Die Messe in D von Antonín Dvorák, ursprünglich für Soli, Chor und Orgel komponiert, wurde erst mit der späteren Orchestrierung durch den Komponisten sehr populär. Die Bearbeitung für Bläserquintett von Joachim Linckelmann (Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott) bietet neben den beiden originalen Versionen mit Orgel und mit großem Orchester eine dritte Fassung. Deren farbige, kammermusikalische Instrumentalbesetzung stellt die ideale Größe für einen typischen Kirchen- oder Kammerchor dar, sodass dieses wunderschöne Werk jetzt auch von weniger stark besetzten Chören konzertant aufgeführt werden kann.
Sämtliche Vokalpartien (Soli und Chor) sind mit Dvoraks Fassung für Orchester identisch, sodass von dieser Klavierauszüge und Chorpartituren verwendet werden können.
| Originalversion | Bearbeitung für Bläserquintett |
| Soli SATB, Coro SATB, 2 Ob, 2 Fg, 3 Cor, 2 Tr, 3 Trb, Timp, 2 Vl, Va, Vc, Cb, Org | Soli/Coro SATB, Fl, Ob, Clt, Cor, Fg |
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Antonín Dvorák
| 1841-1904Antonín Dvorák (1841-1904), neben Smetana und Janacek der wichtigste Vertreter einer eigenständigen tschechischen Musik, gehört zu den populärsten Komponisten des 19. Jahrhunderts überhaupt. In seiner Heimat bekannt wurde der Fleischer- und Gastwirtssohn aus dem böhmischen Nelahozeves (Mühlhausen) bei Kralup durch seinen patriotischen Hymnus „Die Erben des weißen Berges" für Chor und Orchester (op. 30) von 1872. Den Weg in die Welt ebnete ihm ein österreichisches Staatsstipendium, das ihm von einer Kommission, bestehend aus Johannes Brahms, Eduard Hanslick und Johann von Herbeck, zugesprochen wurde. Der sieben Jahre ältere Brahms nahm sich freundschaftlich des jungen Kollegen an, dessen eminente Begabung er erkannt und lieben gelernt hatte. (Brahms: ,,Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle. Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere die Hauptthemen zusammenklauben.") Brahms empfahl Dvo"rák seinem Berliner Verleger Fritz Simrock, der in der Folge Dvo"ráks eigenwilliger und zunächst schwieriger Hauptverleger wurde. International berühmt wurde Dvo"rák als Komponist und – seit 1884 – als Dirigent seiner eigenen Werke vor allem durch seine sensationellen Erfolge in England (insgesamt neunmal hielt sich Dvo"rák dort auf) und in den Vereinigten Staaten von Amerika (zwei längere Besuche mit pädagogischer und kompositorischer Arbeit). Begründet wurde dieser Erfolg zunächst durch ein kirchenmusikalisches Werk, das Stabat mater aus dem Jahre 1876 (Carus 27.293/03). Bis in Dvo"ráks späte Zeit gehören Kirchenwerke in die Reihe seiner bedeutenden Schöpfungen: den Sinfonischen Dichtungen, den Opern (darunter „Rusalka"), Sinfonien, den Streichquartetten und anderer Kammermusik, dem Oratorium „Die heilige Ludmilla" – und den „Slawischen Tänzen op.46 und 72. Zu dem genannten Stabat mater op.58 kommen der 149. Psalm op.79, das Requiem op.89 (Carus 27.323) und das Te Deum op.103 (Carus 27.189). zur Person
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Bearbeiter*in
Joachim Linckelmann
| 1964Joachim Linckelmann, geb. 1964 in München, studierte Querflöte am Richard-Strauss-Konservatorium München und an der Musikhochschule Würzburg. Er war Flötist verschiedener namhafter Orchester im In- und Ausland und arbeitet seit 1995 außerdem als Notengrafiker und Arrangeur. Seit 2009 bearbeitet er für Carus Oratorien für kleinere Besetzungen. zur Person