Text:
Das Friedensgebet „Seigneur, faites de moi un instrument de votre paix“ stammt aus Frankreich von einem anonymen Textdichter und ist erstmals in der Zeitschrift La Clochette (Nr. 12 vom Dezember 1912) belegt. Der Herausgeber überschrieb es mit „Belle prière à faire pendant la messe“. Es wurde schnell beliebt, da es eine pazifistische Gegenposition zur europäischen Kriegsbegeisterung darstellte, die dann in den Ersten Weltkrieg mündete.
Seit 1927 wird das populäre Gebet dem Heiligen Franz von Assisi zugeschrieben, wofür es aber keine lateinischen oder italienischen Quellen gibt. In der kritischen Gesamtausgabe der Schriften des heiligen Francesco ist es folgerichtig nicht enthalten.
Besetzung: Gemischter Chor (SATB). Die Orgel kann durch Klavier/Keyboard/Cembalo ersetzt und sinngemäß eingerichtet werden. Die Claves können von einem Chormitglied gespielt werden (heller freudiger Klang als Leitmotiv), ad libitum auch multipliziert mit anderen perkussiven Instrumenten wie Glockenspiel, Xylophon.
Besetzung: Gemischter Chor (SATB). Die Orgel kann durch Klavier/Keyboard/Cembalo ersetzt und sinngemäß eingerichtet werden. Die Claves können von einem Chormitglied gespielt werden (heller freudiger Klang als Leitmotiv), ad libitum auch multipliziert mit anderen perkussiven Instrumenten wie Glockenspiel, Xylophon.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Enjott Schneider
| 1950Der studierte Musikwissenschaftler, Musiker, Germanist und Linguist Enjott Schneider, geboren 1950 in Weil am Rhein, lehrte von 1979 bis 2012 als Professor an der Musikhochschule München u.a. kirchenmusikalische Komposition. Neben acht Opern verfasste er zahlreiche Orchester- und Kammermusikwerke, geistliche Musik mit oratorischen Werken, Orgelkonzerte und 13 Orgelsinfonien sowie über 500 Filmmusiken. Für sein Schaffen wurde Schneider mit zahlreichen Preisen gewürdigt, u.a. mit dem Bayerischen Filmpreis für Filmmusik, einem Emmy-Award und dem Deutschen Fernsehpreis. Für sein Lebenswerk wurde er 2015 mit dem Preis des Filmfestivals „Soundtrack Cologne“ ausgezeichnet. In seinem vielseitigen Schaffen verbindet Schneider oft Gegensätzliches in kreativer Symbiose. Seine kompositorische Arbeit steht auch in enger Verbindung mit einer intensiven schriftstellerischen Reflexion. zur Person