Missa in c
Waisenhausmesse KV 139 (114a), 1768-69 (?) (dazwischen, spätestens 1770)
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Komponist*in
Wolfgang Amadeus Mozart
| 1756-1791Als Sohn des Vizekapellmeisters des Salzburger Fürsterzbischofs war Mozart bereits in seiner Jugend beständig von Kirchenmusik umgeben. Auf seinen Reisen lernte Mozart die Kirchenmusik Italiens kennen, in Wien studierte er später Werke Bachs und Händels. Nach seiner Umsiedlung nach Wien stellen sich mit Oper und Klavierkonzert neue Herausforderungen, bezeichnenderweise bleibt die „c-Moll-Messe“ KV 427, das größte kirchenmusikalische Werk der ersten Wiener Jahre, unvollendet. Die letzte Lebenszeit zeigt wieder eine Hinwendung zur Kirchenmusik: Mozart bewirbt sich mit Erfolg um die Nachfolge des todkranken Leopold Hoffmann als Kapellmeister am Stephansdom, doch kann er die Stelle nicht antreten, da er noch vor Hoffmann stirbt. Ein Kleinod wie das „Ave verum“ KV 618 und das unvollendet gebliebene Requiem KV 626 lassen ahnen, was Mozart als Kirchenkomponist hätte noch leisten können, wäre er in diese verantwortliche Position gelangt. zur Person
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Klavierauszugbearbeiter*in
Mathias Siedel
| 1929-1991
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Vorwortverfasser*in
Christine Martin
Rezensionen
Mozart, Wolfgang Amadeus (1756 - 1791): Missa in C
Mozart, Wolfgang Amadeus (1756 - 1791): Missa in C
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Die Messe in c-Moll KV 139 entstand in den Jahren 1768/69 und gilt als die erste vollendete „Missa solemnis”. Im Orchester treten zu den üblichen zwei Clarintrompeten und Pauken zwei mit Tromba bezeichnete Trompeten, wobei die zweite Trompete die Paukenstimme verdoppelt, zwei Oboen und drei obligate Posaunen. In der formalen Gliederung folgt Mozart hier den im 18. Jahrhundert für diesen Typus charakteristischen Vorgaben: die Messensätze werden in Arien, Duette und Chöre aufgeteilt und die Abschnitte des Gloria „Cum sancto spiritu” und des Credo „Et vitam” als Fuge verarbeitet. Die Anforderungen an den Chor bewegen sich hier im mittleren Schwierigkeitsgrad. Die ausdrucksstarke Messe besticht durch ihre lebhaften Kontraste, die Aufführungsdauer beträgt ca. 40 Minuten.
Reinhold Ix
Quelle: Musik im Bistum Essen 2/2002, S. 48/49