La Passione
Canto religioso op. 21, 1939
Der deutsch-italienische Komponist und Rheinberger-Schüler Ermanno Wolf-Ferrari war Anfang des 20. Jahrhunderts mit seinen komischen Opern sehr erfolgreich. Sein frühes Werk Die neugierigen Frauen wurde 1903 in München uraufgeführt und später unter Toscanini an der MET in New York gespielt. Zu den wenigen kleineren Chorwerken von Wolf-Ferrari gehört der kurze religiöse Gesang La Passione op. 21. Hier vertont er einen volkstümlichen Text aus der Toskana, ähnlich den Texten, die bei Passionsumzügen gesungen werden.
Maria sucht ihren Sohn, ihr Dialogpartner berichtet, dass er ihn auf dem Kreuzweg gesehen habe. Schlicht und doch zugleich chromatisch dicht und intensiv vertont Wolf-Ferrari eindrucksvoll den Schmerz der Mutter und ihres Sohnes. Eine spannende Neuentdeckung für Passionskonzerte.
Der Gesang liegt in zwei Fassungen des Komponisten vor: für Chor SATBB (Carus 6.511/00) und für Chor SAM und Pfte (Carus 6.511/50), jeweils gedruckt und digital.
Das Vorwort und den Kritischen Bericht können Sie kostenfrei lesen:
https://www.carusmedia.com/images-intern/medien/download/0651100/0651118.pdf
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Komponist*in
Ermanno Wolf-Ferrari
| 1876-1948Ermanno Wolf-Ferrari kam 1876 in Venedig zur Welt. Er studierte in Rom (1891-92) und in München (1892-95), wo er Schüler Joseph Rheinbergers war. In München feierte er dann in den Jahren vor Ausbruch des ersten Weltkrieges seine größten Erfolge mit der Komposition von hauptsächlich komischen Opern. Nach dem ersten Weltkrieg konnte er nicht an die Erfolge der Vorkriegsjahre anknüpfen, vielleicht auch, weil seine Musik im spät- bzw. nachromantischen Stil geschrieben keinen Bezug zur zeitgenössischen Tonsprache der Moderne hatte. zur Person
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Herausgeber*in
Barbara Mohn