Offertorium hinzufügte, und gestaltete dieses als Bravour-Arie, die dem Dresdner Star-Sopranisten Filippo Sassaroli auf den Leib geschrieben war. Wegen des starken Widerhalls der Hofkirche verzichtete er zudem auf schnelle Harmoniewechsel. Obwohl die Messe von Kritikern als zu „opernhaft“ empfunden wurde, gefiel sie sowohl dem Publikum als auch dem König.
- Leichter bis mittlerer Schwierigkeitsgrad
- Messtext gemäß der Liturgiepraxis des damaligen Dresdners Hofs um ein Offertorium erweitert
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Komponist*in
Carl Maria von Weber
| 1786-1826Carl Maria von Weber wurde am 18. oder 19. November 1786 in Eutin geboren und starb am 5. Juni 1826 in London. Er gilt als Begründer der deutschen romantischen Oper.
Er erhielt als Sohn des Musikers Franz Anton von Weber früh eine musikalische Ausbildung und hatte Kompositionsunterricht bei Michael Haydn und Abbé Vogler. Seine Karriere führte ihn durch verschiedene Stationen. Von 1804 bis 1806 war er Kapellmeister am Stadttheater Breslau, 1813 bis 1816 Operndirektor in Prag und ab 1817 schließlich Königlicher Kapellmeister und Direktor der neu gegründeten Deutschen Oper am Dresdner Hoftheater. Dort komponierte Weber seine berühmtesten Bühnenwerke. Seine Oper Der Freischütz gilt als Inbegriff der deutschen Oper. Er komponierte auch Instrumentalwerke, darunter Sinfonien, Konzerte und Klavierstücke. Während seiner Zeit am Dresdner Hof entstanden auch geistliche Vokalwerke, z. B. die sogenannte Jubel-Messe.
Weber prägte den deutschen Opernstil des 19. Jahrhunderts maßgeblich, indem er volkstümliche Melodien und deutsche Texte in die Oper einführte. Er hatte großen Einfluss auf nachfolgende Komponisten, insbesondere Richard Wagner.
zur Person
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Herausgeber*in
Karin Wollschläger
Rezensionen
Diese Neuausgabe hat daher auch die Aufführungspraxis im Blick, freilich ist sie gleichfalls sauber und ausführlich ediert und enthält natürlich auch ein Vorwort zur Werkgeschichte.
Das Orchester, 05/2022