Otto cori
a quattro e più voci dispari 1897
Der deutsch-italienische Komponist und Rheinberger-Schüler Ermanno Wolf-Ferrari war Anfang des 20. Jahrhunderts mit seinen komischen Opern sehr erfolgreich. Sein frühes Werk Die neugierigen Frauen wurde 1903 in München uraufgeführt und später unter Toscanini an der MET in New York gespielt. Dass Wolf-Ferrari mit zwei Nationalitäten aufwuchs, prägte sein Œuvre. So spiegeln die Otto cori für gemischten Chor die Verbundenheit mit den traditionellen Formen italienischer Musik wider (Madrigale, Stornello, Rispetto etc.). Sie basieren überwiegend auf toskanischen Volksliedtexten. Humorvoll und feinsinnig, mit harmonisch spannenden Nuancen und in wechselnden Besetzungen vertonte Wolf-Ferrari seine Otto cori über Liebe, Sehnsucht und Tod. In die Sammlung italienischer Lyrik schmuggelte er aber auch ein Lied in deutscher Sprache, das er bereits in seinen Studienjahren bei Josef Rheinberger in München geschrieben hatte.
Carus legt die Lieder in einer Sammlung vor – gedruckt und digital. Alle Lieder sind auch in Einzelausgaben erhältlich.
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Ermanno Wolf-Ferrari
| 1876-1948Ermanno Wolf-Ferrari kam 1876 in Venedig zur Welt. Er studierte in Rom (1891-92) und in München (1892-95), wo er Schüler Joseph Rheinbergers war. In München feierte er dann in den Jahren vor Ausbruch des ersten Weltkrieges seine größten Erfolge mit der Komposition von hauptsächlich komischen Opern. Nach dem ersten Weltkrieg konnte er nicht an die Erfolge der Vorkriegsjahre anknüpfen, vielleicht auch, weil seine Musik im spät- bzw. nachromantischen Stil geschrieben keinen Bezug zur zeitgenössischen Tonsprache der Moderne hatte. zur Person
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Herausgeber*in
Barbara Mohn
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Textdichter*in
Heinrich Heine
| 1797-1856Heinrich Heine (1797–1856) zählt zu den bedeutendsten deutschen Dichtern des 19. Jahrhunderts. Er wurde in Düsseldorf geboren und ist vor allem für seine lyrischen Gedichte bekannt, die Romantik mit scharfer Gesellschaftskritik verbinden. Viele seiner Werke handeln von Liebe, Natur und Freiheit. Wegen seiner politischen Ansichten lebte Heine viele Jahre im Exil in Paris.
Er nimmt auch in der Musikgeschichte eine herausragende Stellung ein. Seine lyrischen Texte wurden von zahlreichen Komponisten vertont und prägten insbesondere das Kunstlied der Romantik. Vor allem Robert Schumann, Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy und Hugo Wolf schufen auf Grundlage von Heines Gedichten musikalische Werke von bleibender Bedeutung. Die poetische Verbindung von sprachlicher Einfachheit, emotionaler Tiefe und oft ironischer Mehrdeutigkeit bot den Komponisten vielfältige Möglichkeiten zur musikalischen Interpretation. Dadurch wurde Heines Lyrik zu einem zentralen Bestandteil des romantischen Liedrepertoires und wirkt bis heute in der Vokalmusik nach.
zur Person
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Textdichter*in
Michelangelo Buonarotti
| 1475-1564