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Komponist*in
Domenico Scarlatti
| 1685-1757Domenico Scarlatti, geboren im gleichen Jahr wie Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel, war der Sohn des zu seiner Zeit äußerst bekannten und sehr produktiven Komponisten Alessandro Scarlatti. Er wurde vom Vater und von B. Pasquini in Rom als Musiker ausgebildet. 1715 erhielt er seine Ernennung als Kapellmeister an der Peterskirche in Rom, wo er die berühmte Cappella Giulia leitete. Später war er unter anderem als sehr gefragter Cembalist und Lehrer in Europa unterwegs. Im Rahmen seiner Tätigkeit an der Cappella Giulia und später, als er am Hofe Johannes V. in Lissabon tätig war, gehörte die Kirchenmusik zu einem seiner Hauptaufgabenkreise. Mit den bisher bekannt gewordenen Werken ist erst ein Teil seines wertvollen kirchenmusikalischen Œuvres sichtbar geworden, welches vom schlichten Miserere-Psalm bis zum zehnstimmigen Stabat Mater reicht. zur Person
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Herausgeber*in
Robert Scandrett
| 1925-2014
Rezensionen
Domenico Scarlatti: Te gloriosus
Domenico Scarlatti: Te gloriosus
Zum erstenmal ist hier die Allerheiligenmotette „Te gloriosus Apostolorum chorus... voce unanimes confitentur, beata Trinitas, unus Deus”. Nach einer homophon gestalteten Einleitungspassage erklingen fünf (pseudo-)kontrapunktisch gefertigte Abschnitte. Die Motette verlangt von den Stimmen in rhythmischer Hinsicht eine gewisse Flexibilität, bietet jedoch keinerlei harmonische Probleme (wenn nicht in C-Dur zu singen eines ist). Die beigegebene Orgelstimme kann ad libitum gespielt werden. Eine begleitende Ausführung hat sicherlich Vorteile. Einerseits wird der akkordmäßige Charakter des Stückes verstärkt, andererseits können gewisse unvollständige Akkorde vermieden werden. Die zweihundert Takte Musik (ca. 6’) lohnen eine Einstudierung auf jeden Fall.
Quelle: Katholische Kirchenmusik 4/86